Was gegen Gepäckverlust hilft
Es gibt allerdings Möglichkeiten, solchen Problemen zu begegnen. Zum einen können Passagiere zumindest bei einigen Airlines bei der Gepäckaufgabe höhere Haftungsgrenzen vereinbaren. Das kann sinnvoll sein, wenn sie wertvolles Gepäck mitführen – es kostet aber extra. Wie viel, ist von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft verschieden. Hier hilft nur die Nachfrage bei der ausgewählten Airline.
Zum anderen lässt sich Reisegepäck auch über Versicherungspolicen schützen. Dafür ist keine spezielle Reisegepäckversicherung nötig, von der Experten wie „Finanztest“ abraten – denn auch über die normale Hausratversicherung und (bei Pauschalreisen) über den Reiseveranstalter sind Koffer, Tasche und deren Inhalt abgesichert. Zudem, so argumentiert die Stiftung Warentest, „müssten Sie sich quasi an Ihrem Gepäck festbinden, damit die Versicherung im Falle eines Verlusts überhaupt für den Schaden aufkommt“. Und das ist ja dann auch kein richtiger Urlaub.
So mindern Sie das Risiko eines Gepäckverlustes – Tipps von Stiftung Warentest und AUC:
- Fliegen Sie direkt. Je weniger Sie umsteigen müssen, umso geringer ist das Risiko, dass Gepäck verloren geht.
- Versehen Sie Ihr Gepäck mit Ihrer Heimatadresse. Praktisch ist auch ein auffälliges Zeichen am Koffer, zum Beispiel ein bunter Aufkleber. Solche besonderen Kennzeichen erleichtern im Ernstfall die Suche nach dem Koffer.
- Medikamente, Wertsachen, Pass, Schlüssel und dergleichen gehören immer ins Handgepäck! Wenn Sie gebeten werden sollten, Ihr Handgepäck als einzucheckendes Gepäck aufzugeben, etwa weil es zu schwer oder zu voluminös ist, sollten Sie diese Dinge als Erstes herausnehmen und in der Jackentasche oder einem kleineren Handgepäckstück unterbringen.
- Kleine zerbrechliche Dinge oder Wertgegenstände haben im Hauptgepäck nichts verloren. Lieber ins Handgepäck stecken.
- Wer nicht allein reist, sollte zumindest darüber nachdenken, einige eigene Kleidungsstücke im Koffer des Mitreisenden zu deponieren und umgekehrt – wenn am Ziel ein Koffer fehlt, kann man sich auf diese Weise zumindest kurzfristig behelfen. Besonders für Familien wichtig, damit der ersehnte Urlaub nicht schon mit unnötig viel Ärger anfängt!
- Wenn schon eine Gepäckversicherung, dann richtig: Eine entsprechende Police sollte auch für den Fall gültig sein, dass sich Ihr Gepäck in der Obhut einer Airline befindet. Und: Eine Versicherung lohnt sich nur, wenn deren Entschädigung höher ist als 1000 Sonderziehungsrechte des Montrealer Abkommens (das entspricht etwa 1.134 Euro) – so viel zahlen die Fluggesellschaften im besten Fall auch.
- Quittungen zumindest für teurere oder wichtige Dinge im Hauptgepäck aufheben. So hat man eine bessere Chance, den Gepäckverlust von der Airline wenigstens zum Teil ersetzt zu bekommen.
Gepäckverlust
Seite 4: Was gegen Gepäckverlust hilft
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Leserkommentare
30.04.2012 14:58 Uhr
maimon: Kofferverlust
Wir haben in Punta Cana 5 Tage auf einen Koffer gewartet! Air Berlin schickte ihn mal nach Spanien, dann nach Berlin, dann an falschen Flughafen in der Dom.Rep.! Es ist ja nicht so, dass man dort an jeder Ecke Ersatzklamotten bekommt! Entschuldigung von Air Berlin war lapidar, Abwicklung ging dann über TUI. Alles in allem war die ganze Sache sehr unbefriedigend.
21.04.2012 14:04 Uhr
Christina: Air Berlin - Kofferverlust
Heute auf einem Direktflug von Palma de Mallorca nach Hamburg ist einer unserer insgesamt zwei Koffer nicht angekommen. Mal sehen, wann und ob wir ihn jemals wiedersehen. Was für eine schlampige Airline!
Foto: colourbox.com ID:2566