Wandern
Günstig den Urlaub gestalten
10.05.2011
Von Caroline Benzel
Die Natur zu Fuß erkunden, ist nicht nur eine umweltschonende und gesunde Art zu reisen, sondern schont auch den Geldbeutel. Anstatt Geld für Freizeitaktivitäten auszugeben, ist beim Wanderreisen schon die Fortbewegung selbst die Attraktion.
Rund 34 Millionen Menschen wandern nach Angaben des Deutschen Wanderverbandes hierzulande. Auswahl an Wanderrouten gibt es genug. Rund 190.000 Wanderkilometer werden von ehrenamtlichen Helfern der Deutschen Wander- und Gebirgsvereine gepflegt.
Wanderreisende haben die Wahl, wie sie ihre Urlaubsregion erlaufen wollen. Entweder man entscheidet sich für einen festen Standort und erkundet in Tagesausflügen die nähere Umgebung, oder man plant eine mehrtägige Wandertour. „Je länger eine Wanderung dauert, desto besser muss sie vorbereitet sein“, sagt Ute Dicks, Geschäftsführerin vom Deutschen Wanderverband.
Tipps für Wandertouren gibt es auf der Webseite www.wanderbares-deutschland.de. Der Vorteil: Zu jeder Route gibt es bereits Etappen-Vorschläge und auf den Karten sind Übernachtungsmöglichkeiten eingezeichnet. Zudem gibt es Informationen zu Sehenswürdigkeiten und dem Höhenprofil der Stecke. Zu vielen der Tourenvorschläge lässt sich ein Pauschalangebot für die Übernachtungen dazubuchen. Auf Wunsch gibt es sogar einen Gepäcktransport.
Kosten
Eine sechstägige Wanderung auf dem kulturhistorischen Wanderweg Burgenweg im Frankenwald kostet gerade einmal 217 Euro, wenn man alleine unterwegs ist. Enthalten ist neben fünf Übernachtungen auch das Frühstück. Bei der Übernachtung im Doppelzimmer sinkt der Preis auf 183 Euro pro Person. Für den Gepäcktransfer kommen noch einmal insgesamt 83,50 Euro dazu. Insgesamt ist der Weg 76 Kilometer lang, der Routenvorschlag enthält sechs Etappen.
Ebenfalls günstig ist das Wandern bei der 82 Kilometer langen Winterberger Hochtour im Sauerland. Für 220 Euro pro Person sind neben sechs Übernachtungen auch der Transfer, fünf Lunchpakete und die Wanderkarte enthalten.
Für welche Wanderregion man sich letztendlich entscheidet hängt neben den Kosten für Anreise und Übernachtungen auch von der persönlichen Fitness und der eigenen Erfahrung ab. Wer in den Alpen wandert, sollte neben einer guten Konstitution auch Wetter und Schwierigkeit der Wege gut einschätzen können.
Tourenplanung
Ute Dicks empfiehlt Wander-Einsteigern eher in flacheren Regionen, an der Küste oder im Mittelgebirge anzufangen. Wer mit dem Wandern beginnt, sollte sich erst einmal kleinere Etappen unter zehn Kilometern vornehmen, für besser Trainierte sind bis zu 20 Kilometer am Tag realistisch. Sind Kinder mit von der Partie, müssen die Tagesetappen entsprechend kürzer sein.
„Kinder laufen oft wesentlich mehr als die Eltern, weil sie unterwegs immer viel entdecken“, so Dicks. „Außerdem sollten die Eltern die Route so wählen, dass es Attraktionen am Rande des Weges gibt, an denen sie Pausen einlegen können - beispielsweise an einem Bach oder einem Restaurant mit Spielplatz.“
Kleidung, Schuhe
Regenfeste Kleidung, geeignetes Schuhwerk und ausreichend Getränke sollte jeder Wanderer dabei haben, ebenso wie einen Erste-Hilfe-Kit. Ein Taschenmesser, eine Wanderkarte und ein Behälter für interessante Fundstücke wie Blumen oder Steine vervollständigen die Ausrüstung.
Wer mit Hund unterwegs ist, sollte vorher in Hotels und Pensionen nachfragen, ob Tiere willkommen sind. Generell empfiehlt es sich, in der Hauptsaison die Zimmer vorab zu reservieren. Campingfans werden beim Wandern in Deutschland enttäuscht sein, da die Camping-Plätze oft weit ab von den Wanderwegen liegen.
Der Urlaub ist für viele nach wie vor die schönste Zeit des Jahres. Mit unseren Tipps und einem kleinen bisschen Geduld gelangen Sie zu Ihrem Traumurlaub.
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