Private Krankenversicherung
Günstige Beiträge für Junge
25.11.2011
Von Annette Jäger
Ein Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung erscheint immer attraktiver. Denn mit jeder Gesundheitsreform werden steigende Kosten im Gesundheitssystem zunehmend auf die gesetzlich Versicherten abgewälzt. Was dabei aber zu beachten ist.
Wer kann wechseln?
Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer, die mehr als 49.500 Euro brutto im Jahr bzw. 4.125 Euro im Monat verdienen und damit oberhalb der Versicherungspflichtgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung liegen, können sich privat versichern. Es genügt , wenn Arbeitnehmer die Einkommensgrenze im laufenden Jahr überschreiten.
Gleichzeitig sehen Kassenpatienten die angeblich so umfassende medizinische Versorgung im gesetzlichen Kassensystem immer kritischer. Bei der Terminvergabe beim Arzt, im Krankenhaus, bei Zahnbehandlungen oder Krankengymnastikverordnungen haben sie eindeutig das Nachsehen gegenüber privat Versicherten.
Für wen lohnt sich ein Wechsel?
„Junge, gesunde Alleinstehende, die gut verdienen, zahlen in der Privaten häufig weniger als in der Gesetzlichen“, sagt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten (BdV). Denn in der Gesetzlichen bemisst sich der Beitrag nach dem Einkommen. Wer oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 44.550 Euro im Jahr bzw. 3.712,50 Euro im Monat verdient, zahlt den Höchstsatz, derzeit rund 570 Euro. Etwa 270 Euro davon trägt der Arbeitgeber. Zum Vergleich: Ein 30 Jahre alter Mann erhält in der Privaten ab rund 400 Euro im Monat einen leistungsstarken Einstiegstarif, der zudem eine umfangreichere medizinische Versorgung gewährleistet als die Gesetzliche. Eine Frau zahlt im Durchschnitt 500 Euro im Monat. Der Arbeitgeber beteiligt sich auch hier zu 50 Prozent an den Kosten, maximal mit 271 Euro im Monat.
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