Kürbischutney zum Grillen, Kürbiseis und natürlich die traditionelle Kürbissuppe: Wie man ohne großen Aufwand ein ganzes Kürbismenü zaubern und stilecht servieren kann.
Kürbis Einer für alle
Kürbis ist ein Klassiker. Und das seit vielen tausend Jahren. Die runde Frucht mit dem eindrucksvollen Kerngehäuse gehört zu den ältesten Kultur- und Nutzpflanzen der Menschheit. Aber die „Cucurbita“, so der lateinische Name, diente unseren Vorfahren nicht nur als Speise, aus der festen Kürbis-Schale wurden auch Geschirre, Trommeln oder Gefäße gebastelt. Der aus Afrika stammende Flaschenkürbis wurde – lange vor der Erfindung der Drehscheibe – als Modell für Tongefäße oder Klangkörper für Musikinstrumente geschätzt. Karl der Große schwor eher auf die Heilkraft des Flaschenkürbis und ließ ihn sozusagen als Medikament in seinen Gärten anbauen.

Seinen großen Durchbruch hatte der Kürbis im 17. Jahrhundert in Nordamerika. Englische Einwanderer lernten durch die Indianer den Kürbis kennen und erfuhren, wie man aus den harten Kernen neue Früchte ziehen kann. Aus großer Dankbarkeit, dass die Siedler damit ein wertvolles, neues Lebensmittel und immer genug zu essen hatten, wurde ein Fest gefeiert: Thanksgiving. Bis heute erinnert der traditionelle „Pumpkin Pie“, der Kürbiskuchen, an den Usprung der amerikanischen Version von Erntedank. Aber auch in Europa ist der Kürbis in den letzten Jahren ein zunehmend beliebter und gerne gesehener Gast in der Küche.

Nur zur Zierde?

Wer sich das erste Mal an der Kürbiszubereitung versucht, staunt über die unglaubliche Vielfalt der Sorten. Bevor Sie auf dem Markt zuschlagen also ein wichtiger Tipp: Finger weg von hübschen Kürbis-Kandidaten mit vielen Hubbeln oder „Warzen“ auf der Schale. Bei diesen oft kleinen und sehr farbenfrohen Exemplaren von tiefem grün über sämtliche Schattierungen von Orange bis hin zu gelb, oft auch mit interessanten Musterungen, handelt es sich ziemlich sicher um Zierkürbisse. Wie der Name schon sagt, sind sie meist nett anzusehen, aber ungenießbar, denn die Früchte enthalten den Bitterstoff „Cucurbitacin“, der nach dem Verzehr Magenkrämpfe auslösen kann. Sie haben schon welche in der Speisekammer? Dann legen Sie sie gleich für eine schöne Deko zur Seite. Eine tolle Kombination sind Kürbisse und Getreideähren (z.B. als Mittelpunkt der Tafel) oder Holz (z.B. auf einem rustikalen Tablett oder in einer alten Obst- oder Weinkiste neben der Haustür).


Feine Früchte


Aber auch ganz „normale“ Speisekürbisse haben ein paar Überraschungen zu bieten. Etwa ihre Familienzugehörigkeit: botanisch gesehen gehört der Kürbis nämlich zu der Familie der Beeren und ist damit eine Frucht. Einen der bekanntesten Kürbisvertreter würde man eher im Gemüseregal vermuten: die Zucchini. Grundsätzlich unterscheidet man übrigens zwischen Sommer- und Winter-Kürbissen. Die Zucchini gehört – gemeinsam mit Patisson und Spaghettikürbis - zu den Sommervarianten. Die wohl bekanntesten Winterkürbisse sind der Gelbe Zentner, Moschus- oder Muskatkürbis sowie der japanische Hokkaido, der sogar mit Haut und Schale verspeist werden kann.

