Familien können bei den Kosten für die Hauptuntersuchung bis zu 50 Prozent sparen, wenn sie nicht den erstbesten Anbieter wählen. Wo es besonders günstig ist.
TÜV Hauptuntersuchung Auto

Die Hauptuntersuchung ist mittlerweile für viele zur Kostenfrage geworden

Alle zwei Jahre – Neuwagen erst nach drei Jahren – müssen deutsche Autos zur Hauptuntersuchung. Seit dem Fall des TÜV-Monopols haben Autofahrer die freie Wahl, wo sie sich das amtliche Prüfsiegel besorgen. Denn auch Dekra, GTÜ und freie Werkstätten bieten die Hauptuntersuchunge an – allerdings zu stark unterschiedlichen Preisen, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in einer Stichprobenuntersuchung herausfand.

Als erstes schickten die Tester einen älteren VW Golf IV, Baujahr 2003, mit Dieselmotor ins Rennen. Den günstigsten Preis für die Haupt- und Abgasuntersuchung boten die Pit-Stop-Filialen. Gerade mal 69 Euro kostete hier deutschlandweit die begehrte Plakette – unabhängig vom Fahrzeugtyp. Voraussetzung ist allerdings, dass man im Vorfeld per Internet einen verbindlichen Termin vereinbart. Wer das versäumt oder spontan vorbei kommen möchte, zahlt zehn Euro mehr, also 79 Euro. Das ist aber immer noch weniger, als bei den meisten anderen Konkurrenten und auch bei TÜV, Dekra und GTÜ direkt. Sie verlangten zwischen knapp 90 und 100 Euro. Am teuersten im Test war eine freie Werkstatt in Köln. Hier wurden fast 125 Euro für den Check – und damit fast doppelt soviel wie beim günstigsten Anbieter - berappt.

Sparen mit jüngeren Modellen

Seit Anfang 2010 ist die Abgas-Untersuchung (AU) Teil der Hauptuntersuchung und wird auf der TÜV-Plakette gleich mit ausgewiesen. Der alte Abgas-Aufkleber auf dem vorderen Nummernschild hat damit ausgedient. Bei vielen neueren Fahrzeugen ab Baujahr 2006 überwacht der Bordcomputer den Schadstoff-Ausstoß. Für die Prüfer entfällt damit in der Regel das zeitintensive Messen. Das spart Zeit und damit oft auch Kosten. Für einen Dreier BMW, Baujahr 2009, mit Benzinmotor verlangte der TÜV-Rheinland in Köln dann zum Beispiel auch nur noch 69,95 Euro. Nur knapp einen Euro mehr als der wiederum billigste Anbieter der Untersuchung Pit-Stop mit 69 Euro (bei vorheriger Internetanmeldung).

Viele Vertragshändler gaben die Arbeitsersparnis dagegen nicht an ihre Kunden weiter. Die turnusmäßige Untersuchung für den nur zwei Jahre alten BMW kostete hier immer noch zwischen knapp 100 Euro bis 125 Euro. Als Begründung für den hohen Preis wurde angegeben, dass die Dekra dafür extra ins Haus komme. In den meisten Häusern ist das aber nur ein- bis zweimal die Woche der Fall. Also eher ein Nachteil, weil man in der Regel einen festen Termin vereinbaren muss.

Bei der Hauptuntersuchung sparen

Alles in allem sollten Familien also die Preise der einzelnen Anbietern vergleichen. Hier sind Einsparmöglichkeiten von bis 50 Prozent drin. Wer kann, sollte sich vorher verbindlich anmelden, auch das spart Geld. Besitzer von jungen Fahrzeugen, sollten nach niedrigeren Gebühren fragen, da die Prüfer bei der Abgasuntersuchung meist weniger zu tun haben. Wer die Hauptuntersuchung beim Händler seines Vertrauens durchführen lassen möchte, muss in der Regel mit festen Terminen rechnen. Auch boten viele Vertragshändler und freie Werkstätten im Test nicht den günstigsten Preis. Dafür kann man dort aber einen Vorab-Check machen lassen, bei dem auffällige Mängel gleich behoben werden und eine teure Nachuntersuchung vermieden werden kann.

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Anja Lang mein Name ist Anja Lang. Ich bin Expertin für Mobilität, Gesundheit und Vorsorge auf Ihrem Family-Portal. Hier beantworte ich sämtliche Fragen rund um die Themen Zuzahlung, Gesundheitsvorsorge, aber auch Autokosten.

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» Autoren von geldsparen.de

Leserkommentare

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20.05.2015 20:55 Uhr
Chris: Wettbewerb
Hallo, über Sinn und Unsinn ließe sich trefflich streiten. Fakt ist das Unfälle so gut wie aufgrund der Technik die der Tüv prüft passieren. Es ist nun mal zu hohe Geschwindigkeit verbunden mit zu wenig Abstand. Aber es ist halt gewollt das der Autofahrer immer zu den Beutelschneidern fährt. Versagt hat der Wettbewerb in punkto freie Sachverständige. Wettbewerb würde für sinkende Preise und mehr Kundenorientierung führen. Auch müßte es möglich sein im europäischen Ausland seine Tüv Prüfung machen zu lassen. Oder halt abschaffen wie es z.T. im Ausland auch ist ohne das dadurch die Unfälle exorbitant ansteigen. Einfach nur erbärmliche Klientelpolitik um Autofahrer zu melken.

21.11.2012 20:55 Uhr
werner floh:
Na, wa soll ich sagen. Es gibt ja eine Gebührenverordnung vom Bund für die HU/AU nach Paragraf 29 (von-bis). Da bewegen sich eben alle an der maximalen Grenze. Deswegen wird auch nie große Unterschiede geben.

04.08.2011 20:17 Uhr
platin: Pit Stop
Habe ich einmal probiert, nie mehr wieder. Der Prüfer war darauf aus, Pit Stop Arbeit zu verschaffen und glänzte mit teuren und falschen Diagnosen, der TÜV hat mich ohne Probleme durchgewunken.


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