Telefonieren im Ausland kann zu unerfreulichen Überraschungen führen. Denn im Ausland zahlt man nicht nur, wenn man jemanden aktiv anruft, sondern auch dann, wenn man ein Gespräch entgegennimmt.
Handy-Gespräche Preisgrenzen im Ausland
Bei Reisen innerhalb der Europäischen Union fallen diese Gebühren ebenfalls an, werden von der Europäischen Kommission seit 2007 jedoch begrenzt. Am 1. Juli 2012 sind neue Preisobergrenzen in Kraft getreten.

Abgehende Anrufe dürfen seitdem maximal 34,51 Cent (netto 29 Cent) pro Minute kosten, eingehende Anrufe 9,52 Cent (netto acht Cent). Für den SMS-Versand dürfen die Anbieter dann nur noch 10,71 Cent (netto neun Cent) nehmen. Auch für die mobile Datennutzung gibt es eine Preisgrenze pro verbrauchtem Megabyte: 83,3 Cent (netto 70 Cent). Wer ein Smartphone nutzt, sollte sich dennoch bei seinem Anbieter erkundigen, ob es spezielle Datenpakete fürs Ausland gibt. Alternativ kann man die Datenverbindung auch während des Urlaubs abschalten.

 
Generell gilt: Ab Grenzübergang bekommen Handy-Kunden eine SMS mit den Preisen für die Nutzung im Ausland. Hat der Kunde allerdings bestimmt, dass er von seinem Anbieter nicht kontaktiert werden will, kann es sein, dass damit auch diese Informations-SMS wegfallen.

Spezielle Surf-Optionen fürs Ausland

Die Preisobergrenzen für die Nutzung im Ausland gelten nur innerhalb der Europäischen Union und nur, wenn die Kunden keine speziellen Auslandstarife gebucht haben. In diesem Fall gelten die Preise der gewählten Option.

Gerade bei der mobilen Datennutzung kann es sich lohnen, einen speziellen Reisetarif zu buchen. Base bietet Kunden das EU-Reisepaket für zehn Euro für 30 Tage an. Im Paket sind 100 MB Surfen im EU-Ausland und vergünstigte Anrufe und SMS enthalten. Wer das Reisepaket bucht zahlt für Anrufe aus der Europäischen Union 19 Cent pro Minute zuzüglich 29 Cent pro Gespräch. Für den SMS-Versand fallen jeweils neun Cent an, also rund zwei Cent weniger als im EU-Standard-Tarif.

T-Mobile hat verschiedene Surf-Tarife fürs Ausland im Programm. Für 1,95 Euro am Tag bekommen Vertragskunden zehn Megabyte zum Versurfen in der EU. Prepaid-Kunden müssen noch einen Euro drauf legen. Für den so genannten Day Pass M mit 50 MB am Tag zahlen Vertragskunden 4,95 Euro und Prepaid-Kunden 6,95 Euro. Der WeekPass, ist eine Woche lang gültig und bietet Vertragskunden 100 MB zum Versurfen. Preis: 14,95 Euro.

Vodafones Surf-Tarife fürs Ausland heißen Reisepakete Data. Innerhalb Europas gibt es 25 MB für zwei Euro am Tag. Wer sieben Tage surfen will, kann sich stattdessen für das Sieben-Tagespaket inklusive 50 MB entscheiden. Der Preis liegt bei fünf Euro.

O2-Kunden haben ebenfalls die Wahl zwischen unterschiedlichen Surf-Optionen. Das Smartphone Day Pack EU gibt es für 1,99 Euro am Tag und enthält 25 MB. Vielsurfer können sich stattdessen auch für das Internet Day Pack für zehn Euro am Tag entscheiden, das ein Tagessurfvolumen von 100 MB abdeckt.

Telefonieren wie daheim

Mobilfunk-Discounter Fonic hat 2011 „Fonic Call Home“ eingeführt. Mit diesem Tarif telefonieren die Kunden über ihre Handy-Rechnung, nutzen für den Anruf aber ein Festnetztelefon, beispielsweise im Hotelzimmer. In den Festnetzen der Länder Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Kanada, Kroatien, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Spanien, USA, Zypern und der Schweiz können Fonic-Kunden für neun Cent pro Minute ins deutsche Festnetz anrufen und für 29 Cent pro Minute ins deutsche Mobilfunknetz.

Sobald sie in dem entsprechenden Reisland angekommen sind, schickt Fonic dem Kunden eine Einwahlnummer für das örtliche Festnetz aufs Handy. Diese Nummer wählt man dann beispielsweise vom Hotelzimmer aus und registriert sich mit seiner Fonic-Nummer. Im Anschluss telefoniert man dann zwar über das lokale Festnetz, die Abrechnung erfolgt jedoch über Fonic.
 
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Caroline Benzel mein Name ist Caroline Benzel. Nach meinem Studium der Publizistik habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de informiere ich Sie zum Thema Mobilfunk. Ob LTE, NFC oder UMTS – ich weiß, was diese Abkürzungen bedeuten und wann sie für Sie wichtig sind.

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