Von Brigitte Watermann, 08.01.2016

Geldanlage Mit der richtigen Finanzplanung ins neue Jahr

Das neue Jahr bringt so einige Veränderungen für Geldanläger mit sich. Die wichtigsten erfahren Sie auf geldsparen.de.
Geldanlage Mit der richtigen Finanzplanung ins neue Jahr

In neuen Jahr tut sich so einiges in Sachen Geldanlage

Freistellungsaufträge ohne Steuer-ID verlieren Gültigkeit

Zum 1. Januar 2016 verloren Freistellungsaufträge, die ohne Angabe der eigenen Steueridentifikationsnummer erteilt wurden, ihre Gültigkeit. Die Folge: Banken ziehen bereits ab dem ersten Euro an Kapitalerträgen 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und eventuelle Kirchensteuer ab. Sollten Sie es versäumt haben, der eigenen Hausbank vor Ablauf der Frist, die eigene Steuer–ID mitzuteilen, gibt es trotzdem noch die Möglichkeit Ihr Geld zurückzubekommen. Sie können die zu Unrecht eingezogene Kapitalertragssteuer über die Einkommenssteuererklärung zurückfordern.

Und wenn wir schon mal beim Thema sind: Überprüfen Sie doch auch gleich, ob das maximal erlaubte Freistellungsvolumen von 801 Euro für Ledige und 1602 Euro für Verheiratete auf die verschiedenen Banken optimal verteilt ist. Vielleicht haben Sie ja ein neues Bankkonto im Lauf des Jahres eröffnet, ein anderes womöglich geschlossen?

Steuer-ID und das Kindergeld

Auch für das Kindergeld brauchen Sie seit 2016 die Steuer-ID. Und zwar nicht nur Ihre, sondern auch die Ihrer Kinder. So will die Familienkasse vermeiden, dass das Kindergeld doppelt ausgezahlt wird. Wichtig: Sollten Sie Ihrer örtlichen Familienkasse die Steuer-ID noch nicht mitgeteilt haben, wird sie sich im Laufe des Jahres bei Ihnen melden. Das Kindergeld wird natürlich weiterbezahlt.

Unser Tipp: Das Bundeszentralamt für Steuern ist zuständig für die Mitteilung der Steueridentifikationsnummer. Es ist meist der erste Brief, den die Sprösslinge in ihrem Leben erhalten. Übrigens: zum 1. Januar stieg das Kindergeld um zwei Euro pro Kind. Für das das erste und zweite gibt es dann jeweils 190 Euro, für dritte Kinder 196 Euro und für jedes weitere Kind 221 Euro pro Monat.
 

Mehr Förderung für die Rürup-Rente

Ab diesem Jahr genießt die Rürup-Rente eine stärkere Förderung. Das Finanzamt erkennt 82 Prozent der Einzahlungen bis zum geltenden Höchstbetrag von 22.172 Euro steuerlich an. Das bedeutet: Ledige können Vorsorgebeiträge von bis zu 18.181 Euro und Verheiratete von bis zu 36.362 Euro beim Finanzamt geltend machen. Achtung: Die Rürup-Rente eignet sich nicht für jeden. Also falls Sie sich für einen Rürup-Vertrag interessieren, sollten Sie sich im Vorfeld genau informieren.

Betriebliche Altersvorsorge

Im Rahmen der Gehaltsumwandlung besteht nun mehr Spielraum, Steuern und Sozialabgaben zu sparen. Grund hierfür ist die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung West auf 74.400 Euro. Da bei der Gehaltsumwandlung aus Bruttollohn Einzahlungen in Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds in Höhe von bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze begünstigt sind, können Arbeitnehmer ab 2016 bis zu 2.976 Euro Gehalt in Betriebsrente umwandeln. Das entspricht monatlichen Einzahlungen von 248 Euro. Dieser Wert gilt einheitlich für das gesamte Bundesgebiet.
 

Lebensversicherung: Garantiezins bleibt

Für den Abschluss neuer Lebensversicherungen plante die Bundesregierung jetzt Versicherungsunternehmen keinen Garantiezins mehr vorzugeben. Diese Zins-Obergrenze, die Versicherungsunternehmen ihren Kunden maximal bei Vertragsabschluss anbieten durften, sollte wegfallen. Angesichts der Niedrigzinsen am Kapitalmarkt ist die garantierte Rendite von früher einmal vier Prozent auf derzeit nur noch 1,25 Prozent gesunken. Wichtig zu wissen: Garantiezinsen bestehender Verträge werden nicht gekürzt – der Versicherer muss sie weiterhin sicherstellen. Doch im letzten Augenblick hat das Bundesfinanzministerium den Kurs gewechselt - der Rechnungszins bleibt zumindest vorerst weiter bestehen.

