Sandra Petrowitz
Ein Beitrag von Sandra Petrowitz, 05.07.2012

Reiseplanung Tipps zur sicheren Online-Buchung

Drei Viertel aller Internetnutzer besorgen sich laut "Reiseanalyse 2011" im weltweiten Datennetz Informationen rund um ihren Urlaub – und jeder Dritte bucht auch gleich online oder per E-Mail. Doch so bequem und einfach die Buchung per Mausklick sein kann, so schwierig ist es mitunter, seri├Âse von unseri├Âsen Anbietern zu unterscheiden und zu beurteilen, worauf man bei einer Internet-Reisebuchung unbedingt achten sollte.
Reise Verbraucher Geldsparen.de
Die Reiseschiedsstelle und die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen haben eine ganze Reihe n├╝tzlicher Tipps zusammengetragen. Wer sie befolgt, hat gute Chancen, dass die Onlinebuchung ohne Probleme ├╝ber die B├╝hne geht. Denn nach den Erfahrungen der Reiseschiedsstelle, die bei Problemen zwischen Urlaubern und Internet-Reiseveranstaltern oder -Reisevermittlern wie Expedia oder Opodo schlichtet, lie├čen sich die meisten Fehler bei Online-Reisebuchungen recht einfach vermeiden.

Tipp 1: Texte genau lesen

Klingt banal, ist es aber nicht: Bevor man mit einem Mausklick bei einer Frage antwortet, sollte man sich die Texte genau durchlesen. An ein „Ja“ oder „Nein“ ist man n├Ąmlich zun├Ąchst gebunden. Das gilt insbesondere f├╝r die Allgemeinen Gesch├Ąftsbedingungen (AGB), die man sich tats├Ąchlich zu Gem├╝te f├╝hren sollte statt sie einfach nur "wegzuklicken" – wer per Mausklick best├Ątigt hat, die AGBs zur Kenntnis genommen zu haben, kann sp├Ąter nicht behaupten, er w├Ąre damit nicht einverstanden gewesen.

Tipp 2: Auf die Anbieterkennzeichnung achten


Egal ob Nachfrage, Umbuchung oder Reklamation: Der Reiseanbieter ist f├╝r Reisende der erste Ansprechpartner. Deshalb sollten die Anbieterdaten bekannt sein. Webseiten mit Reiseangeboten werden h├Ąufig von Reisevermittlern betrieben, funktionieren also wie ein Reiseb├╝ro. Vertr├Ąge ├╝ber die jeweiligen Reiseleistungen werden allerdings in der Regel zwischen dem Kunden und demjenigen abgeschlossen, der die Leistung erbringt – also etwa dem Pauschalreiseveranstalter, der Fluggesellschaft oder dem Eigent├╝mer der Unterkunft. Aus den Angaben sollte eindeutig hervorgehen, wer die angebotene Reiseleistung erbringt und f├╝r eventuelle M├Ąngel haftet. Je nachdem, ob Sie es mit einem Veranstalter in Deutschland oder einem Vertragspartner im Ausland zu tun haben, ist es n├Ąmlich unterschiedlich schwierig, Anspr├╝che durchzusetzen.

Tipp 3: Reiseinformationen ├╝berpr├╝fen

Im Internet angebotene Pauschalreisen unterliegen denselben Anforderungen wie ein gedruckter Reisekatalog – die wesentlichen Merkmale einer Reise m├╝ssen genannt sein. Dazu geh├Âren zum Beispiel das Reiseziel, Unterbringung und Verpflegung, Reiseroute, Transportmittel, Reisepreis, Pass- und Visumerfordernisse sowie die vorgeschriebenen Impfungen. Faustregel: Je mehr Einzelheiten man erf├Ąhrt, desto besser.

Tipp 4: Wichtige Informationen ausdrucken

Wichtige Dokumente wie die Buchungsbest├Ątigung, die akzeptierten AGBs, Hotelbeschreibungen, Flugnummer etc. sollte man unbedingt ausdrucken. Eventuell ist es auch ratsam, Screenshots anzufertigen. Bei R├╝ckfragen, Umbuchungen, Reklamationen oder Streitigkeiten ist es unerl├Ąsslich, dass der Reisende die vereinbarten Eckdaten nachweisen kann! Ebenfalls wichtig: Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer des Anbieters ausdrucken, damit eine Kontaktaufnahme jederzeit m├Âglich ist – es kann ja durchaus mal passieren, dass die Internetverbindung streikt. Wer dann eine wichtige Frage zu seiner Reise hat, aber nicht wei├č, wie er Veranstalter oder Vermittler erreichen kann, wird sich mehr als nur ├Ąrgern.

Tipp 5: E-Mail-Adresse kontrollieren

Bei der Buchung via Internet ist die Angabe einer E-Mail-Adresse unerl├Ąsslich. Umso wichtiger ist es, dass diese Angabe auch stimmt – viele Probleme resultieren nach der Erfahrung der Reiseschiedsstelle aus fehlerhaften Daten. Deshalb: Punkte, Binde- und Unterstriche oder Domain-Endungen richtig und vollst├Ąndig einsetzen, das E-Mail-Postfach regelm├Ą├čig kontrollieren und vorsichtshalber den Spam-Filter pr├╝fen, wenn der Verdacht besteht, dass eingehende Mails dort h├Ąngenbleiben. Alternativ kann man bei seinem E-Mail-Anbieter h├Ąufig auch eine Liste derjenigen Mailadressen erstellen, deren Nachrichten immer in den Posteingang gelenkt werden sollen. Und: Wer bei der Buchung eine E-Mail-Adresse angibt, muss daf├╝r sorgen, dass der elektronische Briefkasten auch regelm├Ą├čig geleert wird.

