Renten-Schock
Das kommt auf die Deutschen zu
22.01.2012
Von Fritz Himmel
Eine neue von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie zeigt: Das Niveau der gesetzlichen Alterssicherung wird weiter sinken. Im Jahr 2009 kamen Neu-Rentner im Schnitt nur noch auf 686 Euro monatliches Altersgeld.
Die Aussichten für künftige Empfänger der gesetzlichen Rente sind nicht rosig. Jüngere Beschäftigte sammeln durch einen meist späteren Berufseinstieg und Phasen von Arbeitslosigkeit im Durchschnitt zusehends weniger Renten-Entgeltpunkte. Zudem haben diese Punkte für viele Versicherte durch die Renten-Reformen der vergangenen Jahre auch noch an Wert verloren. Das Niveau der gesetzlichen Altersrente wird daher weiter absinken. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie.
Die Veränderungen bei den Erwerbsbiographien und rechtlichen Ansprüchen haben sich in den vergangenen Jahren bereits deutlich auf die Altersbezüge jüngerer Ruheständler ausgewirkt. Das zeigen die Resultate einer Forschungsarbeit von Falko Trischler und Ernst Kistler vom Internationalen Institut für Empirische Sozialökonomie (Inifes). So liegt seit der Jahrtausendwende der monatliche Rentenzahlbetrag, den Neu-Rentner erhalten, im Mittel deutlich unter der allgemeinen Durchschnittsrente aller im Ruhestand befindlichen Personen. Im Jahr 2009 kamen Neu-Rentner auf 686 Euro monatliches Altersgeld. Das waren gut 80 Euro weniger als beim Rentenbestand.
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Leserkommentare
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21.12.2011 19:58 Uhr
Frank: Es wird immer weniger
Bin jetzt seit einem Jahr Erwerbsminderungsrentner auf Dauer. Vor ein paar Jahren wäre meine EU-Rente höher ausgefallen (über Grundsicherung), so bin ich jetzt unter Grundsicherung. Lieber arbeite ich noch auf 400-Euro-Basis dazu, bevor ich noch mal auf so ein Amt muss, Hartz 4 hat mir gereicht.
03.07.2011 13:44 Uhr
Klaus Hougardy: Diätenerhöhung
Hauptsache die Diäten werden erhöht, auch wenn das im Grundgesetz so verankert ist. Schämen sich eigentlich unsere vom Volk gewählten Abgeordneten nicht, angesichts der Tatsache das die Renten immer niedriger werden, Sie aber mehr Geld in der Tasche haben. Herr Gysi hat einmal im Bundestag gesagt: „Ich würde gern von meinem Geld etwas abgeben“. Man sollte ihn beim Wort nehmen.
Harz 4 wird erhöht, eine Lachnummer. Die Rente wird erhöht, eine Lachnummer. Kredite werden an Griechenland vergeben. Milliarden. Deutschland verkauft Panzer, ein gutes Geschäft? Für wen?
02.07.2011 22:04 Uhr
Mannebach: Altersvorsorge bei Minijob?
Zu diesem Thema muss ich WolliD ganz und gar recht geben. Die Amerikanisierung unserer Gesellschaft schreitet mit riesigen Schritten voran! Die oberen 10Tausend sahnen immer weiter eiskalt ab und verhindern, dass der hart arbeitende Teil der Bevölkerung
zu ihren Gunsten tätig bleibt - so kann ja nichts in die Rentenkasse kommen.
Beweis dafür ist auch der immer höhere Anteil an Zeitarbeitern, an denen man sich sogar doppelt dumm u. dämlich verdient.
Und da meint der piekfeine Rösler noch, er hätte was Wunderbares voll-
bracht, in dem er die Unternehmer von höheren Zuzahlungen zur Krankenver-
sicherung befreit hat! Wozu brauchen wir eigentlich noch diese Partei? Dass sie uns nun wieder mit Steuersenkungen einschleimen wollen?
02.07.2011 21:55 Uhr
Mannebach: Zusätzlich Riester-Rente?
Ach wie praktisch: Erst die Leser in Panik versetzen und dann für Reister-Rente werben!
Dabei ist längst errechnet worden, dass man 95 Jahre alt werden muss, um bei der Riester-Rente in die Renditephase zu gelangen. Da hat der Fliesenleger zusammen mit der Versicherungsmafia mal ein tolles Überraschungsei gebastelt.
Um überhaupt in den Genuss einer Rendite der Spargroschen zu kommen, müssten sich die Sparer - statt ihre Zeit damit zu vertrödeln, sich vor der Glotze berieseln zu lassen - aktiv mittels gescheiten Börsenbriefen selbst ihr zu Geld verwalten.
Es gibt nur 2 Möglichkeiten: entweder selbst aktiv werden oder sich von anderen das Geld aus der Tasche ziehen lassen.
02.07.2011 21:19 Uhr
thunder: Eigene Altervorsorge?
Wie soll man sich eine private Altersvorsorge leisten können, wenn man über Leihfirmen beschäftigt ist, die nur "Trinkgelder" zahlen. Gab es früher nur eine Handvoll solcher Sklavenhändler, sind es heute Hunderte! Firmen holen sich auch nur noch Arbeiter für die Dauer ihrer Aufträge und danach kann man wieder gehen. Ist doch dann kein Wunder, wenn man nur noch Bruttolöhne von circa 1.200 Euro hat und dementsprechend wenig Sozialabgaben zahlt, das die Rentenkassen leer sind. Darüber sollte unsere Regierung nachdenken! Meiner Meinung nach gehören solche Leihfirmen rigoros abgeschaft und wenn nicht, müssen sie die selben Stundenlöhne zahlen, wie die festangestellten Arbeiter in den Firmen. Gleiche Arbeit = gleiche Bezahlung.
02.07.2011 19:22 Uhr
gman unister: Selbstbedienungs- oder Sozialstaat
Dafür sind die Staatspensionen um so üppiger. Diese Schulden werden in der Regel nicht genannt, wenn es um die Zukunfts-Verpflichtungen geht. Man spricht immer nur von den Renten. Ein Pflegeplatz plus Arzt-, Arznei und Pflegekosten kommt heute schon auf über 5.000 Euro. Da hilft weder Rente noch Pflegeversicherung. Nur noch die Insolvenz und dann die richtige Pille: Rot, Grün, Schwarz oder Blau. Das Geld wird verschwendet, Milliarden für die Energiewende, PV, Griechenland, Luxus, Sportarenen in jeder Kleinstadt usw.. Steuern und Abgaben steigen ins Unermessliche. Für was wohl?
23.06.2011 09:13 Uhr
WolliD: Eigene Altervorsorge bei Minijobs?
Toller Hinweis. Wovon soll man bitte bei einem Niedrigeinkommen die zusätzliche Vorsorge bezahlen, wo es schon für das normale Leben nicht reicht? Dieser "Tip" ist doch nur zum Bangemachen gedacht für Leute, die so viel Geld über haben für eine teuere Zusatzversicherung. Der genannte Geringverdiener muss während des Arbeitslebens aufstocken, und beim Renteneintritt geht es genauso weiter. Sinnvoller wäre es, Druck auf die Regierung zu machen damit die unteren Einkommensgruppen endlich das Geld erhalten, was sie eigentlich verdienen müssen für ein menschenwürdiges Leben.
Foto: colourbox.com ID:2929