Anja Lang
Ein Beitrag von Anja Lang, 29.05.2012

√Ėfters aufstehen Wer l√§nger sitzt, ist fr√ľher tot!

Viel Sitzen ist t√∂dlich: Wer t√§glich elf und mehr Stunden auf dem Stuhl oder Sofa verbringt, steigert sein Sterberisiko deutlich. Das ist das Ergebnis einer gro√üen australischen Studie, zu der √ľber 220.000 Menschen ab 45 Jahren untersucht wurden. Wer also – wie die meisten – √ľberwiegend im Sitzen arbeitet, sollte zwischendurch so oft wie m√∂glich aufstehen.
√Ėfters Aufstehen:Wer l√§nger sitzt, ist fr√ľher tot!

Bereits nach vier Stunden Sitzen sendet der Körper schädliche Signale

Langes Sitzen ist ungesund. Das ist nichts Neues, denn der menschliche K√∂rper ist nicht f√ľrs Sitzen, sondern f√ľr die Bewegung gedacht. St√§ndiges Verharren auf B√ľrost√ľhlen, Sofa, Autositz und Co. f√∂rdert Muskelverspannungen und R√ľckenprobleme. Ein weit verbreitetes Problem. Dass viel Sitzen aber auch und vor allem f√ľr das Herz gef√§hrlich ist, ist weit weniger bekannt. Britische Kardiologen haben bereits 2011 herausgefunden, dass langes Sitzen bestimmte Enzyme hemmt, die f√ľr den Abbau von Cholesterin oder Triglyceriden verantwortlich sind. In der Folge steigt das Risiko f√ľr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes erheblich an.

Sport nach Feierabend n√ľtzt nichts

In einer Gro√üstudie mit √ľber 220.000 Menschen haben Forscher der Universit√§t Sydney nun die Auswirkungen der Sitz-Zeit auf die Sterblichkeit hin untersucht und sind zu einem ern√ľchternden Ergebnis gekommen: Die Wahrscheinlichkeit eines baldigen Todes steigt bei Vielsitzern mit mehr als elf Stunden pro Tag um ganze 40 Prozent gegen√ľber Menschen, die es sich am Tag blo√ü vier Stunden auf einem Sitzm√∂bel bequem machen. Dabei sind m√∂gliche St√∂rfaktoren, wie Gewicht, Gesundheitszustand und sportliche Aktivit√§ten schon eingerechnet. Erschreckend ist dabei vor allem die Erkenntnis, dass selbst Freizeitsport diesen Prozess nicht aufhalten kann. So wirkte sich Vielsitzen auf sportlich Aktive und Gesunde ebenso negativ aus, wie auf inaktive Probanden und Herzkranke.

Bereits nach vier Stunden schädliche Signale

Warum das so ist, haben schwedische Wissenschaftler um die Sportwissenschaftlerin Elin Ekblom-Bak bereits 2010 herausgefunden. In ihrer Studie stellten die Forscher fest, dass der K√∂rper bereits nach vier Stunden Sitzen so irritiert ist, dass er anf√§ngt sch√§dliche Signale zu senden. Ein Enzym, das am Fettabbau beteiligt ist, arbeitet dann nicht mehr richtig. K√∂rperliche Aktivit√§ten im Anschluss an die Sitz-Zeit konnten diesen Prozess nicht ausgleichen oder gar unterdr√ľcken.

Viele sind Vielsitzer

Doch alles in unserem modernen Leben ist auf Bequemlichkeit und Sitzen hin ausgerichtet: So steigen wie f√ľr die Fahrt in die Arbeit ins Auto oder machen es uns in Bus oder Bahn bequem. Anschlie√üend fahren wir mit dem Lift in die richtige Etage und nehmen auf dem B√ľrostuhl von dem Computer Platz. Nach rund acht Stunden geht’s dann wieder im Auto nach Hause, um am Tisch sitzend das Abendessen zu genie√üen. Im Anschluss machen wir es uns dann noch eine Weile vor dem Fernseher gem√ľtlich. So kommen viele von uns locker auf elf Stunden und mehr t√§gliche Sitz-Zeit.

Kampf dem Vielsitzen

Der Studienleiter der j√ľngsten australischen Studie Hidde van der Ploeg empfiehlt deshalb: "Menschen, die zuhause, in der Arbeit oder im Verkehr viel sitzen, sollten m√∂glichst viel stehen oder gehen". Im Klartext hei√üt das: Wenn m√∂glich, √∂fters mal zu Fu√ü oder mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren. In Bus oder Bahn lieber den Sitzpl√§tz √Ąlteren freimachen. Die Treppe statt den Lift w√§hlen. Und auch im B√ľro jede M√∂glichkeit zum Aufstehen und Gehen nutzen. So kann man sich zum Beispiel angew√∂hnen im Stehen zu telefonieren oder statt einer Mail den Kollegen direkt aufzusuchen. Wichtig ist in Bewegung zu bleiben, Sitzpausen einzulegen und die Sitzdauer insgesamt zu reduzieren. Dabei kann man auch gezielt B√ľrogymnastik machen und den R√ľcken entspannen. Wichtig ist nur dabei nicht sitzen zu bleiben.

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Anja Lang mein Name ist Anja Lang. Ich bin Expertin f√ľr Mobilit√§t, Gesundheit und Vorsorge auf Ihrem Family-Portal. Hier beantworte ich s√§mtliche Fragen rund um die Themen Zuzahlung, Gesundheitsvorsorge, aber auch Autokosten.

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