Schnell die schönsten Urlaubsfotos per Handy nach Hause schicken? Das kann 50 oder 15 Euro kosten – sogar beim gleichen Anbieter. Geldsparen hilft, Handy-Fallen im Urlaub zu vermeiden.
Surfen am Swimmingpool Urlaub
Gerade Kinder und Jugendliche haben einen Riesenspaß daran, auch im Urlaub mit ihren Handys oder Smartphones stets in Kontakt mit den Freunden daheim zu bleiben - und das kann eine böse Überraschung auf der Telefonrechung geben, wenn die Eltern heimkehren. Vor allem bei Reisen außerhalb der Europäischen Union ist Vorsicht geboten.

„Wer Handy oder Smartphone im Urlaub benutzen möchte, sollte sich vor Reisebeginn nach den genauen Kosten und Sparoptionen erkundigen“, sagt Petra von Rhein, Telekommunikations-Expertin der Verbraucherzentrale Bayern.

Vorgaben der EU

Die schlimmsten Rechnungsschocks nach dem Urlaub gehören zwar innerhalb der EU der Vergangenheit an, doch Sparpotential gibt es dennoch jede Menge. Datenverbindungen werden im EU-Ausland ab 59,90 Euro für Daten-Roaming unterbrochen. Auch die Weiterleitung auf die Handy-Mailbox ins EU-Ausland muss kostenlos erfolgen. Nur für das Abfragen der Nachrichten dürfen die Anbieter dann noch Geld nehmen. Also am besten die Box ganz abschalten.

Anrufe aus der EU nach Deutschland dürfen 46,41 Cent (netto 39 Cent) und angenommene Gespräche 17,85 Cent (netto 15 Cent) pro Minute kosten. Der Preis für eine SMS aus dem EU-Ausland liegt bei 13,09 Cent (netto 11 Cent). Diese Preisgrenzen gelten aber nur, wenn man im Standard-EU-Tarif telefoniert. Wer sich für einen speziellen Auslandstarif entschieden hat, telefoniert und surft zu anderen Preisen. Ob diese Optionen wirklich günstiger sind, hängt vom Nutzungsverhalten ab. Zum ersten Juli 2012 werden die Preise im Standard-EU-Tarif aufgrund von Vorgaben der Europäischen Kommission erneut gesenkt.

Handy-Tarif Vergleich

Dieser Tarif passt am besten zu Ihnen
Abgehende Anrufe dürfen dann maximal 34,51 Cent (netto 29 Cent) pro Minute kosten, eingehende Anrufe 9,52 Cent (netto 8 Cent). Für den SMS-Versand dürfen die Anbieter dann nur noch 10,71 Cent (netto 9 Cent) nehmen. Auch für die mobile Datennutzung gibt es ab Juli eine Preisgrenze pro verbrauchtem Megabyte: 83,3 Cent (netto 70 Cent). Wer ein Smartphone nutzt, sollte sich dennoch bei seinem Anbieter erkundigen, ob es spezielle Datenpakete fürs Ausland gibt. Alternativ kann man die Datenverbindung auch während des Urlaubs abschalten.

Beispiel T-Mobile

Im Tarif „T-Mobile Weltweit“ kostet eine Gesprächsminute aus der EU nach Deutschland 41 Cent pro Minute und aus China 2,99 Euro pro Minute. Entscheidet man sich stattdessen für den Tarif „Smart Traveller“, dann kosten die Gespräche aus der EU nur noch 29 Cent pro Minute hinzu kommt eine Gesprächsgebühr von 75 Cent. Diese fällt bei Anrufen aus China nicht an, dafür kostet die Gesprächsminute 2,99 Euro.
 
Spezialisierte Anbieter

Eine Alternative gerade für Reisen außerhalb der Europäischen Union sind auf Auslandstelefonate spezialisierte Prepaid-Discounter wie Solomo und Tourist Mobile. So nimmt Solomo für Anrufe aus China ins deutsche Festnetz 1,09 Euro pro Minute. Tourist Mobile verlangt einen Minutenpreis von 99 Cent. Die günstigen Gesprächspreise gelten nur, wenn das sogenannte Callback-Verfahren genutzt wird. Der Anrufer wählt die gewünschte Rufnummer, legt auf und wartet auf den automatisierten Rückruf.

Spartipp: Die Sim-Karte im Ausland

Ebenfalls sparen können Reisende außerhalb der EU, wenn sie im Reiseland eine Prepaid-Karte kauft und ins eigene Handy einlegen. Das funktioniert nur, wenn das Handy Simlock-frei ist, also für die Sim-Karten aller Anbieter freigeschaltet ist. Der Vorteil: Eingehende Gespräche sind kostenlos. Anrufer aus Deutschland sollten dann eine Billigvorwahl für Mobilfunkgespräche für das entsprechende Land nutzen, die man in unserem Internet-Angebot findet.
Fünf Tipps zum Datensparen im Urlaub


In den meisten Mobilfunktarifen erfolgt die Abrechnung pro verbrauchten Datenvolumen, also pro Megabyte - aber meist nur im Inland. Darum sollten Sie gerade im Urlaub den Datenverbrauch gering halten, denn so surft es sich schneller und damit auch kürzer. Das sollten Sie beachten:

1. E-Mails: Kopfzeilen abrufen

Wer von unterwegs seine E-Mails liest, sollte den Mail-Empfang so einstellen, dass jeweils nur die Kopfzeilen der Mails übermittelt werden. Ist eine interessante Mail dabei, ruft man einfach den Rest der Nachricht ab. So erspart man sich, dass auch noch die letzte Werbe-Mail kostspielig aufs Handy geladen wird.

2. Optimierte Websites besuchen

Viele Internet-Firmen haben inzwischen fürs Handy optimierte Websites, die sich optimal den kleinen Displays anpassen und gleichzeitig sparsam im Datenverbrauch sind. Dazu gehören etwa biallo.de/mobil, mobil.tagesschau.de oder m.spiegel.de.

3. Bilder ausschalten

Da es nicht alle Websites speziell fürs Mobiltelefon gibt, kann man stattdessen auch im Browser die Bildanzeige ausschalten. Das reduziert zwar die Attraktivität der Webseiten, spart aber Daten und damit Geld. Einfach geht das Datensparen mit dem Browser Opera Mobile. Dieser komprimiert die empfangenen Daten, bevor sie auf das mobile Gerät übertragen werden.

4. Automatische Updates

Einige Funktionen auf den neuen Mobiltelefonen haben die unangenehme Eigenschaft, Datenverkehr zu produzieren, ohne dass die Handy-Nutzer es mitbekommen. Dazu gehören automatisierte Updates von Virensoftware, aber auch scheinbar harmlose Funktionen wie die Wettervorhersage auf dem Handy-Display.

Wer solchen ungewünschten Datenverkehr vermeiden möchte, sollte automatische Updates weitestgehend ausschalten. Alternativ kann man auch den gesamten Datenverkehr auf dem Handy blockieren. Wie das geht, erfährt man über die Kunden-Hotline oder das Handy-Handbuch.

5. WLAN nutzen

Viele Handys sind inzwischen WLAN-fähig. Vorteil: Wer im Hotel einen Internet-Hotspot hat, kann wichtige Abrufe dort ausführen, anstatt für die Datenübertragung teures Geld an den Mobilfunkanbieter zu zahlen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Caroline Benzel mein Name ist Caroline Benzel. Nach meinem Studium der Publizistik habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de informiere ich Sie zum Thema Mobilfunk. Ob LTE, NFC oder UMTS – ich weiß, was diese Abkürzungen bedeuten und wann sie für Sie wichtig sind.

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