Obwohl die technische Umstellung von Benzin auf Autogas mehrere tausend Euro kostet, kann sich der Umbau lohnen. Wie viel Sie bei welchen Autos sparen.
Tanken Auto Gas

Autogas - tanken zum halben Preis

Wer Autogas - auch LPG (Liquified Petrolium Gas) genannt - tanken möchte, findet dazu in Deutschland inzwischen ein relativ dichtes Netz von über 6.000 Tankstellen. Auch in den Nachbarländern Italien und Niederlande ist Autogas inzwischen gut präsent.

Sollte das Gas aber wirklich einmal knapp werden, besteht immer noch die Möglichkeit auf Benzin auszuweichen. Denn auch nach einem Umbau bleibt die Benzinausrüstung komplett erhalten. Der niedrige Preis und die gute Verfügbarkeit machen Autogas somit zu einer immer begehrteren Benzinalternative.
Bislang sind noch relativ wenige Modelle ab Werk für die Betankung mit Autogas vorgesehen. Wer einen Benziner fährt, kann sein Fahrzeug nachträglich technisch umrüsten lassen: Etwa 2.000 bis 3.000 Euro müssen Sie dafür in die Hand nehmen.

Rechnet sich die Umrüstung auf Autogas?

Bei großen Fahrzeugen mit höherem Benzinverbrauch rechnet sich der Umbau schneller, als bei Kleinwagen, deren Motoren mit weniger Sprit auskommen.

So konnten sich in einem ADAC-Test Vans und Oberklassefahrzeuge, Ford Galaxy, Audi A8, Chrysler Voyager, Renault Espace, BMW 740i und VW Sharan als Sparsieger im Test besonders hervor tun. Bereits nach 35.000 bis 38.000 gefahrenen Kilometern hatten diese sechs Modelle die Kosten für den Umbau wieder drin.

Im Anschluss machten sich dann beim Ford Galaxy Einsparungen von rund 80 Euro pro 1000 gefahrenen Kilometern bemerkbar, beim VW Sharan waren es immerhin noch rund 60 Euro pro 1.000 Kilometer.

Bei diesen Modellen lohnt sich der Umbau auf Autogas

 
Fahrzeug-Modell
 
Verbrauch (Kraftstoffart)
 
Umrüstkosten (in Euro) Spritkosten (pro 1.000 km in Euro) Amortisation (nach km) 
Ford Galaxy 2.3 16V 10,1 l Super
11,6 l Autogas
 
 2.400 159
89
 
 35.000
Audi A8 4.2 11,9 l Super
13,7 l Autogas
 
 3.200 196
105
 
 36.000
Chrysler Voyager 2.4   9,9 l Normal
11,4 l Autogas
 
 2.400 155
88
 
 36.000
Renault Espace 2.0 16V Turbo   9.7 l Super
11,2 l Autogas
 
 2.400 152
86
 
 37.000
BMW 740i 11.2 l SuperPlus
12,9 l Autogas
 
 3.200 185
99
 
 38.000
VW Sharan 1,8 5V Turbo   9,4 l Super
10,8 l Autogas
 
 2.400 148
83
 
 38.000
Quelle: ADAC

Modelle mit geringerem Einsparpotential

Modelle mit geringerem Einsparpotential
Fahrzeug-Modell Verbrauch (Kraftstoffart) Umrüstkosten (in Euro) Spritkosten (pro 1.000 km in Euro) Amortisation (nach km)
Smart fortwo coupé 4,7 l Super
5,4 l Autogas
 2.300 74
42
 72.000
Fiat Punto 1.2 8V 5,7 l Super
6,6 l Autogas
 2.400 89
51
 63.000
Renault Twingo 1.2 5,8 l Super
6,7 l Autogas 
 2.400 91
52
 61.000
Opel Corsa 1.2 Twinport 5,8 l Super
6,7 l Autogas 
 2.400 91
52
 61.000
Mitsubishi Colt CZ3 1.3 5,8 l Super
6,7 l Autogas
 2.400 91
52
 61.000
Quelle: ADAC

Mehr Geduld bei Kleinwagen

Wer einen sparsamen Kleinwagen fährt, der muss deutlich länger darauf warten, bis sich der Umstieg auf Autogas auch lohnt: 72.000 Kilometer sind es beim smart fortwo. Und über 60.000 Kilometer muss man mit einem Fiat Punto, Renault Twingo, Opel Corsa oder Mitsubishi Colt fahren, bis sich die Investition für den Umbau bezahlt macht. Die Umrüstung rechnet sich daher nur für Vielfahrer, die das Auto noch mehrere Jahre lang fahren.
 
Fazit: Ein Umbau von Benzin auf Autogas lohnt sich vor allem für Vielfahrer von großen Autos. Dabei amortisiert sich die Investition durchschnittlich nach 50.000 Kilometern. Wer sich zum Umbau entschließt, sollte unbedingt auch darauf zu achten, dass eine Herstellerfreigabe für die Umrüstung vorliegt.
 

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Anja Lang mein Name ist Anja Lang. Ich bin Expertin für Mobilität, Gesundheit und Vorsorge auf Ihrem Family-Portal. Hier beantworte ich sämtliche Fragen rund um die Themen Zuzahlung, Gesundheitsvorsorge, aber auch Autokosten.

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» Autoren von geldsparen.de

Leserkommentare

 

23.02.2013 14:06 Uhr
LPG Fahrer: Milchmädchenrechnung
Hier wird dem Leser mal wieder eine ganz tolle Milchmädchenrechnung vorgelegt. Ich selber habe mein Auto auf LPG umgerüstet und behaupte, dass sich die meisten Autos erst nach 60000 km bis 100000 km rechnen werden. Warum das so ist? Ein auf LPG umgerüstetes Fahrzeug startet nicht mit LPG sondern mit Benzin, bis das Kühlwasser eine bestimmte Temperatur erreicht hat. Das bedeutet, dass wenn Sie viele Kurzstrecken fahren der Benzinverbrauch entsprechend hoch ist. Rechnen Sie mit einem Verbrauch von 0,5 - 1 Liter Benzin pro 100 km. Des Weitern liegt der Mehrverbrauch beim Autogas gegenüber dem Benzinverbrauch eher bei 15 - 25%. Und vergessen Sie bitte nicht, dass die Zündkerzen schneller verschleissen, eventuell das Ventilspiel öfters überprüft werden muss oder sogar gasfeste Ventile eingebaut werden müssen und die TÜV-Untersuchung teurer wird. Jeder Einzelposten an sich mag kein hoher Betrag sein, aber es läppert sich! Nach 35000 km rechnet sich garantiert nur ein Porsche den man ständig mit Vollgas über die Autobahn hetzt !! Fazit: Sein Auto auf LPG umzurüsten lohnt sich, aber wie schnell sich die Umrüstung rechnet hängt neben dem Verbrauch und der jährlichen Laufleistung auch von der Länge der einzelnen Strecken ab. Berücksichtigen Sie immer den Benzinanteil !!


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