Die Testergebnisse des Krankentagegeld-Vergleichs
Insgesamt konnten sich acht gesetzliche Kassen mit elf Krankengeldtarifen auf Rang eins der Oeko-Test-Untersuchung platzieren. Darunter die BKK Gildemeister, die BKK Esanelle und die Sports direkt. Untersucht wurde, wie stark die Tarife in vier Modellfällen, einer Erkrankung von zwölf, 24, 48 und 96 Wochen, leisten. Außerdem ging der Preis mit 20 Prozent in die Bewertung ein. 73 Angebote gelangten auf Platz zwei. 19 weitere Tarife verteilten sich auf den Plätzen drei und vier. Am schlechtesten bewertet mit Rang fünf und damit „mangelhaft“ wurde der Tarif IKKbusiness plus der IKK Thüringen. Das Schlusslicht der Untersuchung leistet erst ab dem 183. Tag und dann nur 13 Wochen lang. Selbst wenn der Selbstständige es schafft, die lange Karenzzeit vom Ersparten zu bestreiten, dürfte er bei einer schweren Krankheit mit diesem Tarif vollkommen ungenügend abgesichert sein. Denn kurz nach dem Start hört die Leistung wieder auf.
Preisvorteile bei den gesetzlichen Anbietern
Preislich liegen die gesetzlichen Angebote gegenüber den privaten deutlich vorn. So kostet der Schutz beim günstigsten privaten Anbieter, der Halleschen, im Tarif KT43 pro Monat rund 32 Euro, wenn der Schutz ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit beginnt und 85 Euro pro Tag beträgt. Ein Mann zahlt für den gleichen Schutz bei der HUK-Coburg 27 Euro. Beim Wahltarif der gesetzlichen Krankenkassen kostet das vergleichbare Paket, bei der höchsten Laufzeit von 78 Wochen, im günstigsten Fall 16,90 Euro pro Monat. Egal, ob Mann oder Frau. Bei den gesetzlichen Kassen gibt es nur Unisextarife.
Preisunterschiede auch innerhalb der privaten Versicherer
Auch innerhalb der privaten Angebote gibt es große Preisunterschiede. So verlangt der teuerste private Anbieter, die Central, für den 85-Euro-Schutz, beim Start an Tag 43 für eine Frau 91 Euro und für einen Mann 75 Euro. In beiden Fällen rund drei Mal so viel wie die beiden günstigsten Versicherer Huk-Coburg und Hallesche.
Gesetzlich oder privat: Tipps zum Versicherungsschutz
Selbstständigen, die gesund sind, empfiehlt Oekotest sich bei privaten Anbietern zu versichern. Sie zahlen hier zwar etwas mehr, leisten aber damit schon jetzt für stabile Beiträge im Alter vor. Kranke Unternehmer, die schon Kassenmitglied sind, sollten dort einen Wahltarif abschließen. Sie dürfen nicht abgelehnt werden. Eine Gesundheitsprüfung, wie bei den Privaten, entfällt. Anders als bei den Privaten, die unbegrenzt leisten, gibt es bei den Kassentarifen unterschiedlich lange Laufzeiten. Oekotest empfiehlt die Höchstdauer von 78 Monaten zu wählen. Wer Wartezeiten vermeiden möchte, der sollte das Angebot seiner Kasse möglichst schon im Januar prüfen. Denn Neukunden erhalten in den ersten zwei bis vier Monaten keine Leistungen.
Krankentagegeld
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