Eine spezielle Variante der privaten Rentenversicherung ist die Sofortrente. Hier zahlt der Versicherungsnehmer einen bestimmten Beitrag, beispielsweise 50.000 Euro, auf einmal ein und erhält dafür sofort den Anspruch auf eine lebenslange garantierte Rente.
Sie eignet sich besonders für Menschen, die keine oder eine zu geringe gesetzliche Rente zu erwarten haben und im Ruhestand die Bezahlung ihrer Fixkosten wie Miete oder Lebensmittel aus lebenslang fließenden Einkommensquellen absichern möchten. Ein entscheidender Vorteil gegenüber konventionellen Sparvarianten ist dabei die unbegrenzte Planungssicherheit: Selbst wer weit älter als der Durchschnitt wird, bekommt jeden Monat einen festgelegten Betrag als Rente. Auch dann, wenn sein eingezahltes Kapital längst aufgebraucht wird.
Einen Wermutstropfen hatte bisher die Sofortrente jedoch häufig. Die Verträge sahen nicht vor, dass man später wieder an einen Teil seines eingezahlten Geldes herankommt, wenn während des Ruhestands ein finanzieller Engpass auftritt.
Immer mehr Versicherer haben dieses Manko erkannt und bieten ihren Vorsorgesparern auch bei Sofortrente-Verträgen volle Flexibilität (z.B.
Swiss Life/Tarif 610, Postbank/PB Sofort Rente, Sparkasse Köln-Bonn/SofortRente Plus). Auf Wunsch können hier Ruheständler später teilweise oder vollständig wieder Geld entnehmen. Mit dem Recht auf Kapitalentnahme ist es somit möglich, auf unvorhergesehene Ereignisse im Leben reagieren zu können. Voraussetzung ist in der Regel, dass die Summe der bis dahin gezahlten Renten den Einmalbeitrag noch nicht erreicht hat.