Von Christian Haas, 16.05.2013

Wildniscamps Wo die wilden Kerle toben

Back to the roots – so lautet das Motto von Wildniscamps für Kinder. Hier steht der Umgang mit der Natur im Fokus. Manchmal dürfen sogar die Eltern mit.
Wildniscamps: Wo die wilden Kerle toben

In Wildniscamps lernen Kinder die Natur kennen

Mit den Sommerferien beginnt die Hochsaison für Kinder- und Jugend-Freizeitveranstaltungen aller Art, von der Bauernhofwoche über den Vereinstrip in die Jugendherberge bis hin zu Sprachcamps.

Interessant: Seit einigen Jahren verzeichnen Wildniscamps eine verstärkte Nachfrage. Offensichtlich findet das Motto "Zurück in die Natur" seine Anhänger. Folgerichtig haben bei den in der Regel fünf- bis siebentägigen Camps Handy-TV und iPod-Beschallung nichts zu suchen, eher geht es um Singen, gemeinsame Spiele und die Vermittlung von Naturwissen. Und statt im komfortablen Zimmer mit Elektrolicht und Komfort wird in einfachen Hütten oder Tipi-Zelten genächtigt. Quasi nebenbei werden so Kreativität, Selbstbewusstsein und Gruppengefühl der acht- bis 16-Jährigen gestärkt.

Kochen mit Löwenzahn, Huflattich und Co.

Für manche bedeutet ja allein das Schlafen in einfachen Hütten inmitten der Natur und mit ihren ungewohnten Geräuschen ein Maß an Wildheit, das sie bereits an ihre Grenzen bringt – und dank der Unterstützung der Gruppe jedoch in quasi allen Fällen gut meistern.

All das ist freilich in einer Gruppe von zehn bis 15 Kindern und zwei bis drei pädagogisch ausgebildeten Betreuern besser möglich als bei einer typischen Jugendfreizeitgruppe von bis zu 100 Teilnehmern, wie sie etwa von Stadtjugendringen und Co. durchgeführt werden. In solch überschaubaren Gruppen funktioniert dann auch das eigene Kochen besser – ein weiteres Wildniscamp-Spezifikum. Hier kommt alles, was die Natur an Schmackhaftem zu bieten hat, in den Topf und auf den Teller.

Für was auf jeden Fall viel Zeit bleibt: für sich, für soziale Belange, für Basteleien und Bewegungsspiele und natürlich für viel Spaß. Diese Mischung ist auch die Erfolgsformel des Wildniscamps am Falkenstein im Nationalpark Bayerischer Wald, dem vielleicht deutschlandweit bekanntesten Camp dieser Art. "Das Konzept, in naturnaher Umgebung ohne großen Komfort zu wohnen und die Hütten als Inspiration für die Projektarbeit zu nutzen, hat sich bewährt", bestätigt Wildniscamp-Leiter Achim Klein und verweist darauf, dass die Nachfrage insbesondere von größeren Gruppen enorm sei.

Schnuppertermine für Alt und Jung

Für Einzelpersonen beziehungsweise Familien werden auch bestimmte Schnuppertermine angeboten, quasi zum Kennenlernen. Und wenn dann nicht nur die Junioren sondern auch die Senioren Feuer gefangen haben an der Naturcampidee, können sie auch gemeinsam an Wildnislagern teilnehmen. Immer öfter bieten nämlich Vereine oder Veranstalter ganz spezielle Ferienwochen für alle an, nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für deren Eltern.

Adressen

Wildniscamp Jenbach, südlich von Bad Feilnbach, Tel. 01577/345 72 35

Wildnisschule Wildniswissen, deutschlandweit angebotene Jugend Scout Camps und viele andere Angebote (auch für Erwachsene), Tel. 0511/519 96 80

Wildniscamp am Falkenstein, Zwieslerwaldhaus 2b, Lindberg/Bayerischer Wald, Tel. 09925/90 31 21

Indianer-Ranch in Neudorf im Harz
Wegehaus 1, 06493 Neudorf, Tel. 039484/428 17

Indianercamp Almensee
In den Almen 3, 67098 Bad Dürkheim, Tel. 06322/62 06 67

Kosten

Je nach Umfang, Dauer und Gruppengröße. Richtwert: ca. 200 Euro/Woche inkl. Verpflegung und Betreuung, manche Veranstalter bieten die Camps auf eine Art Spendenbasis an.

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Christian Haas mein Name ist Christian Haas. Ich bin diplomierter Geograph und schreibe auf geldsparen.de über die Themen Reise und Mobilität. Von meiner mehr als zehnjährigen Erfahrung in der Welt des Reisens profitieren auch Sie.

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Foto: Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald ID:3659

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