Doch die staatliche Förderung ist nur eine Seite des Sparens – entscheidend ist auch, was die Anbieter später an monatlichen Renten tatsächlich auszahlen. Nur wer vorher die Marktangebote richtig vergleicht, kann sich zusätzlich die besten Vertragsrosinen der Versicherungsgesellschaften herauspicken. Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, moniert zudem, dass viele Angebote keine Angaben zu den Kosten eines Vertragswechsels oder keine hinreichenden Angaben zu den Abschluss- und Verwaltungskosten enthalten.
Beim Anbieter HanseMerkur24 würden hier - unter der Annahme, dass alle staatlichen Zulagen geflossen sind und der Vertrag durchgehalten wird – garantiert im Tarif RRR07 rund 218 Euro ausbezahlt. Auch die
Hannoversche Leben oder die Postbank, beide mit einem Top-Rating, geben hier als Garantie-Rente 205 bzw. 212 Euro im Monat. Mit den erwarteten Überschusszahlungen kommen Riester-Rentner dann sogar auf bis zu 380 Euro monatlich. Wer dagegen auf den falschen Anbieter setzt, kann aber für die angesparte Summe später auch garantiert nur rund 170 Euro monatlich raus bekommen. Ein Unterschied, der vor allem über die Jahre hochgerechnet, eine stolze Summe ausmacht.
Anspruch auf die Förderung haben alle gesetzlich rentenversicherten Arbeitnehmer sowie Beamten, Soldaten und Zivildienstleistende, Eltern im Erziehungsurlaub und Arbeitslose mit Arbeitslosengeldbezug. Auch die Ehepartner der oben genannten Personenkreise sind riesterberechtigt. Für Riester-Produkte hat der Gesetzgeber Unisex-Tarife vorgegeben. Zwischen Männern und Frauen gibt es daher weder beim Ansparen noch bei der Auszahlung Unterschiede.