Peter Weißenberg
Ein Beitrag von Peter Weißenberg, 15.02.2015

Verkehrsklubs Alternativen zum ADAC

Das Vertrauen in den ADAC ist derzeit zerrĂŒttet. Welche Alternativen bieten Familien bei UnfĂ€llen, Pannen und KrankheitsfĂ€llen im Ausland noch guten Schutz?
Verkehrsklubs Alternativen zum ADAC

Der ADAC und seine Alternativen

Der ADAC kommt derzeit nicht mehr aus den Schlagzeilen. Das eine oder andere Mitglied dĂŒrfte sich nach Alternativen umsehen. FĂŒr die Plus-Mitgliedschaft legen Familien beim grĂ¶ĂŸten deutschen Verkehrsklub mindestens 84 Euro im Jahr hin. Andere Automobilklubs sind da billiger. Die Schutzbriefe von Versicherern kosten oft nur knapp ĂŒber zehn Euro. Beim Neuwagenkauf ist die MobilitĂ€tsgarantie meist sogar im Preis mit enthalten. Dennoch kann die Club-Mitgliedschaft den besten persönlichen Schutz bieten. Diese fĂŒnf Fragen helfen Familien bei der Suche:

Was und wen will ich versichern?

Wer nur ein Auto hat und die, die darin sitzen, absichern will, fĂŒr den sind die Schutzbriefe der KFZ-Versicherer hochinteressant. Denn sie bieten, was dieses versicherte Fahrzeug betrifft, ganz Ă€hnliche Leistungen bei Panne, Unfall oder einer Erkrankung des Fahrers im Ausland – ganz Ă€hnlich wie die etablierten Automobilklubs ACE, ADAC, AVD oder VCD.

Familien aufgepasst: Wenn Ihr Partner oder Ihre Kinder ein eigenes Auto fahren, so gilt der Schutz nicht fĂŒr diese Fahrzeuge – anders als bei der Familien-Mitgliedschaft, wie sie die Klubs bieten. ADAC-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Karl Obermair kĂŒndigt zudem bereits ein Produkt „fĂŒr Patchwork-Familien an“. Damit aber nicht genug. Wenn Sie die KFZ-Versicherung wechseln, dann mĂŒssen Sie beim neuen Versicherer auch wieder extra einen neuen Schutzbrief abschließen. Überdies gewĂ€hren manche Versicherer den Schutzbrief nur beim Abschluss einer teuren Kaskoversicherung. Auch bei MobilitĂ€tsgarantien der Autohersteller ist der Pannenschutz nur auf das dort gekaufte Auto beschrĂ€nkt. Der Schutz bleibt ĂŒberdies nur dann erhalten, wenn der KĂ€ufer alle Services absolviert – und die oft auch gezwungenermaßen in der teuren Vertragswerkstatt.

Welchen Umfang wÀhle ich bei Panne und Unfall?

Die Schutzbriefe der Versicherer stehen den Mitgliedschaften bei Klubs und dem Plus-Angebot des ADAC in aller Regel in den wesentlichen Kategorien kaum nach. Allerdings erstrecken sie sich nur auf ein Auto. Anders verhĂ€lt es sich dagegen in Bezug auf die MobilitĂ€tsgarantien vieler Autohersteller. Hier geht es oft tatsĂ€chlich nur um MobilitĂ€t – und zwar wenn Ihr Auto zum Liegen kommt. Hat der Kunde einen Unfall, greift die MobilitĂ€tsgarantie vieler Hersteller nicht – im Gegensatz zu den Hilfsleistungen von Klubs oder Versicherer-Schutzbriefen.

Was steht im Pannenfalle im Kleingedruckten?

So manche Versicherung ĂŒbernimmt die Abschleppkosten nur, wenn der Schadensfall mindestens 50 Kilometer vom Wohnort der Familie entfernt eingetreten ist. Autoklubs zahlen dagegen immer die Pannen- und Unfallhilfe an Ort und Stelle bis zu 200 Euro sowie Abschleppen und KostenĂŒbernahme nach einer Panne oder einem Unfall zur nĂ€chsten geeigneten Werkstatt bis zu 200 Euro.

Wer bezahlt fĂŒr Übernachtung und Heimreise?

FĂ€llt das Familien-Auto aus, und sind die Insassen mehr als 50 bis 100 Kilometer von zuhause entfernt, werden prinzipiell die Reisekosten fĂŒr alle Mitfahrer zum Zielort ĂŒbernommen. Bei manchen Policen bedeutet dies eine Fahrkarte der zweiter Klasse der Bahn oder ein Flug-Ticket bis zu einer Kostengrenze. Analog ist dies bei Mietwagen; auch hier unterscheiden sich die Kostenhöhe und Dauer der Nutzung.

Wie wird geholfen?

Neben den 1.700 „Gelben Engeln“ des ADAC ist die annĂ€hernd gleich große „Silberne Flotte“ der Assistance-Partner auf Deutschlands Straßen im Einsatz; sie arbeitet mit zahlreichen Versicherern, anderen Klubs und Autoherstellern zusammen. Der ADAC hat die die AusrĂŒstung der Fahrzeuge und die Schulung der Helfer in Tests mehrfach fĂŒr gut befunden. Bei Versicherern und Automobilklubs können Sie meist wĂ€hlen, ob Sie mit Ihrem Auto zu einer Vertragswerkstatt oder einer gĂŒnstigeren freien Werkstatt wollen. Die Hersteller bringen Sie zur nĂ€chsten eigenen Werkstatt. Das kann jedoch ins Geld gehen.
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Peter Weißenberg mein Name ist Peter Weißenberg. Ich bin seit mehr als 20 Jahren Journalist, habe in MĂŒnchen Volkswirtschaft, Geschichte und Politik studiert und mehrere BĂŒcher zu Wirtschaftsthemen verfasst. Auf geldsparen.de schreibe ich vor allem ĂŒber Geldanlage, Immobilien und MobilitĂ€t.

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Leserkommentare

Kommentare können sich auf eine Àltere Version des Artikels beziehen.

09.08.2015 17:21 Uhr
dikan: ADAC wird unverzüglich bei uns ersetzt
Beim Geld kassieren, da sind sie sehr zuverlässig. Doch bei Pannenhilfe versagen sie. Sie geben lieber Gelder für eigene Privatflüge aus, anstelle wie geworben, zu helfen. Gelb sind sie, aber Engel auf keinen Fall! Früher hat man noch was von der Mitgliedschaft gehabt, heutzutage kosten Sie nur unnütz viel Geld und Zeit.

01.03.2014 16:22 Uhr
Rene: Was soll dieser Mist
Was hat denn der ADAC als Helfer mit dem Schönen von irgendwelchen Listen zu tun. Wer nach diesen Listen sein Auto kauft ist selber schuld. Allerdings kenne ich keinen Einzigen der das macht. Letzte Woche benötigte ich einen Pannenhelfer, hat wunderbar funktioniert. Was will man mehr. Man sollte die Kirche im Dorf belassen, aber jetzt hat man sich halt auf den ADAC eingeschossen.


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