Peter Wei├čenberg
Ein Beitrag von Peter Wei├čenberg, 02.09.2014

Autokauf So finden Sie das beste Familienauto

Wer bei der Auswahl des neuen Familienautos wei├č, was wirklich z├Ąhlt, findet das beste Fahrzeug f├╝rs Geld. Das sind die wichtigsten Kriterien:
Platz ist das Wichtigste: Goldene Regeln f├╝rs Familienauto

Platz ist das wichtigste: Familien sollten beim Autokauf so einiges beachten, damit Sie lange daran Spa├č behalten

Eine Sache brauchen Familien beim Kauf eines neuen Autos besonders; das wei├č Hubert Paulus. Der Ingenieur ist schlie├člich Tester im Technik-Zentrum des ADAC in Landsberg am Lech. Dort bekommt er Dutzende Modelle aller Hersteller in seine genormten Testzyklen.

Ein wichtiger Punkt ist dabei die Familientauglichkeit. "Dabei gibt es ganz offensichtliche
Kriterien – und solche, die der Kunde zu wenig bedenkt." Und es gibt eben die eine Sache, die durch nichts zu ersetzen ist: Platz.

Was sonst noch eine Rolle spielt? Das zeigen unsere ...
 ... wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines Familienautos

1. Platz

"Platz, Platz, Platz – das sind schon fast die drei wichtigsten Punkte beim Autokauf f├╝r die Familie", so Paulus. Er erlebt regelm├Ą├čig, dass sich da gerade junge Eltern versch├Ątzen. Wenn sie sich wegen Nachwuchs vom geliebten Roadster trennen m├╝ssen, dann kauft der Vater beispielsweise eine verh├Ąltnism├Ą├čig preiswerte Flie├čheck-Limousine – wegen der praktischen gro├čen Heckklappe. Auch ein Kombi der Kleinwagen-Klasse sei schon mal gefragt. Billig, wendig, praktisch. Aber in beiden F├Ąllen eher nur theoretisch gut geeignet.

2. H├Âhe

Kompakte Kombis oder Flie├čheck-Fahrzeuge sind nicht unbedingt die beste Wahl f├╝r junge Familien. Beim Flie├čheck sagt das schon der Name: Im Gegensatz zum klassischen Kombi ist die Ladefl├Ąche in der H├Âhe nicht so weit nutzbar. Beim kleinen Kombi ist das zwar anders - aber er bleibt eben klein. "Doch schon mit einem Kind nimmt der Platz rapide zu; da d├╝rfen Eltern nicht allein den dritten Sitzplatz des Spr├Â├člings einrechnen", so Paulus.

3. Sitze

Wer ein Kind hat, der hat ziemlich schnell auch weitere Kinder im Auto – wegen der Fahrgemeinschaft Richtung Krippe, Schule oder Fu├čballplatz. Und au├čerdem nimmt der Bedarf an zus├Ątzlichem Raum f├╝r Kinderwagen, Spielzeug oder Gep├Ąck deutlich zu. Und zwar wesentlich deutlicher, als die Eltern das anf├Ąnglich vermuten.

Deswegen gibt der ADAC-Experte eine eindeutige Empfehlung: Am Van geht eigentlich kaum ein Weg vorbei. Sogar die dritte Sitzbank sollten Familien dabei gleich ins Kalk├╝l ziehen – nicht nur wegen des Shuttles zum Bolzplatz oder Ballettunterricht. Oft wird es sogar beim normalen Kombi schlicht zu eng f├╝r mehr als zwei Kindersitze. Da ist das Angebot in Reihe drei Gold wert.

4. T├╝ren und Beladung

Den Van zeichnen auch seine praktischen Qualit├Ąten f├╝r Familien aus: Schiebet├╝ren hinten erleichtern Ein- und Aussteigen. Die Ladekante ist niedrig genug, um den Buggy nebst Eink├Ąufen leicht unterzubringen – und reichlich Ablagen helfen beim Verstauen des Kinderkrimskrams. 30 Liter Stauraum sind keine Seltenheit. Nachteil: Der Van ist meist einige Tausender teurer als ein gleich gro├čer Kombi.

5. Sicherheit

Bei der Auto-Innenausstattung haben Familien besondere Anforderungen. Mit der Sicherheitstechnik f├Ąngt es an. Ist der Beifahrer-Airbag abschaltbar? Wichtig, wenn dort eine Babyschale platziert werden soll. Hat der Wagen mindestens zwei Isofix-Haken f├╝r die sichere Befestigung von Kindersitzen? Sind T├╝ren und Fenster hinten vom Fahrersitz aus kindersicher zu verschlie├čen? Gibt es auch auf den R├╝cksitzen Fensterairbags?

Der ADAC etwa testet das – und bewertet auch nach diesen Kriterien die Familienfreundlichkeit. ABS, sechs Airbags und ESP sollten auch bei Gebrauchten erste Wahl sein. Spurassistenten oder gar ein Abstandsradar k├Ânnen zwar zwei, drei Tausender teuer sein. "Aber Eltern am Steuer sind oft abgelenkt – da kann sich diese Ausgabe sehr schnell rechnen", sagt der Tester.

