Allerdings muss der Versicherte bedenken, dass er diesen Schutz in den meisten Fällen verliert, wenn er die Krankenkasse wechseln möchte. Einfach eine neue Zusatzversicherung abzuschließen, ist nicht ganz einfach. Das gilt vor allem dann, wenn der Versicherte inzwischen Beschwerden hat, die einen neuen Versicherungsschutz beeinträchtigen könnten und die Prämienzahlungen in die Höhe treiben. Zudem sollte er bedenken, dass mit jedem Lebensjahr die Beiträge in der privaten Zusatzversicherung teurer werden, wenn man neu einsteigen möchte.
Jede Zusatzversicherung ist anders
Zusatzversicherungen kann man unabhängig vom Krankenversicherer abschließen. Somit bleibt der Versicherungsschutz unabhängig von der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Markt der privaten Zusatzpolicen ist riesig. Hier gibt es keinen allgemeingültigen Versicherungsschutz, sondern jede Police ist anders gestaltet und gewährt andere Leistungen zu höchst unterschiedlichen Bedingungen. Die Kosten einer Police sollten also nicht das alleinige Entscheidungskriterium sein. Vielmehr sollte man zunächst seinen persönlichen Bedarf ermitteln und auf dieser Basis die Angebote vergleichen.
Die Höhe der Beiträge hängt vom Geschlecht, vom Gesundheitszustand und dem Alter des Versicherungsnehmers ab. Je jünger man einsteigt, desto preiswerter ist eine Police. Der Vorteil: Steigt man mit einem geringen Beitrag ein, wirkt sich die prozentuale Erhöhung im Alter geringer aus. Für ein Kind ist der Zusatzschutz bei stationärem Aufenthalt für deutlich unter zehn Euro im Monat zu haben. Frauen zahlen übrigens erheblich höhere Beiträge als Männer! Berücksichtigen sollte man, dass der Beitrag auch zu zahlen ist, wenn man krank ist und nicht arbeiten kann. Hier gilt keine Beitragsbefreiung wie in der gesetzlichen Krankenkasse.