Wer früher mit dem Auto oder Motorrad durch Vorarlberg in die Schweiz fuhr, musste für den Vorarlberger Abschnitt der Autobahn A14 mindestens 7,70 Euro ausgeben – für eine Zehn-Tages-Vignette, das „Pickerl“. Seit September 2008 ist die Fahrt nun deutlich günstiger: Sie kostet nur noch zwei Euro pro Fahrtrichtung.
Denn seit diesem Zeitpunkt gibt es die „
Korridorvignette“. Sie berechtigt Kraftfahrzeuge bis 3,5 Tonnen – also auch „leichte“ Wohnmobile – für 24 Stunden zum Befahren des rund 23 km langen Streckenabschnittes auf der A14 zwischen der deutschen Staatsgrenze und der Anschlussstelle Hohenems. Auf dieser Strecke, dem „Korridor“, befinden sich die Auf- und Abfahrten Hörbranz-Lochau, Bregenz, Wolfurt, Lauterach, Dornbirn-Nord, Dornbirn-Süd und Hohenems (nahe dem Grenzübergang zur Schweiz). Wer nur diese mautpflichtige Strecke befahren will, für den reicht die Korridorvignette – bei einem Preis von 2 Euro je einfache Strecke ist sie selbst bei Hin- und Rückfahrt deutlich günstiger als das 10-Tage-Pickerl für aktuell 7,90 Euro. (Wer eine normale Vignette hat, braucht natürlich keine zusätzliche Korridorvignette.)
Die Sondervignette gibt es an einigen Tank- und Raststätten sowie an Automaten im Einzugsbereich der Korridorstrecke. Die Automaten können nach Angaben des ADAC vom Fahrzeug aus bedient werden und akzeptieren sowohl Bargeld als auch die gängigsten Kredit- und Tankkarten. Eine aktuelle Liste aller Vertriebspunkte kann man
hier einsehen. Die Vignette muss im Kraftfahrzeug mitgeführt und von außen leicht sicht- und kontrollierbar im Fahrzeuginneren hinter der Windschutzscheibe hinterlegt werden.
Die Regelung gilt voraussichtlich bis 2013. Dann soll die zweite Röhre des Pfändertunnels fertig sein und das Sonder-Pickerl wieder abgeschafft werden.