Den meisten Speisekürbissen gemein ist ihr hoher Nährstoffgehalt bei vergleichsweise wenig Kalorien. Kürbisse enthalten große Mengen an Karotin, das der Körper beim Zusammentreffen mit Fett als Vitamin A verwerten kann. Beim Kochen also ruhig einen kräftigen Spritzer hochwertiges Pflanzenöl, einen guten Schuss Sahne oder Käse verwenden. Außerdem steckt im Kürbis Vitamin C, Vitamin E, Folsäure und Kalium, daneben kleinere Mengen Eisen, Calcium und Magnesium.
 

Kürbis vom Grill


Warum bis Halloween warten, um die leckeren Kürbisse zu verspeisen - wenn gerade die Sommersaison tolle Möglichkeiten bietet. Zum Beispiel für gegrillte Kürbisspalten. Dafür verschiedene Sommerkürbisse waschen und in feine Scheiben schneiden. Je nach Geschmack "nur" mit Olivenöl, Salz und Pfeffer würzen. Experimentierfreudige Feinschmecker versuchen Varianten mit Knoblauchstückchen, Chili, Speckstreifen oder auch geriebenen Käse (z.B. Parmesan). Und jetzt ab damit auf den Grill! Wer keine gesundheitlichen Bedenken hat, spart sich die Alufolie drunter, denn Kürbis klebt leicht fest. Besser den Rost etwas einölen, Kürbis zum Rundum-Bräuben ab und zu drehen. Wer lieber eine Schicht zwischen Speisen und Kohle hat, kann auf Aluteller ausweichen. Diese leicht ölen, dann fühlt sich auch der Grillkürbis wohl, wird aber nicht ganz so knusprig. Wann die Kürbisschnitzel fertig sind, verrät der Gabeltest: Beim Hineinstechen sollte noch ein feiner Widerstand zu spüren sein.

Kürbissuppe


Hokkaido-Kürbis mitsamt der Schale würfeln und gemeinsam mit anderen Zutaten (z.B. Zwiebeln, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Muskat, Chili, Ingwer, Curry) in Olivenöl andünsten. Mit Gemüsefond aufgießen und etwa eine halbe Stunde auf niedriger Flamme köcheln lassen. Kürbissuppe mit dem Zauberstab fein pürieren. Ähnlich effektiv: Alles in den Mixer werfen und klein häckseln. Wer die Suppe besonders fein möchte, kann sie danach noch durch ein Sieb streichen. Leckeres Finish: jeden angerichteten Teller mit einem Klacks Creme fraîche, Kürbiskernöl und gerösteten Kürbiskernen verzieren. Schlemmer-Variante: Die Suppe mit etwas Sahne und geriebenem Käse verfeinern, in der Suppenschale mit Brot-Croutons verzieren. Klar können Sie mit ein paar dekorative Zierkürbissen schon eine geniale Tischdeko zaubern Manche Kürbisfans bringen die Suppe übrigens gleich im ausgehöhlten Kürbis auf den Tisch. Sieht toll aus und spart beim Abwasch.

Kürbis-Eintopf

Kürbis bringt – ähnlich wie Möhren - einen leicht süßlichen Geschmack mit. Wunderbar aufgehoben ist er deswegen immer dort, wo auch Karotten gut passen, ob in deftigen Gemüsesuppen oder Eintöpfen mit dunklem Fleisch (z.B. Rind). Klassische heimische Zutat ist der dunkel-orange-farbene Kürbis „Gelber Zentner“. Der Mix mit grünen Zucchini bringt nicht nur Farbe auf den Teller, sondern auch mehr Vielfalt im Geschmack: Zucchini nimmt etwas von der Süße und ergänzt sie um delikate zartbittere Stoffe. Wer etwas wagen will, kann aber auch die liebliche Note des Kürbis bewusst unterstreichen. Orientalisch angehauchte Eintöpfe mit Curry, Rosinen und Lamm vertragen sich gut mit Kürbis! Fürs Testessen Hokkaido verwenden: Die Schale darf bei ihm mitverwendet werden und gibt dem Geschehen etwas Biss.


