Caroline Benzel
Ein Beitrag von Caroline Benzel, 21.06.2016

Smart Home Wie Smart Home Ihre Heizung steuert

Smart Home oder auch intelligentes Wohnen ist Trend. Haushaltsgeräte werden miteinander vernetzt und lassen sich per Smartphone, Tablet oder TV steuern.
Smart Home Wie Smart Home Ihre Heizung steuert

Smart Home, zum Beispiel von RWE, steuert Licht, Komfort und Wärme

Kühlschränke warnen Sie, wenn Ihre Milch leer ist oder die Eier schlecht werden. Ihre Badheizung schaltet sich ein, bevor Sie am Abend nach Hause kommen oder Ihr Rollladen fährt hoch, wenn Sie in die Einfahrt fahren. Derzeit werden viele Technologien rund um das vernetzte Zuhause Smart Home entwickelt. Besonders verbreitet sind Lösungen zum Thema Heizen und Sicherheit. Welches System individuell am besten geeignet ist, hängt vor allem davon ab, was Sie steuern wollen. Auch sollten Sie überlegen, ob das traute Heim die Anforderungen für Smart Home erfüllt. So sind nicht alle Heizkörper mit den steuerbaren Thermostaten kompatibel.

Günstig heizen mit Smart Home

Intelligente Heizsysteme versprechen eine Kostenersparnis von bis zu 30 Prozent. Das Prinzip ist stets dasselbe. Auf die Heizkörper werden neue Thermostate angebracht, die sich manuell oder ferngesteuert bedienen lassen. Hinzu kommen oft Fensterkontakte die bei geöffneten Fenstern die Heizung runter drehen. Eine sogenannte Eco-Taste kann neben der Haustür befestigt werden, um beim Verlassen der Wohnung den Befehl zu geben: Heizungen herunterregeln. Bei vielen Systemen ist die Bedienung über den Computer oder das Smartphone möglich. Voraussetzung ist ein WLAN-Router, an den Ihr Heizsystem angeschlossen ist.

Wer Smart Home anbietet

Verkauft werden intelligente Thermostat-Systeme von Energielieferanten, Mobilfunkanbietern, Baumärkten oder Onlinehändlern. Je nach Anbieter sind die Systeme erweiterbar und werden mit oder ohne Laufzeitvertrag ausgeliefert. Auch bieten die Unternehmen jeweils eine eigene Software an.

Für wen sich Smart Home eignet

Sinnvoll sind die Systeme zum Beispiel für Mieter mit Zentralheizung im Haus, die ihre Heizung nicht selbst programmieren können. Hausbesitzer oder Mieter mit Etagenheizung können ihre Heizung auch ohne Smart Home Lösung selbst steuern.

Smart Home von RWE

Der Energie-Konzern RWE hat Smart Home Lösungen für Jedermann. Sie müssen also nicht Ihren Strom über RWE beziehen. Das Unternehmen bietet Smart Home für Energiesparen, Sicherheit und komfortables Wohnen an.
 
  • Zu Smart Home Energiesparen gehört es zum Beispiel die Heizung zu steuern oder über eine Funksteckdose elektrische Geräte an- und auszuschalten.
  • Wer sich für Smart Home Sicherheit interessiert, kann mit der RWE Lösung die Kamera, den Bewegungsmelder oder den Rauchmelder steuern. Die Komponenten können im Internet oder telefonisch bestellt werden.
  • Das RWE Smart Home Energiesparpaket Plus für komfortables Wohnen gibt es derzeit für rund 430 Euro. Darin enthalten sind eine Zentrale, zwei Heizkörperthermostate, ein Raumthermostat, zwei Fenstersensoren, ein Zwischenstecker sowie ein Wandsender, mit dem man alle Heizungen auf einmal runterregeln kann. Einzeln kosten die Heizkörperthermostate 49,95 Euro, der Wandsender 39,95 Euro, die Fenstersensoren und der Zwischenstecker jeweils 39,95 Euro, und das Raumthermostat 69,95 Euro. Die Zentrale, also die Steuerungseinheit, um alle an das RWE-System angeschlossenen Geräte zu steuern, gibt es für 189 Euro. Über die Steuerungseinheit ist es ebenfalls möglich, angeschlossene Heizungen oder Steckdosen per Smartphone, Tablet oder am PC zu steuern. Die App zur Steuerung des RWE Smart-Homes von unterwegs ist zwei Jahre lang kostenfrei nutzbar. Danach kostet jedes weitere Jahr 14,95 Euro.

Geldsparen-Tipp: Insgesamt sparen Kunden mit dem Paketkauf im Vergleich zum Einzelkauf rund 90 Euro. Noch günstiger wird es, wenn Sie die Smart Home Komponenten nicht direkt über die RWE-Seite, sondern andere Online-Shops kaufen. Ein Preisvergleich über Portale wie www.idealo.de lohnt sich in jedem Fall.

