Sandra Petrowitz
Ein Beitrag von Sandra Petrowitz, 09.01.2011

Computer Wenn der Blitz den PC ruiniert

Gewittrige Gefahr: Für Musikanlagen, Fernseher und Computer kann ein Blitz das Ende bedeuten. Dazu muss er noch nicht einmal in unmittelbarer Nähe einschlagen. Der Auslöser einer Überspannung, die in einem solchen Fall die Leitungen durchzieht, ist auch noch in einiger Entfernung mächtig genug, um irreparable Schäden anzurichten. Ein Blitzableiter auf dem Haus hilft in diesen Fällen nicht. Umso wichtiger ist die Vorsorge.
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„Ein Blitz hat eine unheimlich große Energie“, sagt Wolfgang Pauler vom Internetportal „CHIP online“. „Bei einem Blitzeinschlag treten massive Überspannungen auf, und die halten die Netzteile einfach nicht aus.“ Betroffen sind alle Geräte, die am Netz hängen – und zwar sowohl am Strom- als auch am Telefon-, Kabel- oder Antennennetz. Denn sie alle basieren auf Leitungen, in denen sich Spannungsspitzen schnell weiterverbreiten können.

Geräte vom Netz trennen

Wichtigster und sicherster Rat bei Anzeichen eines nahenden Gewitters oder vor der Abreise in den Urlaub: Die elektronischen Geräte von den Netzen trennen. Stecker ziehen ist angesagt – es genügt nicht, schaltbare Steckerleisten auszuschalten! Den Computer sollte man obendrein vom Telefon- oder DSL-Netz trennen, denn auch darüber kann Überspannung in den Rechner geraten. Zudem bringt das konsequente Steckerziehen auch eine kleine finanzielle Entlastung mit sich. Pauler: „So spart man den Strom, den die Geräte sonst im Standby-Betrieb verbrauchen würden.“

Schutz vor Überspannung

Daneben gibt es verschiedene Möglichkeiten, Schäden durch Blitzschlag technisch zu verhindern – etwa wenn man während eines Gewitters unbedingt am Rechner weiterarbeiten muss. „So genannte Überspannungsschutzgeräte filtern die Spannungsspitzen heraus“, sagt Pauler. Es gibt Stromsteckdosen mit Überspannungsschutz, die etwa 15 Euro kosten und meist mit einer Versicherung gebündelt sind, die zahlt, wenn die angeschlossenen Geräte dennoch durchbrennen. Kombigeräte, die neben einem überspannungssicheren Anschluss ans Stromnetz auch einen abgesicherten Anschluss für die Netzwerk- bzw. DSL-Leitung haben, sind mit rund 40 Euro etwas teurer.

Mitunter sind derartige Helfer zusätzlich mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) gekoppelt, die sicherstellt, dass beispielsweise bei einem Stromausfall nicht die Daten verloren gehen, an denen der Computernutzer gerade arbeitet. Ein Akku hält in diesen Fällen die Stromzufuhr zum Rechner zumindest so lange aufrecht, bis der Benutzer seine Dateien sichern konnte. Dazu enthalten die USVs einen Pufferakku. Mit Ausgaben von etwa 60 bis 80 Euro muss derjenige rechnen, der seine Daten auf diese Weise schützen will. Vor dem Knausern sollte man bedenken: Viele Dokumente auf einem Rechner – Fotos, E-Mails, Musikdateien – haben einen immensen persönlichen Wert, und den ersetzt keine Versicherung.

Hausratversicherung ratsam

Apropos: „Schäden durch Überspannung infolge von Blitzschlag kommen häufiger vor, als man denkt“, sagt Eberhard Burmann von der Verbraucherzentrale Sachsen. Er rät deshalb zu einer Hausratversicherung, die Überspannungsschäden durch Blitzschlag einschließt: „Teure Geräte sollte man auf diese Weise absichern.“ Allerdings enthält nicht automatisch jede Hausrat-Police einen solchen Schutz: „Er kann mit drin sein, muss aber nicht“, so Burmann. Verbraucher sollten daher auf die entsprechende Klausel achten – zumal eine Erweiterung des Vertrags auf derlei Schäden laut Burmann in der Regel nur einige Euro mehr an Prämie kostet.

Als weitere Sicherheitsmaßnahme empfiehlt Computerexperte Pauler regelmäßige Sicherungen wichtiger Dateien: „Machen Sie regelmäßig ein Backup, brennen Sie die Daten auf CD oder DVD. Dann ist zwar im Falle eines Überspannungsschadens vielleicht der PC kaputt, aber es sind nicht auch noch die Daten verloren.“ Und auch wenn die interne Festplatte mal ganz ohne Zutun eines Gewitters den Geist aufgibt, sind die Daten auf diese Weise in Sicherheit.

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