Anja Lang
Ein Beitrag von Anja Lang, 18.12.2013

Neues für Autofahrer Das ändert sich 2014

Von Warnwestenpflicht bis Punktereform: Die wichtigsten Änderungen, die im nächsten Jahr auf Autofahrer zukommen.
Neues für Autofahrer: Das ändert sich 2014

Für Autofahrer ändert sich 2014 einiges: Zum Beispiel werden die Knöllchen teurer

Mit dem Jahreswechsel dürfen sich Autofahrer wieder auf eine ganze Anzahl von Änderungen einstellen. Einiges wird teurer, manches wird Pflicht, vieles bleibt aber auch gleich.

Die wichtigste Änderung ist wohl für viele Autofahrer die Reform des Punktesystems. Zudem werden die Bußgelder teurer und die Kfz-Steuer wird für etliche Fahrzeuge angehoben.

Die Änderungen und wie Autofahrer davon zukünftig betroffen sind im Überblick:

Reform des Punktesystems

Eine der wichtigsten Neuerungen 2014 dürfte für Autofahrer die Reformierung des Punktesystems sein. Ab Mai 2014 ist dann bereits bei acht und nicht mehr erst, wie bisher, bei 18 Punkten der Führerschein weg.

Allerdings wird auch neu gerechnet: So gibt es, je nach Schwere der Verkehrsverstöße, dann nur noch ein bis drei Punkte, statt bisher bis zu sieben. Außerdem verjährt jeder Verstoß für sich – unabhängig von neuen Verstößen – je nach Schwere nach zweieinhalb, fünf oder zehn Jahren. Bislang verlängert sich mit jedem neuen Verstoß die Verjährung alter Punkte.

Die Möglichkeit den Kontostand zu reduzieren bleibt. Bis höchstens fünf Punkten können Verkehrssünder durch freiwillige Schulungen einmal in fünf Jahren ihr Punktekonto um einen Punkt reduzieren. Kostenpunkt, laut ADAC, um die 400 Euro. Bestehende Punkte werden ab Mai automatisch von der 18-stelligen Skala in die achtstellige übertragen. Nicht sicherheitsgefährdende Verstöße, wie etwa das Einfahren ohne Plakette in eine Umweltzone, werden gelöscht und auch nicht mehr neu eingetragen.

Bußgelder werden teurer

Gleichzeitig mit der Punktereform, werden auch Änderungen im Bußgeldkatalog wirksam. So kostet es demnächst 60 Euro, statt bisher 40 Euro, wenn man mit Handy am Steuer erwischt wird. Dasselbe gilt für Fahren ohne Winterreifen bei Eis und Schnee sowie die Autofahrt mit nicht richtig gesicherten Kindern. Wer ohne korrekte Plakette in eine Umweltzone fährt, dem drohen bald schon 80 Euro statt bisher 40 Euro. Dafür gibt es aber, anders als bisher, dafür keinen mehr Punkt in Flensburg.

Kfz-Steuer steigt 2014

2014 steigt für die meisten Fahrzeughalter die Kfz-Steuer. Denn der Grenzwert für den Kohlendioxidausstoß wird weiter verschärft. So sinkt die Abgasgrenze von bisher 110 Gramm auf dann nur noch 95 Gramm Kohlendioxid pro gefahrenen Kilometer.

Das heißt, dass für jedes Gramm Kohlendioxid über 95 Gramm, zwei Euro Steuer bezahlt werden müssen. Diese Regelung gilt für Diesel wie Benziner. Werte unterhalb von 95 Gramm Kohlendioxidausstoß pro gefahrenen Kilometer erreichen bislang nur Kleinstwagen und Elektrofahrzeuge.

Warnweste wird in jedem Fahrzeug Pflicht

Ab Juli 2014 gilt dann auch hierzulande die Warnwestenpflicht. In jedem Fahrzeug muss dann eine Warnweste, entsprechend der europäischen Norm EN 471, liegen. Motorradfahrer bleiben, laut ADAC, von dieser Pflicht aber ausgenommen.

Änderungen im Ausland

In der Schweiz gilt ab 1. Januar 2014 die Lichtpflicht am Tag. Ausgenommen hiervon sind nur Fahrzeuge, die vor dem 1. Januar 1970 zum ersten Mal zugelassen wurden. Für Fahranfänger, Fahrlehrer und Berufskraftfahrer gilt zudem ab Anfang Januar eine strikte Promille-Grenze von 0,1.

In Polen soll 2014 das Netz der mautpflichtigen Straßen ausgeweitet werden.

Der EU-weite Halterdatenaustausch wird 2014 bei acht verkehrssicherheitsrelevanten Verstößen (z.B. Geschwindigkeitsüberschreitungen, Rotlicht- und Überholverstößen) durchgeführt. Die EU-weite Verfolgung von Verkehrssündern wird damit noch schneller und effektiver. Betroffene Verkehrssünder werden dann auch in ihrer Landessprache über ihren Verstoß sowie ihre Rechte informiert.

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Leserkommentare

 

29.12.2013 10:00 Uhr
hoerner: Neue rechte udn Pflichten KFZ 2014
Schön übersichtlich. Danke. Mir fehlt noch die Links zur Vertiefung für einzelene Fragen. M.Hoe

28.12.2013 16:14 Uhr
erasmus: KFZ-Steuer steigt
Wieder eine Idee der Bürokraten, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Da kauft man sich ein Auto das wenig Schadstoffe im Abgas hat und trotzdem muss man mehr bezahlen. Wir zahlen schon genug Steuern u. Mineralölsteuer ect. Würde man all das Geld für Strassenbau nehmen, würde das ausreichen. Leider werden aber mit dem Geld 90 Milliarden nur etwa 40 Milliarden für Verkehrsanliegen ausgegeben. Mit dem Rest werden andere Haushaltslöcher gestopft. Darüber sollten die Medien mehr berichten. Dieses Thema kommt zu kurz.


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