Von Holger Holzer, 16.10.2012 (Aktualisiert 24.09.2015)

Hochdach-Kombis Die gĂŒnstige Familien-Alternative

Hochdachkombis sind fĂŒr Familien eine preiswerte Alternative zum Kompakt-Van. Die Familienautos mĂŒssen sich nicht verstecken. Wir stellen fĂŒnf Fahrzeuge vor.
Hochdach-Kombis Die gĂŒnstige Familien-Alternative

Hochdachkombis - prÀchtige Familienkarossen

Auch wenn Eltern auf Autokauf es vielen Hochdachkombis nicht mehr auf den ersten Blick ansehen: UrsprĂŒnglich sind sie Nutzfahrzeuge. Ohne RĂŒckbank und ohne hintere Seitenscheiben sind sie vor allem bei Handwerkern und Kurierdiensten als Arbeitstiere beliebt. Von den Transporter-Genen zeugen außerdem noch der eher ökonomisch-schmucklose Innenraum und meist eine starre Hinterachse mit Blattfedern – preiswert und von Vorteil bei schwerer Beladung, in Sachen Fahrkomfort gerade fĂŒr die Kinder auf der RĂŒckbank aber nicht die erste Wahl.

Damit sind zwar die Hauptnachteile dieser Kombi-Klasse genannt. Auf der Habenseite hingegen steht ein dickes Plus: viel Platz und faire Preise. Und das bietet gerade jungen Eltern viele Möglichkeiten.

Der vollwertige Familienfreund

Bestseller unter den Hochdachkombis ist seit Jahren der VW Caddy. Seit dem Facelift Ende 2010 trĂ€gt der kompakte Kasten das Golf-Familiengesicht und wartet mit einem verschönerten Innenraum auf. FĂŒr die Eltern vorn kommt da genau wie fĂŒr die Kinder kein MangelgefĂŒhl auf. Selbst Nappaledersitze sind zu bekommen – die wir aber fĂŒr Familien weniger empfehlen. Lobenswert ist auch der nun serienmĂ€ĂŸige Schleuderschutz ESP – vor allem bei Fahrzeugen mit hohem Schwerpunkt ein unverzichtbares Sicherheits-Plus. An praktischen Details gibt es zwei seitliche SchiebetĂŒren und eine ausbaubare RĂŒckbank. Auf Wunsch kann der Caddy auch mit verlĂ€ngertem Radstand und einer dritten Sitzbank geordert werden – praktisch fĂŒr die Fahrt mit den Kindern und ihren Freunden zum Fußballplatz.

Gewohnt umfangreich prÀsentiert sich die Motorenpalette, deren neun Triebwerke ein Leistungsband von 63 kW/85 PS bis 103 kW/140 PS abdecken. Selbst Allradantrieb und Erdgasmotor sind zu haben. Preislich gehört der VW aber zu den teureren Angeboten seiner Klasse: mindestens 16.904 Euro sind fÀllig. Gemessen am Kompakt-Van VW Touran, der mindestens 21.750 Euro kostet, ist der Caddy aber trotzdem fast noch ein SchnÀppchen.

Der Kinderschwarm

Zu den Klassikern unter den preiswerten Familienkutschen zĂ€hlt lĂ€ngst auch der Renault Kangoo. Zu Jahresbeginn frisch ĂŒberarbeitet strahlt er sympathischen Charme aus. Die freundlich blickenden Scheinwerfer dĂŒrften Kinderherzen im Sturm erobern. Und der Kangoo kann auch mal mit dem Gartenschlauch ausgespritzt werden, wenn die Kinder verschlammt herumgetollt sind. Mit einem Einstiegspreis von 14.990 Euro ist der Franzose zudem das gĂŒnstigste Angebot im Wettbewerbsumfeld, mit nur 4,21 Metern LĂ€nge (der Caddy ist schon in der Kurzversion 20 Zentimeter lĂ€nger) aber auch der Kleinste. Trotzdem ist dank des hohen Dachs im Innenraum reichlich Platz.

Da fĂ€llt es auch nicht stark ins Gewicht, dass die VariabilitĂ€t eher durchschnittlich ist. So lĂ€sst sich die RĂŒckbank gar nicht ausbauen, und eine zweite SchiebetĂŒr gibt es nur gegen Aufpreis. Immer an Bord ist dafĂŒr der Schleuderschutz ESP. Drei Motoren stehen zur Wahl: ein Benziner mit 78 kW/106 PS Leistung sowie zwei Diesel mit 66 kW/90 PS beziehungsweise 81 kW/110 PS.

Die pfiffigen Familienfreunde

Dass die Franzosen ein Faible fĂŒr Hochdachkombis haben, sieht man auch im PSA-Konzern. Dort treten die nahezu baugleichen Modelle Citroen Berlingo und Peugeot Partner Tepee an. Zu den StĂ€rken der 4,38 Meter langen Zwillinge gehört der große und praktische Innenraum: die RĂŒckbank kann umgeklappt und ausgebaut werden, gegen Aufpreis ist eine dritte Sitzreihe zu haben, die sich im Kofferraumboden versenken lĂ€sst. Weitere gerade fĂŒr Kinder pfiffige Extras wie Klapptische an den RĂŒckenlehnen der Vordersitze oder auch eine Dachreling sind den höheren Ausstattungsvarianten vorbehalten, auch die zweite SchiebetĂŒr im Fond kostet bei beiden Modellen Aufpreis.

Ohne Extra-Kosten hingegen gibt es seit vergangenem Jahr das ESP. FĂŒr den Antrieb stehen jeweils zwei Benziner mit 73 kW/98 PS und 88 kW/120 PS sowie drei Diesel mit Leistungswerten zwischen 55 kW/75 PS und 82 kW/112 PS zur Wahl. Den Partner gibt es ab 16.950 Euro, den Berlingo ab 40 Euro mehr.
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