Der Garantiezins (auch Höchstrechnungszins genannt) soll gewährleisten, dass die Versicherer dem Kunden keine Versprechen machen, die sie vielleicht in Zukunft nicht halten können. Die Höhe dieses Zinses wird bislang vom Bundesfinanzministerium auf Empfehlungen von Versicherungsmathematikern sowie auch der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) festgelegt.

An IBAN kommt niemand mehr vorbei

Ab dem 1. Februar führt kein Weg mehr am IBAN vorbei. Auch Privatpersonen müssen dann die 22-stellige IBAN bei Überweisungen nutzen. Die IBAN finden Sie auf Ihrer Girocard oder auf den Kontoauszügen.
 

Jeder hat Recht auf ein Girokonto

Ab diesem Jahr dürfen Banken niemand mehr abweisen, der ein einfaches Girokonto auf Guthabenbasis eröffnen möchte. Das Recht auf ein einfaches Basis-Konto steht allen Personen mit Aufenthaltsrecht innerhalb der Europäischen Union, sowie Erwerbs- und Obdachlosen zu. Auch in der Bundesrepublik registrierte Flüchtlinge und Asylbewerber kommen jetzt in den Genuss eines Bankkontos. Das ist nötig, da Hilfsbedürftige viele Sozial- und Lohnersatzleistungen über ein Konto erhalten. Da das Konto ein reines Guthabenkonto ist, können Kontoinhaber es nicht überziehen.

Bequemer das Konto wechseln

Künftig soll der Kontowechsel innerhalb Deutschlands für Kunden einfacher werden. Sowohl die alte, als auch die neue Bank sollen zusammenwirken, um so leichter Lastschriftverfahren und Daueraufträgen zur neuen Bank zu transferieren. Bisher ist das für Kunden oftmals ein sehr zeitaufwändiges und unbequemes Unterfangen, Lastschriften sowie Daueraufträge umzustellen. Deshalb scheuen viele Kunden auch einen Bankwechsel.

Beratung statt Dispo-Kredit

Banken müssen künftig eine Beratung über kostengünstigere Alternativen zum Dispo-Kredit anbieten, falls Kunden mit ihrem Konto oft in den Miesen stehen. Das tritt ein, wenn der Kontoinhaber den eingeräumten Überziehungsrahmen mehr als ein halbes Jahr lang ununterbrochen zu Dreiviertel ausnutzt. Wird das Konto bis in den Bereich der geduldeten Überziehungen ins Minus getrieben, muss die Bank bereits nach drei Monaten beraten. Beim Dispokredit müssen Banken und Sparkassen künftig auf ihrer Internetseite deutlich sichtbar über die Höhe des Sollzinses informieren.
 

Einlagensicherung: In sieben Tagen Geld zurück

Geht eine Bank oder Sparkasse pleite, bekommen Sie als Kunde künftig Ihr Erspartes innerhalb von sieben Tagen zurück. Momentan darf es maximal 20 Tage dauern. Die neue Regelung tritt in Deutschland ab dem 1. Juni in Kraft, in der gesamten Europäischen Union spätestens 2024. Das Gesetz folgt einer Richtlinie aus Brüssel. Danach ist jedes Land in der Union verpflichtet, ein Einlagensicherungssystem zu schaffen. In Deutschland gibt es allerdings neben der vom Gesetz geregelten Einlagensicherung, die derzeit 100.000 Euro pro Kunde und Bank absichert, bereits seit Jahren einen freiwilligen Einlagenschutz für Kundengelder, die über dieses Niveau deutlich hinausgeht. Privatbanken, Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbanken offerieren jeweils eigene Sicherungssysteme, die ein weit höheres Schutzniveau bieten.
 
Gesamten Vergleich anzeigenTagesgeld Betrag: 10.000 €, Laufzeit: 9 Monate
  Anbieter Zinssatz
Zinsertrag
 
1.
1,00% 
58,33
2.
0,75% 
57,57
3.
1,10% 
49,22
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