Von Peter Klanet, 16.11.2008 (Aktualisiert 18.04.2016)

Mietwerkstätten Schrauben und spachteln unter Profibedingungen

Die Autos auf Deutschlands Straßen werden immer älter: Der Durchschnitt liegt bei acht Jahren. Gerade bei älteren Wagen sinkt die Lust, teure Servicearbeiten in der Werkstatt erledigen zu lassen. Garantieansprüche gibt es keine mehr zu verlieren, und bei Stundensätzen weit jenseits der 50 Euro müssen viele Autobesitzer genau aufs Geld schauen.
Mietwerkstätten Schrauben und spachteln unter Profibedingungen
Wer handwerklich geschickt ist und Geld sparen will, kann viele Arbeiten am Auto selbst erledigen. Sei es die gründliche Aufbereitung vor dem Verkauf, die Beseitigung eines kleinen Unfallschadens oder auch umfangreichere Wartungs-, Reparatur- oder Verschönerungsarbeiten. Doch wenige Autofahrer haben eine ausreichend große (und beheizbare) Garage. Die Straße als Alternative scheidet bei umfangreicheren Arbeiten aus, vor allem in der kalten Jahreszeit. Eine sinnvolle Alternative sind Mietwerkstätten.

In der Werkstatt auf Zeit gibt es meist eine Reihe von Arbeitsplätzen, auch Hebebühnen und Gruben sowie eine gute Ausstattung an Werkzeug bis zur Lackierkabine und Schweißgerät. Von unschätzbarem Wert kann es sein, wenn der Betreiber der Mietwerkstatt bei Problemen mit Tipps weiterhelfen kann oder bei komplizierteren Arbeiten auch mal mitanfasst. Allerdings sollte man sich vorher erkundigen, wie teuer die Profihilfe wird.

Wir haben eine Linkliste mit 50 Adressen von Mietwerkstätten quer durchs Bundesgebiet für Sie zusammengestellt. Allerdings dürften sich je nach Region in den Gelben Seiten des Telefonbuchs, im Autoteil der Tageszeitung oder in Anzeigenblättern weitere Werkstätten finden lassen. Oft kennen auch Betreiber von Tankstellen die Mietwerkstätten des Umkreises. Bei der Suche helfen kann auch das Mietwerkstattverzeichnis.

Kosten

Unter der Woche ist in den Werkstätten weniger Betrieb als am Wochenende, wenn alle Autobastler zum Werkzeug greifen. Die Preise für eine Stunde in der Werkstatt unterscheiden sich kräftig. Die Stunde auf der Hebebühne ist im Einzelfall schon für weniger als 5 Euro zu bekommen, kann aber auch 14 Euro kosten. Je nach Anbieter ist im Entgelt für die Werkstattbenutzung auch ein Werkzeugsatz inklusive, andernorts muss er extra gemietet werden, wenn der Hobby-Schrauber nicht seine eigene Werkzeugkiste mitbringen kann. Über die Preise sollte man sich vorher schlau machen. Gemietet werden kann auch Spezialgerät, etwa zum Schweißen oder Lackieren.

Wer einen Platz in einer Mietwerkstatt bucht, sollte die Arbeiten gründlich planen. Fällt einem erst während der Demontage ein, dass ein Dichtungssatz oder ein Spezialwerkzeug benötigt wird, wird die Reparatur teurer - denn bis die Teile bestellt sind und eintreffen, steht das Auto womöglich nicht fahrbereit in der Werkstatt und die Uhr läuft weiter. So müssen um die 10 Euro Kosten eingeplant werden, wenn die Arbeiten abends nicht fertig werden und das Auto über Nacht in der Werkstatt stehen bleibt.

Vorbereitung

Also: Vorher gegebenenfalls eine Reparaturanleitung durcharbeiten und eine Liste der benötigten Teile und Werkzeuge zusammenstellen. Ersatzteilverkäufer im Fachhandel oder beim Vertragshändler sind mit gängigen Problemen oft vertraut und können sagen, was man für eine Reparatur an Dichtungen, Sicherungsringen, selbstsichernden Muttern oder speziellen Werkzeugen benötigt. Montageunterlagen, die Ersatzteilen beiliegen, vor Beginn der Arbeit gründlich durchlesen. Und natürlich gilt immer: Wer selber schraubt und dabei etwas am Auto kaputt macht, haftet auch selber für den Schaden. Die Betreiber der Mietwerkstätten stellen nur den Arbeitsplatz zur Verfügung.

Beim Besorgen der Ersatzteile kann der Vertragshändler weiterhelfen. Daneben hält der Zubehörhandel ein breites Angebot bereit, darunter auch Teile von denselben Herstellern, die die Automarke beliefern. Deshalb Preise vergleichen, wenn Service und Lieferfähigkeit gleich sind. Um No-Name-Produkte sollte man jedoch einen Bogen machen.

Bei sicherheitsrelevanten Ersatzteilen darf ohnehin nicht gespart werden. Bremsscheiben, Bremsbeläge, Radlager oder Antriebswellen grundsätzlich nur in Erstausrüster- oder Originalqualität kaufen. Eine Ausnahme sind Austauschteile, also aufbereitete Altteile wie Motoren, Lichtmaschinen oder Anlasser. Sie haben praktisch die gleiche Qualität wie Neuteile, sind deutlich billiger und werden oft mit Garantie geliefert. Erneuerte Elektrikbauteile etwa vertreibt Hersteller Bosch über seine Werkstätten.

Adressen von Mietwerkstätten (Auswahl):
 
 Baden-Württemberg
 
 Bayern
 
 Berlin & Brandenburg
 
Hamburg

 

Hessen
 
  • Edertal-Giflitz: Mietwerkstatt
  • Frankfurt: Autohobbymietwerkstatt
  • Großkrotzenburg: Kfz-Freiwerkstatt
  • Hanau: AMYS-Automietwerkstatt
  • Herborn: D-Heun
  • Kassel: MI-Interessengemeinschaft
  • Krombach: Kfz-Mietwerkstatt
 Niedersachsen
 
 Nordrhein-Westfalen
 
 Rheinland-Pfalz
 
 Saarland
 
 Sachsen
 
  • Demitz-Thumitz: Auto-Gretschel
  • Zwickau: Hobby-Garage
 Schleswig-Holstein
 
 Thüringen
 
  • Brotterode: Tomis Autoteile
  • Erfurt: Schrauberhalle
  • Jena: Mietwerkstatt Jena
  • Rudolstadt: Mon


 

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