Anja Lang
Ein Beitrag von Anja Lang, 16.10.2012

Inspektionskosten Sparen mit freien Werkstätten

Freie Werkstätten bieten oft günstigere Preise. Wir haben nachgerechnet, was man sparen kann und nachgefragt welche Risiken bestehen.
Inspektionskosten Was spart man bei freien Werkstätten? Verbraucherportal Geldsparen.de

Wenn das Familienauto zur Inspektion muss, strapaziert das die Familienkasse enorm

Als Beispielauto haben wir den bei Familien besonders beliebten VW Touran Diesel mit 140 PS Motorleistung gewählt. Unser Beispielauto ist drei Jahre alt und hat 59.000 Kilometer auf dem Buckel. Die nächste Inspektion bei 60.000 Kilometern steht also kurz bevor. Laut Herstellervorgabe muss dabei ein Ölwechsel durchgeführt werden. Der Motorölfilter, der Getriebeölfilter, der Innenraumfilter und das Schaltgetriebeöl müssen erneuert werden. Außerdem sollte eine Sicht- und Funktionsprüfung von Karosserie, Reifen, Auspuff, Fahrwerk, Bremsen, Motorraum sowie von Licht und Elektronik erfolgen.

In der VW-Vertragswerkstatt kostet dieser Service rund 400 Euro. Euromaster verlangt knapp 360 Euro dafür. Bei den meisten anderen freien Meister-Werkstätten im Raum München und Augsburg schwanken die Komplett-Preise ebenfalls zwischen 320 und 390 Euro. Eine freie Werkstatt in Kirchheim bei München verlangt sogar teure 470 Euro.

Dumpingpreise bei freien Ketten

Vergleichsweise sehr günstig sind die Komplettangebote der freien Werkstattketten, wie A.T.U oder auch Pit Stop. So bietet A.T.U. die Inspektion des Touran inklusive Ölfilter und Motoröl sowie Mobilitätsgarantie bereits für schmale 178 Euro an. Pit Stop verlangt sogar nur rund 110 Euro für die Inspektion in der Kompaktklasse. Auch hier sind Pflichtteile und Pflichtarbeiten sowie eine Mobilitätsgarantie über zwei Jahre bereits inklusive. Als besonderes Zuckerl gibt’s sogar noch einen Audi A1 als Leihwagen - bei Verfügbarkeit – kostenlos mit obendrauf.

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Preis und Leistung nicht immer optimal

Oft kommt das böse Erwachen dann aber an der Kasse, wenn statt dem preiswerten Basisangebot die Endrechnung gezahlt werden muss. So können nicht einkalkulierte Ersatzteile und Arbeitszeiten den günstigen Angebotspreis schnell in die Höhe treiben. Leider scheint darüber hinaus auch die Arbeitsleistung zu wünschen übrig zu lassen. Denn im aktuellen ADAC Werkstatt-Test mussten gerade die freien Werkstattketten jede Menge Federn lassen. Einer der Hauptkritikpunkte war, dass die Betriebe den unterschiedlichen Fahrzeugtypen oft nicht den richtigen Service-Umfang zuordneten, was letztendlich zum Verlust von Garantieansprüchen führen kann.

Was gilt bei Sachmängelhaftung und Garantie?

Entgegen immer wieder geäußerter Bedenken darf die Durchführung der Inspektion durch eine freie Werkstatt - statt einer Vertragswerkstatt – nämlich grundsätzlich keinen Einfluss auf Leistungen der Herstellergarantie haben, sagt Klaus Heimgärtner, Rechtsexperte beim ADAC. Immer vorausgesetzt die Wartung wurde entsprechend den Herstellerangaben durchgeführt. Das sollte man sich möglichst auch immer auf der Rechnung dokumentierten lassen sollte. Grundlage dieser Rechtsauffassung ist eine Liste häufig gestellter Fragen, die die EU-Kommission am 27. August 2012 veröffentlicht hat. Sie regelt unter anderem auch die sogenannte KFZ-Gruppenfreistellungsverordnung, wie Heimgärtner erklärt. Demnach darf der Hersteller klassische Garantien, der zum Verkauf eines Fahrzeugs anbietet, nicht an die Wartung durch eine Vertragswerkstatt koppeln. Aber Achtung: „Bei Garantien, die später abgeschlossen werden, wie Anschlussgarantien oder Gebrauchtwagengarantien darf er das dagegen sehr wohl“, betont der ADAC-Jurist.

Keine Kulanz erwarten

Oft gewähren die Hersteller nach Ablauf der Hersteller-Garantie noch einige Zeit Kulanz bei auftretenden Mängeln und übernehmen oder beteiligen sich an den Reparaturkosten. „Bis fünf Jahre oder 100.000 Kilometer in etwa darf man auf Kulanz hoffen,“ weiß Heimgärtner. Das aber nur, wenn die Wartung bei einer Vertragswerkstatt durchgeführt wurde. „Fans von freien Werkstätten erhalten in der Regel keine Kulanz“, betont der Rechtsexperte. Somit sparen Familien bei einer freien Werkstatt eher mit älteren Fahrzeugen über fünf Jahren oder 100.000 Kilometern, die keine Gebrauchtwagengarantien oder sonstige Anschlussgarantien besitzen.

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Anja Lang mein Name ist Anja Lang. Ich bin Expertin für Mobilität, Gesundheit und Vorsorge auf Ihrem Family-Portal. Hier beantworte ich sämtliche Fragen rund um die Themen Zuzahlung, Gesundheitsvorsorge, aber auch Autokosten.

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