Haustiere
Wenn Bello Urlaub macht
03.03.2011
Von Caroline Benzel
So mancher Reisende lässt sich von seinem Vierbeiner begleiten – und im Gegenzug bringen viele Urlauber Hunde und Katzen aus ihrem Reiseland mit in die Heimat. Worauf man achten muss.

Für die Einreise nach Deutschland brauchen die tierischen Familienmitglieder einen Heimtierausweis, einen Mikrochip und müssen gegen Tollwut geimpft sein. Diese Regeln gelten innerhalb der gesamten Europäischen Union. Wer mit seinem Tier verreist, sollte sich aber vorab bei der Botschaft des jeweiligen Landes über die Einreisebestimmungen informieren. Bestimmte Kampfhunde-Rassen dürfen nicht nach Dänemark, Großbritannien, Frankreich und in die Niederlande einreisen. Zusätzlich verlangen einige Länder eine amtstierärztliche Bestätigung über die erfolgten Impfungen.
Auch was Leinen- und Maulkorbzwang angeht, gelten im Ausland oft andere Regelungen. Gerade in südlichen Ländern ist die Toleranz gegenüber Hunden äußerst eingeschränkt. In Portugal dürfen Hunde weder in Bussen noch der U-Bahn mitfahren, in Zügen nur in einer Transportbox. Auch das Mitnehmen von Hunden in Restaurants ist vielerorts nicht gestattet. In Italien müssen Hunde häufig einen Maulkorb tragen.
Das richtige Hotel
Die Auswahl des Hotels will gut recherchiert sein. Viele Hotels erlauben zwar die Mitnahme von Hunden oder Katzen – verbieten dann jedoch, das Tier auf dem Gelände mit sich zu führen. Es empfiehlt sich, nach der Buchung eine schriftliche Bestätigung darüber anzufordern, dass das Tier mitgenommen werden darf.
Tierhalter müssen nicht unbedingt mit dem Auto verreisen, viele Fluggesellschaften erlauben auch die Mitnahme von Tieren. Die Regeln sind dabei unterschiedlich. Tiere bis zu sechs Kilo (bei Lufthansa acht Kilo) inklusive Transportbox dürfen mit Herrchen und Frauchen an Bord als Handgepäck mitfliegen – werden dabei allerdings auf das Freigepäck angerechnet. Die Transportbox oder Tasche darf die üblichen Handgepäcksmaße von 55x40x20 Zentimetern nicht überschreiten, damit das Tier unter dem Vordersitz verstaut werden kann. Bei Airberlin fallen dadurch zusätzliche Kosten von 25 Euro pro Kurz- und Mittelstrecke an, muss das Tier in den Frachtraum, zahlt der Besitzer 40 Euro pro Strecke, bei Flügen ab 3.000 Kilometern steigt der Preis auf 120 Euro. Langestreckenflüge mit Vierbeiner im Kabinenraum kosten pro Strecke 40 Euro extra. Lufthansa nimmt für den Transport von Tieren in der Kabine innerhalb Deutschlands 35 Euro für große Tiere im Frachtraum 150 Euro. Alternativ kann auch die reguläre Übergepäckgebühr bezahlt werden.
Hund bleibt in Box
Es ist nicht erlaubt, den kleinen Liebling während des Fluges tröstend herauszunehmen. Wer sich lautes Bellen, Winseln und Miauen ersparen will, kann dem Tier vor Reisebeginn eine Beruhigungstablette geben. Das gilt vor allem für die Vierbeiner, die schwerer als die angegebenen sechs bis acht Kilo sind. Diese kommen samt ihrer Transportbox in den klimatisierten Frachtraum. Das kann auch den stärksten Hund umhauen. Soll ein Tier mitfliegen, muss man das bei der Flugbuchung angeben. Erkundigen Sie sich nach den Kosten und lassen Sie sich die Tier-Buchung schriftlich bestätigen. Oft gibt es eine Maximalzahl der erlaubten Tiere im Frachtraum und zur Ferienzeit kann ein Flug für Tiere auch schon einmal ausgebucht sein.
Wenig problematisch sind Reisen mit der Deutschen Bahn. Hunde bis Katzengröße können Reisende in einer Transportbox gratis mitnehmen. Größere Hunde werden ebenfalls transportiert, für sie muss allerdings ein Ticket gelöst werden. Der Preis entspricht dem für zahlungspflichtige Kinder.