Anja Lang
Ein Beitrag von Anja Lang, 19.01.2014

Autobatterie Lebensdauer verlängern

Wenn im Winter die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken, machen gerade die Autobatterien älterer Familienautos schlapp. Was Sie tun können.
Auto winter Batterie Frost

Wenn es kalt wird machen viele Autobatterien schlapp

Gerade Besitzer von älteren Familienautos kennen das Problem: Wird’s draußen kalt, wird das Starten des Motors zur Zitterpartie. Der Grund ist ganz einfach. Wenn im Winter die Temperaturen unter den Nullpunkt sinken, verliert die Autobatterie an Leistung. Wie viel hängt von der Temperatur ab. Bei minus zehn Grad stehen noch etwa 65 Prozent der ursprünglichen Autobatterieleistung zur Verfügung, bei minus zwanzig Grad sind es gerade mal noch 50 Prozent. Ist der Ladezustand des Akkus insgesamt nicht optimal, reicht die Kapazität bei Frost dann oft nicht mehr aus, um den Anlasser in Schwung zu bringen. Mehr als ein müdes Heulen ist dann nicht mehr von der Autobatterie zu hören.

Autobatterie pflegen erhöht die Lebensdauer

Im Schnitt hält eine Autobatterie etwa vier bis fünf Jahre, danach nimmt ihre Leistung kontinuierlich ab. Das heißt, sie lädt über die Lichtmaschine nicht mehr hundertprozentig auf und irgendwann machen selbst lange Autobahnfahrten die Autobatterie nicht mehr ausreichend voll. Wann das der Fall ist, kann man aber selbst ein Stück weit mit beeinflussen. Denn, obwohl alle Autobatterien als „wartungsfrei“ gelten, kann man doch das ein oder andere dafür tun, damit sie länger durchhält.

Tipps für den Autobatterie-Check

  • Die Oberfläche der Autobatterie sollte möglichst immer trocken und sauber gehalten werden. Bei Feuchtigkeit können sonst Kriechströme fließen, die die Batterie zusätzlich entladen.
     
  • Vor allem die Pole sollten frei von Schmutz und Feuchtigkeit sein und die Klemmen fest sitzen. Weiß-Graue Ablagerungen kann man mit einer Bürste entfernen und die Region anschließend leicht mit speziellem Polfett einfetten. Das gibt’s im Zubehörhandel und schützt vor Korrosion.
     
  • Regelmäßig sollte man auch die Spannung des Keilriemens prüfen. Rutscht er, wird die Autobatterie nicht mehr ausreichend über die Lichtmaschine geladen. 
     
  • Auch sollte der Flüssigkeitsstand in der Autobatterie etwa jährlich überprüft werden. Sind die Bleiplatten nicht mehr vollständig bedeckt, vorsichtig destilliertes Wasser – aber niemals Säure – nachfüllen. Das geht allerdings nur bei Batterien mit Stöpseln. Komplett verkapselte Batterien sind nicht nachfüllbar.
     
  • Eine Tiefenentladung schadet der Autobatterie und verkürzt ihre Haltbarkeit. So was passiert schnell, wenn man zum Beispiel das Licht oder Radio im Stand vergisst auszumachen und die Batterie dadurch komplett leer wird.
     
  • Sinnvoll ist auch eine ältere Autobatterie im Rahmen der Inspektion in der Werkstatt auf ihren Ladezustand hin überprüfen zu lassen. Macht die Batterie schon bei Plusgraden Mucken, wird sie im Winter komplett versagen und sollte frühzeitig ausgetauscht werden.

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Was Sie sonst noch tun können

Dummerweise kommen im Winter gleich zwei Dinge zusammen. Die Autobatterie hat durch die Kälte weniger Leistung und zum sicheren Fahren benötigt man besonders viele elektrische Verbraucher. Ist die Batterie schon älter, sollte man deshalb bei Frost mit dem Strom nicht allzu verschwenderisch umgehen. Sind die Scheiben wieder frei, Gebläse runterdrehen. Die Heckscheibenheizung und beheizbare Außenspiegel nur bei Bedarf einschalten und dann auch wieder ausschalten. Auf Dinge, die nur dem eigenen Komfort dienen, aber viel Strom verbrauchen, wie Sitzheizung, Navigation, Telefon, etc. eventuell verzichten. Das gilt vor allem für Fahrzeuge, die hauptsächlich auf Kurzstrecken gefahren werden. Hier wird andauernd mehr Strom verbraucht, als über die Lichtmaschine aufgeladen wird.
Extra Tipp: Ist die Batterie bereits leistungsschwach, sollten beim Starten alle Verbraucher ausgestellt werden, denn die Energie wird jetzt komplett zum Anlassen benötigt. Klappt es mit dem Anlassen nicht gleich, sollte man nicht endlos weiterorgeln, sondern spätestens nach zehn Sekunden aufhören und eine kurze Pause von etwa einer halben Minute einlegen, damit sich die Batterie wieder erholen kann.

Liebe Leserinnen und Leser,

Anja Lang mein Name ist Anja Lang. Ich bin Expertin für Mobilität, Gesundheit und Vorsorge auf Ihrem Family-Portal. Hier beantworte ich sämtliche Fragen rund um die Themen Zuzahlung, Gesundheitsvorsorge, aber auch Autokosten.

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Leserkommentare

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01.01.2015 13:02 Uhr
Höppi: Batterie haltbar machen!
Seit 15 Jahren benutze ich die Megapulser. Seitdem gab es kein Problem mit den Batterien! Im Corsa meiner Frau ist die Batterie jetzt 16 Jahre alt. Das Auto wird nur Kurzstrecke gefahren...Die Batterie funktioniert einwandfrei. In meinem Vectra, der 7 Jahre at ist, funzt die erste Batterie. Die wird wahrscheinlich noch sehr lange halten.

12.11.2014 12:40 Uhr
Paul Mehlkopf: 14 Jahre Lebensdauer möglich
Eine gut gewartete Autobatterie kann bis zu 14 Jahre halten (Ausnahme Start-Stopp-Autos). Beispielsweise können auch Verschmutzungen an der Batterieoberfläche zu Selbstentladungen der Batterie führen.

06.02.2012 10:17 Uhr
Harz-Harry: Frostschutz für Auto-Batterie
Komplette Iso-Ummantelung gibt es für wenig Geld im Kfz-Handel. Noch günstiger: Batterie rundum mit Styropor ummanteln. Vor morgentlicher Abfahrt: heiße Wärmflasche einige Minunten drauflegen, wenn man schon keine Steckdose in Kfz-Nähe hat, zum externen Laden.

05.02.2012 19:16 Uhr
Scholli: Frostperiode :Batterie schützen
ich habe bisher gute Erfahrung gemacht bei Temperaturen -15° C und mehr nach Beendigung der Fahrt eine Isomatte auf den Motor zu legen. Bei Fahrtbeginn aber unbedingt wieder entfernen.


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