Anja Lang
Ein Beitrag von Anja Lang, 28.01.2014

Wechselkennzeichen Lohnt sich das für Familien?

Das Wechselkennzeichen gibt es seit Mitte 2012 auch in Deutschland. Wie es funktioniert, welche Fahrzeuge kombiniert werden können und ob es sich auch für Familien lohnt.
Im Juli wird auch in Deutschland das Wechselkennzeichen eingeführt

Mehrere Autos mit einem Kennzeichen betreiben - jetzt auch in Deutschland möglich

Die Schweiz und Österreich haben es schon lange. Deutschland erst seit dem 1. Juli 2012: Das Wechselkennzeichen. Damit ist es möglich, zwei Fahrzeuge mit nur einem Kennzeichen zu betreiben – allerdings nicht gleichzeitig, sondern wechselweise. Anders als in den Nachbarländern, dürfen hierzulande unterschiedliche Fahrzeugklassen aber nicht miteinander kombiniert werden. Klassiker, wie etwa Auto und Motorrad, sind also nicht erlaubt.

Mögliche Kombinationen

Laut ADAC sind es drei Fahrzeugklassen innerhalb derer gewechselt werden kann.  Die Klasse M1. Hier können sämtliche PKW mit bis zu acht Sitzplätzen plus Fahrersitz sowie Wohnmobile miteinander kombiniert werden. Die Klasse L gilt für Motorräder, Quad, Trikes und Leichtkrafträder. Die Klasse 01 kombiniert Anhänger mit je bis zu 750 Kilogramm zulässiges Gesamtgewicht.

Übrigens sind nur „normale“ und „H-Kennzeichen“ für historische Fahrzeuge, also Oldtimer, als Wechselkennzeichen zugelassen. Andere Sonderkennzeichen, wie Saisonkennzeichen, Rote Kennzeichen, Kurzzeitkennzeichen und Ausfuhrkennzeichen sind zum Wechseln ausgeschlossen.
Die Zulassung einer Wechselflotte kostet rund 65 Euro für die Verwaltung plus rund 40 Euro für die Nummernschilder, insgesamt also 105 Euro. Dafür erhält jedes Fahrzeug der Wechselflotte ein individuelles Kennzeichen, das aus zwei Teilen besteht. Einem festen Bestandteil mit HU-Plakette, der am Fahrzeug verbleibt und einem Wechselteil mit Zulassungsplakette, der abwechselnd für je ein Fahrzeug genutzt wird. Zwar gelten beide Fahrzeuge als rechtlich zugelassen. Aber nur das Fahrzeug mit vollständigem Kennzeichen darf auch am Straßenverkehr teilnehmen und auf öffentlichen Straßen parken. Halter einer Wechselflotte benötigen also einen privaten Abstellplatz für das gerade nicht genutzte Fahrzeug, ansonsten droht ein Bußgeld zwischen 40 und 50 Euro sowie ein Punkt in Flensburg.

Sparmöglichkeiten

Anders als beim Saisonkennzeichen können beide Fahrzeuge das ganze Jahr über gefahren werden. Wer sein Cabrio also auch mal an einem schönen Wintertag herausholen möchte oder einen spontanen Kurztrip mit dem Wohnmobil plant, hat mit dem Wechselkennzeichen die Möglichkeit dazu. Da die beiden Fahrzeuge ja nicht gleichzeitig, sondern wechselseitig genutzt werden und somit nicht öfter oder weiter gefahren werden, bieten die Versicherer teilweise vergünstigte Beiträge in der Kfz-Haftpflichtversicherung an. Hier kann man - je nach Fahrzeugkombination und Kaskoklasse - kräftig sparen. Ein Beispiel: Die Versicherung für einen Mercedes E220 und einen VW Polo mit normalem Standardkennzeichen kostet bei der ADAC Autoversicherung rund 1366 Euro jährlich. Mit dem Spezialtarif für Wechselkennzeichen fallen für diesselben Autos nur noch rund 870 Euro an. Das ergibt eine Ersparnis von fast 500 Euro!

Wechselkennzeichen - Nachteile

Leider gibt es in Deutschland - anders als in den benachbarten Alpenländern - für das Wechselkennzeichen keine steuerlichen Vergünstigungen. Auch sind die Kombinationsmöglichkeiten stark eingeschränkt und bislang nicht mehr als zwei Fahrzeuge zum Wechseln erlaubt. Eine private Abstellmöglichkeit ist unbedingt erforderlich. Für Familien, die in einer Stadtwohnung leben, oft nicht realisierbar.
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