Kürbis-Risotto


Mit Pilzen kennt es jeder. Die meisten herkömmlichen Risotto-Rezepte lassen sich jedoch auch wunderbar mit Kürbis umsetzen. Besonders gut dazu passen übrigens Variationen, in denen Schinken oder Scampis vorkommen. Nach den Zwiebeln dafür den gewürfelten frischen Kürbis 8 bis 10 Minuten andünsten, danach wie im Rezept beschrieben weiter vorgehen, Reis, Weißwein, Brühe etc. beifügen.

Kürbis-Kuchen


Mit Karotten macht man es doch auch - warum also nicht einmal einen Kürbis-Kuchen versuchen? Anders als „Rüblitorte“ gelingt mit Kürbis aber kaum ein kernig-nussiger Kuchen, da das Fruchtfleisch gebacken viel schneller weich wird und Wasser zieht. Wenn Sie kein explizites Kürbiskuchen-Rezept vorliegen haben, empfiehlt sich als Grundlage deswegen eher ein Käsekuchenrezept, bei dem man die Zitrone und Zitronenschale weglässt und eher den vanilligen Geschmack hervorhebt. Kürbis klein schneiden und mit etwas süßer Sahne zugedeckt andünsten. Die Masse später mit in die Quarkschicht geben. Eventuell Kürbisspalten im Ofen mitbacken und für die Dekoration aufheben.

Kürbis-Sorbet


Lässt sich toll vorbereiten: Halbgefrorenes aus Kürbis. Dafür 500 g gewürfelten Hokkaido in Butter dünsten, mit 100-150 ml Wein ablöschen und etwas verdampfen lassen. Danach ca. 250 ml Sahne zugeben. Wenn der Kürbis weich wird, mit dem Zauberstab fein pürieren. 125 ml Wasser und 125 g Zucker aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Püree zugeben, mit einem Spritzer Orangensaft abschmecken. In einer dicht verschließbaren Plastikgefäß in den Gefrierschrank. Lecker als Nachtisch – oder erfrischender Cocktail mit einem Schuss Sekt.

Kürbis-Chutney


Schon kleine Kinder lieben Kürbisbrei wegen seiner intensiven Farbe und des leicht süßlichen, an Möhren erinnernden Geschmacks. Und genau der macht Kürbis für den erwachsenen Geschmack auch zum perfekten Begleiter von Fleisch! Herzhaftes Kürbischutney ist leicht gemacht. Sie brauchen einen großen Speisekürbis. Den am besten waschen, von Schalen, Kerzen und Fasern befreien und in ca. 2 Zentimeter große Würfelchen schneiden. Zwei säuerliche Äpfel ebenfalls waschen, schälen, von Kernen befreien und in etwas kleinere Stückchen schneiden. In einem großen Topf Zwiebeln in Öl andünsten, nach persönlichen Vorlieben Knoblauch zugeben und mit 1 bis 2 TL salzen, mit Gewürzen (z.B. Rosmarin, Pigment, Koriander, evtl. auch Senf) verfeinern. Beginnt das Gemenge zu duften, Kürbis und Äpfel zugeben. Mit einer Mischung aus 300 ml hellem Weinessig und 300 Gramm Zucker aufgießen und weiter köcheln lassen. Extra-Tipp: Säuerliches Trockenobst verleiht dem Chutney den besonderen Pfiff! Früher nahm man meist Rosinen, eine moderne Variante sind Cranberries. Unter ständigem Rühren (brennt leicht an!) das Chutney verkochen. Nach 25 bis 30 Minuten noch einmal abschmecken. Passt alles? Dann das noch heiße Chutney in ausgekochte Marmeladengläser füllen. Zum Abkühlen auf den Kopf stellen. Passt hervorragend zu Wildfleisch oder Gegrilltem. 
Gesamten Vergleich anzeigenFestgeld Betrag: 25.000 €, Laufzeit: 48 Monate
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