Tipp 6: Reisepreis-Sicherungsschein anfordern
 
Ein Sicherungsschein sch├╝tzt den Reisenden bei einem Konkurs des Reiseunternehmens. Pauschalreisen sollte man grunds├Ątzlich erst bezahlen, wenn man diesen Sicherungsschein hat – vorher d├╝rfen Veranstalter und Reiseb├╝ro weder den vollst├Ąndigen Reisepreis noch eine Teilzahlung verlangen.

Tipp 7: Auf Datensicherheit achten

Pers├Ânliche Daten wie Name, Alter, Geburtsdatum, Adresse und Bankverbindung sollten nur verschl├╝sselt versandt werden – andernfalls k├Ânnen sie leicht f├╝r kriminelle Zwecke missbraucht werden. Dass die Daten├╝bertragung verschl├╝sselt ist, erkennt man am Schloss- oder Schl├╝ssel-Symbol auf dem Rahmen des Internet-Browsers (geschlossen: Seite wird gesch├╝tzt ├╝bertragen; offen: Seite wird ungesch├╝tzt ├╝bertragen). Und: Statt mit „http“ beginnen gesicherte Seiten mit „https“.

Tipp 8: Vorsicht beim Scrollen

Auswahlmen├╝s zum Scrollen haben ihre T├╝cken. Achten Sie peinlich genau darauf, dass Sie bei der Eingabe von Daten in eine Buchungsmaske nicht versehentlich in der Zeile verrutschen und pl├Âtzlich und unbemerkt ein falsches Abflugdatum oder den falschen Abflughafen eingeben. Lieber einmal mehr kontrollieren!

Tipp 9: Alle Namen richtig geschrieben?


Auch das klingt wie eine Banalit├Ąt, aber Nachl├Ąssigkeit kann teuer werden: Falsch geschriebene Namen der Reiseteilnehmer auf Flugtickets und Reiseunterlagen lassen sich in aller Regel nicht ohne Weiteres ├Ąndern. Achten Sie daher darauf, dass Ihnen bei der Eingabe keine Fehler unterlaufen; besonders t├╝ckisch sind Buchstaben- oder Zahlendreher, die man nicht gleich bemerkt.

Tipp 10: Fehlerfreie Adresse angeben

Was f├╝r E-Mails gilt, gilt auch woanders: Stimmt die postalische Adresse nicht, k├Ânnen wichtige Reisedokumente unter Umst├Ąnden erst zu sp├Ąt oder gar nicht zugestellt werden. Vollst├Ąndige und eindeutige Adressangaben sind daher unerl├Ąsslich. Im Zweifelsfall lieber den kompletten Stra├čennamen angeben ("Albert-Schweitzer-Stra├če") statt einer Kurzform, die zu Verwechslungen f├╝hren kann ("Schweitzer-Stra├če").

Tipp 11: Ausreichendes Kreditkarten-Limit sicherstellen

Bei Internetbuchungen zahlt der Kunde h├Ąufig per Kreditkarte. In diesem Zusammenhang ist wichtig, dass der Kreditkartenrahmen ausreicht, um die gebuchten Leistungen zu bezahlen. Bei einem Kreditkarten-Limit von 1.000 Euro und einem Flug f├╝r 1.300 Euro kann es passieren, dass die Zahlung wegen unzureichender Deckung zur├╝ckgewiesen wird. Dann gibt es auch erstmal kein Ticket, und bis diese Probleme gekl├Ąrt sind, kann es dauern. Ebenfalls wichtig: ├ťberpr├╝fen Sie, dass alle Angaben zur Kreditkarte (Nummer, Name des Kreditkartenhalters, Sicherheitscode) mit den auf der Karte aufgedruckten Daten ├╝bereinstimmen.

Tipp 12: Bleiben Sie erreichbar


Nicht umsonst fragen Reiseveranstalter und Reisevermittler nach einer Telefonnummer. Geben Sie einen Anschluss an, auf dem Sie auch tats├Ąchlich erreichbar sind oder zumindest ein Anrufbeantworter sicherstellt, dass keine Informationen ├╝ber entgangene Anrufe verlorengehen. Wenn man Sie unterwegs im Urlaub erreichen k├Ânnen soll, etwa um Ihnen ge├Ąnderte Flugzeiten mitzuteilen, ist die Angabe einer Mobilfunk-Nummer hilfreich.

Liebe Leserinnen und Leser,

Sandra Petrowitz mein Name ist Sandra Petrowitz. Als begeisterte Weltenbummlerin k├╝mmere ich mich bei geldsparen.de vorrangig um die Themen Reisen und Mobilit├Ąt.

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Leserkommentare

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27.07.2010 09:17 Uhr
asia-afrika-fan: Tipps 4 und 5
Besonders Tipp 4 und 5 finde ich sehr wichtig. Mit falsch angegeben Kontaktdaten kann man natürlich weder vom Reisebüro noch vom Reiseveranstalter schnell kontaktiert werden. In Zeiten von digitalen Bestätigungen, Rechnungen und Reiseunterlagen steht man sonst recht schnell ahnungslos da. Schlimm wird es, wenn man dann eine vermeintlich neue Reise bucht - am Ende hat man zwei Urlaube zu zahlen/reisen. Da ist es schon gut, wenn man noch einmal nachfragen kann, wie es um die Buchung steht.


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