Smart Home von der Telekom

Die Telekom vertreibt Smart Home Produkte der Firma Quivicon. Ähnlich wie bei teuren Smartphones bezahlen Sie ihr Gerät über einen Laufzeitvertrag. Das sogenannte Energiesparpaket im Wert von rund 230 Euro kostet Telekom-Kunden auf diesem Weg lediglich einen Euro. Im Smart Home Paket enthalten sind das Steuerungselement, die Quivicon Home Base, zwei Heizungsthermostate und ein Fensterkontakt. Zusätzlich können einzelne Komponenten nachgekauft werden. Die Heizthermostate kosten einzeln 39,99 Euro, Fenster- und Türkontakte 29,99 Euro und die Home Base 119,99 Euro.

Die Software für die Steuerung ist gratis zu haben. Die Smartphone-Steuerung ist per iPhone oder Android-Handy möglich. Die dazugehörigen Apps gibt es in Apples App Store und bei Google Play. Für den Vertrag zahlen Telekom-Kunden in den ersten beiden Jahren 9,95 Euro im Monat und danach 4,95 Euro im Monat, wenn sie die Smart Home App der Telekom weiter nutzen wollen. In den ersten zwei Vertragsjahren fallen also rund 240 Euro an, etwa zehn Euro mehr, als die Einzelkomponenten kosten. Und selbst wenn die Geräteanschaffung praktisch abgezahlt ist, müssen Kunden weiterbezahlen.

Mein Fazit: Die Telekom ist ein großer Anbieter mit entsprechender Reichweite. Trotzdem sollten Verbraucher gut überlegen, ob sie in ein Smart Home System investieren wollen, für dessen Nutzung stets Gebühren anfallen werden.

Smart Home von Mobilcom Debitel

Auch das Mobilfunkunternehmen Mobilcom Debitel bietet ein Smart Home System auf Laufzeitvertragsbasis an. Mobilcom Debitel verkauft verschiedene Komponenten-Pakete zur Heizungssteuerung, die über eine Vertragslaufzeit von 24 Monaten abbezahlt werden. Das Paket Smart Home Heizungssteuerung S besteht aus einem "Cube", dem Steuerungselement, das die Befehle, die per Smartphone oder über den Computer eingehen, mittels Funk an die Heizungsthermostate weiterleitet. Ebenfalls im Smart Home Paket enthalten sind zwei Heizungsthermostate, sowie ein Fensterkontakt, der weitergibt, wann ein Fenster geöffnet ist. Dafür müssen Smart Home Kunden einen Startpreis von 8,99 Euro hinlegen, sowie zwei Jahre lang eine monatliche Grundgebühr von 8,99 Euro.

Gesamtkosten in zwei Jahren: 224,75 Euro. Die Smart Home Heizungssteuerung M kostet bereits eine Start- und Monatsgebühr von 12,99 Euro. Für die insgesamt 324,75 Euro bekommen Smart Home Kunden ein Steuerungselement, fünf Heizungsthermostate und drei Fensterkontakte. Zusätzlich können Smart Home Kunden auch einzelne Komponenten finanzieren, wenn sie beispielsweise mehr Fensterkontakte oder Thermostate brauchen. In der monatlichen Grundgebühr ist auch die Nutzung der Verwaltungs-App mit enthalten. Die Mindestvertragslaufzeit liegt bei zwei Jahren, danach verlängert sich der Vertrag um ein weiteres Jahr. Anders als bei der Telekom bleibt der Grundpreis jedoch unverändert hoch.

Mein Fazit: Auch hier stellt sich die Frage, ob Sie für die Nutzung der Smart Home App langfristig so viel Geld bezahlen wollen. Zumal RWE ein deutlich günstigeres Angebot hat.

Smart Home vom Baumarkt oder Online-Versandhändler

Neben den Spezialanbietern verkaufen auch Bau- und Elektronikmärkte, sowie Online-Händler wie Amazon Systeme zur Heizungssteuerung. In diesem Fall wird die zur Steuerung notwendige Software direkt vom Hersteller der Komponenten zur Verfügung gestellt. Der Vorteil beim direkten Kauf: Kunden müssen sich nicht vertraglich binden und Geld für die Nutzung einer App bezahlen.

Smart Home Investition gut durchrechnen

Ob sich die Investition in eine solche Smart Home Heizungssteuerung lohnt, hängt von Ihren Bedürfnissen ab. Eine Grundinvestition von 300 bis 500 Euro ist in jedem Fall notwendig. Je mehr Räume und Heizkörper gesteuert werden sollen, umso teurer wird es für Sie. Gerade wenn Sie oft vergessen, bei offenem Fenster die Heizung abzudrehen, kann sich Smart Home rechnen. Wer zudem bald einen Umzug plant, sollte besser auf Smart Home verzichten und erst in der neuen Wohnung zuschlagen.

Auch sollten Sie sich vor dem Kauf entscheiden, ob Sie ein reines System zur Heizungssteuerung wünschen, oder ob auch Alarm, Rauchmelder und Lichtsteuerung integriert werden sollen. Ein Systemwechsel ist teurer, als sofort auf ein Komplett-System zu setzen. Hier lesen Sie mehr zur Rauchmelderpflicht und wie Sie sparsame LED finden.
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Caroline Benzel mein Name ist Caroline Benzel. Nach meinem Studium der Publizistik habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de informiere ich Sie zum Thema Mobilfunk. Ob LTE, NFC oder UMTS – ich weiß, was diese Abkürzungen bedeuten und wann sie für Sie wichtig sind.

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