Von SP-X, 19.11.2014

Vorsicht Nebenwirkung Medikamente im Straßenverkehr

Bei einer Erk√§ltung greifen viele Autofahrer zu Tabletten. Diese k√∂nnen die Verkehrst√ľchtigkeit so stark einschr√§nken, dass der F√ľhrerschein in Gefahr ist.
Vorsicht Nebenwirkung Medikamente im Straßenverkehr

Besser vor der Medikamenteneinnahmen den Beipackzettel zur Fahrt√ľchtigkeit studieren

Mit dem Winter kommt die Erkältungszeit. Kranke Autofahrer, die sich mit Medikamenten Linderung verschaffen, sollten aber die Beipackzettel genau studieren. Denn einige Arzneien können die Fahrtauglichkeit erheblich einschränken. Als besonders gefährlich gelten etwa Schlafmittel. Psychopharmaka, Beruhigungs- und Schmerzmittel sind ebenfalls als bedenklich eingestuft. Es gibt aber auch rezeptfreie Medikamente, die die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr beeinflussen.
Vorsicht ist vor allem bei Hustensaft geboten, enthalten doch viele Pr√§parate Alkohol. Zwar gibt es mittlerweile zahlreiche Produkte, die ohne diese Beigabe auskommen. Es sind aber weiterhin auch S√§fte zu bekommen, bei denen irgendwo in den langen Texten des Beipackzettels der Hinweis auf das eine oder andere Prozent Alkohol zu finden ist. Nun wird niemand so viel Hustensaft nehmen, dass er davon ins Lallen kommt. Aber es geht nicht um die reine Menge des Alkohols. Abgesehen davon, dass Erk√§ltungsmittel oft auch m√ľde machen, ist da noch das Thema Wechselwirkung. So besagt der schon erw√§hnte Beipackzettel auch, dass dieses Arzneimittel auf keinen Fall in Kombination mit Alkohol eingenommen werden soll, weil das die Wirkung beeinflussen kann.

Aber selbst einzeln harmlose Mittel k√∂nnen in ung√ľnstiger Kombination die Sinne benebeln. Die Wechselwirkungen von Nasentropfen, Kopfschmerztabletten und Grippemitteln sind selbst von Experten schwer einsch√§tzbar – vor allem nicht, wenn der Organismus sowieso schon geschw√§cht ist.

Unter Medikamenteneinfluss fahren zählt wie Fahren auf Drogen

Wer sich √ľber die Wirkung der eingenommenen Arzneien nicht sicher ist, sollte im Zweifelsfall lieber auf das Auto verzichten. Denn wer unter Medikamenteneinfluss mit unsicherer Fahrweise auff√§llt oder gar einen Unfall baut, muss mit den gleichen Strafen rechnen wie jemand, der mit Drogen am Steuer erwischt wird. Die m√∂gliche Spanne reicht von Punkten in Flensburg und Fahrverbot bis zu F√ľhrerscheinentzug und Medizinisch-Psychologischer Untersuchung. Zudem kann der Versicherungsschutz verloren gehen.
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