Anja Lang
Ein Beitrag von Anja Lang, 31.03.2012

Zahnpflege Kariesvorbeugung beim Baby

Eltern können bereits vor dem Durchbruch der ersten ZĂ€hne einiges fĂŒr die Zahngesundheit ihres Kindes tun. Denn sinnvoller Kariesschutz beginnt bereits beim noch zahnlosen SĂ€ugling. Worauf Sie achten sollten.
Zahnpflege:Kariesvorbeugnung beim Baby

Schon vor den ersten ZĂ€hnen kann sich Karies bilden

Lange Zeit gingen Experten davon aus, dass Kinder Kariesbakterien erst ab einem Alter von etwa eineinhalb Jahren bis knapp drei Jahren erwerben können. Zu einem Zeitpunkt also, wenn schon einige MilchzĂ€hne im Mund sichtbar vorhanden sind. Eine amerikanische Studie aus Illinois kommt aber nun zu dem Ergebnis, dass sich Kariesbakterien schon weit frĂŒher im Mund ansammeln – nĂ€mlich bereits bevor die ersten ZĂ€hnchen ĂŒberhaupt durchbrechen und sich die meisten noch keinerlei Gedanken zum Thema Zahnpflege machen.

FrĂŒhe Kariesansteckung verhindern

TatsĂ€chlich sind es oft die Eltern, die den noch zahnlosen SĂ€ugling ahnungslos mit Kariesbakterien anstecken. Eigentlich wollen sie nur den heruntergefallenen Schnuller reinigen oder den Brei vorkosten und lecken dazu den Gegenstand kurz ab. Durch das Ablecken aber gelangt Speichel mit Kariesbakterien ĂŒber den Schnuller oder Löffel in den kindlichen Mund und kann sich dort vermehren. Kontaktpersonen sollten deshalb möglichst darauf achten, Löffel, Schnuller oder Spielzeuge, die von Babies gern in den Mund genommen werden, wie Beißringe oder Ă€hnliches, selbst nicht in den Mund zu nehmen.

SĂŒĂŸes meiden

Besonders fatal ist in diesem Zusammenhang der hĂ€ufige Genuss zuckerhaltiger GetrĂ€nke, sĂŒĂŸer Breis oder sonstiger SĂŒĂŸigkeiten. Sie schaffen eine besonders zahnschĂ€digende Mundflora. „Der stĂ€ndige Gehalt von Zucker im Mund ist der ideale NĂ€hrboden fĂŒr die Kariesbakterien, die sich dafĂŒr mit dem Zerstören der Zahnsubstanz bedanken“, betont Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und JugendĂ€rzte (BVKJ). Die kleinen ZĂ€hnchen wachsen nĂ€mlich in dieses bereits ungĂŒnstige Mundmilieu hinein und sind den Attacken der ZahnfĂ€ule anschließend relativ schutzlos ausgeliefert. „Wenn SĂŒĂŸigkeiten oder sĂŒĂŸe GetrĂ€nke genossen wurden, empfiehlt es sich, anschließend den Mund mit klarem Wasser auszuspĂŒlen oder gegebenenfalls die ZĂ€hne zu putzen“, empfiehlt Fegeler.

RegelmĂ€ĂŸig richtig reinigen

Auch wenn noch keine ZĂ€hne sichtbar sind, sollte der noch zahnlose Kiefer des SĂ€uglings darĂŒber hinaus regelmĂ€ĂŸig gereinigt werden. Dazu empfiehlt der Kinder- Jugendarzt Fegeler ein feuchtes WattestĂ€bchen oder eine weiche KinderzahnbĂŒrste zu verwenden und damit das Zahnfleisch sanft abzuwischen. Wenn, etwa zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat, die ersten ZĂ€hne durchbrechen, sollten natĂŒrlich auch diese regelmĂ€ĂŸig mit einem WattestĂ€bchen oder einer speziellen BabyzahnbĂŒrste gesĂ€ubert werden. Zahnpasta wird bei sehr kleinen Kindern noch nicht verwendet, da diese sie bis zum Alter von etwa drei Jahren in der Regel noch komplett verschlucken. Die Fluoridprophylaxe erfolgt in dieser Zeit ĂŒber spezielle Fluoridtabletten, die oft in Kombination mit Vitamin D tĂ€glich verabreicht werden. Ab etwa drei Jahren - sobald das Kind zuverlĂ€ssig spĂŒlen und ausspucken kann - sollten die ZĂ€hne mindestens zweimal tĂ€glich mit einer weichen KinderzahnbĂŒrste und einer Kinderzahnpasta mit reduziertem Fluoridgehalt geputzt werden. Ab Schulalter kann Zahnpasta mit demselben Fluoridgehalt wie fĂŒr Erwachsene verwendet werden.

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