6. Pflege

Dass Mutter und Vater vom durchgestylten Sondermodell mit hellbeigen Velourssitzen Abstand nehmen werden, ist wohl klar. Aber zus├Ątzlich sollten Eltern auch bei Kunststoffen und Polstern ├╝berlegen, wie gut sie zu reinigen sind. Gerade die R├╝ckseiten der Vordersitze sind beliebte Fu├čst├╝tzen der Kleinen in ihren Kindersitzen.

7. Wohlf├╝hlfaktor

Extrem wichtig f├╝r Familien sind inzwischen zwei Komfort-Features: Wie ist das Wohlf├╝hlklima an Bord? Und wie hoch ist der Unterhaltungswert? Deswegen r├Ąt Paulus beispielsweise vom Aufpreis f├╝r die derzeit so beliebten Panorama-D├Ącher ab. Auf der Sommerreise in den sonnigen S├╝den k├Ânnen sie schnell zum Grill f├╝r die Kinder in ihren festgezurrten Sitzen werden.

Ist dagegen das Rollo geschlossen, hat es sich mit dem Panorama. Der ADAC-Ingenieur empfiehlt, das Geld besser f├╝r eine automatische Klimaanlage zu investieren. Und Achtung: Darauf achten, dass die k├╝hle Luft auch ausreichend nach hinten geblasen wird.

8. Variabilit├Ąt

Eine gute Investition sind ├╝berdies auch Klapptische an der R├╝ckseite der Vordersitze f├╝r das Malbuch der Kleinen – und der DVD-Bildschirm hinter der Vorder-Kopfst├╝tze sorgt auch f├╝r spannende (und zugleich f├╝r die Eltern entspannende) Urlaubsreisen. Hinter den Kindern sollte ├╝brigens auf solchen Fahrten mit viel Gep├Ąck stets ein Trennnetz zum Kofferraum gespannt sein. Ein solides Gitter h├Ąlt im Falle eines harten Bremsman├Âvers sogar noch mehr aus. Und ganz viele Ablagen sind nat├╝rlich ein Muss.

9. Motorisierung

Paulus legt sich ├╝brigens fest, dass ein klassisches Autotest-Kriterium bei der Suche nach dem Familien-Fahrzeug nicht mehr so eine gro├če Rolle spielt: die PS-St├Ąrke. "Das Modell braucht nat├╝rlich genug Kraft, um auf Landstra├če oder Autobahn auch mal einen Lkw z├╝gig zu ├╝berholen", so der Tester. Aber daf├╝r reiche auch ein gutes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen – die hohe Endgeschwindigkeit trete dagegen schnell in den Hintergrund, wenn hinten die Zwillinge Karten spielen.

10. Kosten

  • Was kostet der neue Familien-Wagen?
  • Wieviel verbraucht er?
  • Was kosten Unterhalt, Wartung, Versicherung, Steuer?
  • Wieviel Wiederverkaufswert kann ich erwarten?

Alle diese Fragen - noch einmal: ALLE - ergeben das Gesamtbild. Nur wenn Sie f├╝r die voraussichtliche Haltedauer durchrechnen, was das Fahrzeug Sie im Schnitt pro Jahr kosten wird und wie hoch der Wertverlust ist, nur dann bekommen Sie ein klares Bidl ├╝ber die Gesamtkosten. Denn billig ist nicht das Gleiche wie preiswert.

Online-Rechner etwa zu den Kosten einer Versicherung oder die Angabe zum Wertverlust vom ADAC helfen bei der realistischen Kalkulation der Gesamtkosten Ihres Familienautos.

 
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Vans sind also die beste Wahl f├╝r die meisten Familien. Aber viele Vans sind optisch gew├Âhnungsbed├╝rftig. Darum greifen viele Familien auch gern zum SUV.

Alternative SUV?

Doch der Lifestyle-Gel├Ąndewagen h├Ąlt gravierende Fallen f├╝r Familien bereit.

Erstens: Die Ladekante ist meist deutlich h├Âher. Eine Mutter muss den Wochenendeinkauf zum Beispiel in VWs SUV Tiguan rund 20 Zentimeter h├Âher wuchten als in den Van Touran.

Zweitens: Hat der SUV Allradantrieb, dann frisst der Wagen mehr Sprit als ein vergleichbar gro├čer Van.

Drittens: Der Einstieg in hochbeinige Gel├Ąndewagen kann gerade f├╝r Kinder m├╝hsam sein – und gef├Ąhrlich beim Rauskraxeln. Diese Fahrzeuge sind darum nicht gerade Paulus Tipp f├╝r Eltern am Steuer.

Einen ganz praktischen Familientipp hat der Tester dagegen noch f├╝r alle Eltern auf der Fahrt in den Urlaub: "Vater und Mutter sollten nicht beide aus Gewohnheit vorne sitzen." Wenn ein Elternteil neben dem Kind auf der R├╝cksitzbank Platz nimmt, dann ist schon so manche Reise in den S├╝den deutlich entspannter verlaufen. Und das ist schlie├člich in jedem Familienauto unbezahlbar.
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Peter Weißenberg mein Name ist Peter Weißenberg. Ich bin seit mehr als 20 Jahren Journalist, habe in M├╝nchen Volkswirtschaft, Geschichte und Politik studiert und mehrere B├╝cher zu Wirtschaftsthemen verfasst. Auf geldsparen.de schreibe ich vor allem ├╝ber Geldanlage, Immobilien und Mobilit├Ąt.

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