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Wie viel kostet der Ausgleich?
Mit welchem Betrag man sich sozusagen ein „grünes Gewissen“ erkaufen kann, ist einer der spannendsten Punkte. Die Tabelle zeigt, dass sehr unterschiedliche Ergebnisse herauskommen, wenn man mehrere Anbieter die Kohlendioxid-Emissionen für ein und dieselbe Flugstrecke berechnen lässt. Daraus resultieren verschiedene Beträge, mit denen das ausgestoßene Gas kompensiert werden soll. Für einen Flug von Düsseldorf nach Palma de Mallorca und zurück reicht die Spanne von 576 bis zu 900 Kilogramm CO2 – und von 8,58 bis zu 18 Euro Kompensations-Kosten. Bei den anderen Flügen sieht es ähnlich aus. Zum Vergleich sind in der Tabelle auch die Daten aufgeführt, die die CO2-Rechner der Umweltorganisationen WWF und Greenpeace liefern – manche der Anbieter liegen mit ihren Angaben recht nahe bei diesen Werten, andere nicht.
Wie kommen die unterschiedlichen Werte zustande?
Sie sind das Ergebnis unterschiedlicher Berechnungsformeln. Ein Beispiel: Während etwa die Umweltschutzorganisation WWF bei ihrem eigenen CO2-Rechner davon ausgeht, dass Treibhausgase, die bei Flugreisen in großer Höhe ausgestoßen werden, einen etwa um das Dreifache stärkeren Klimaeffekt haben, ist anderswo kein solcher Korrekturfaktor vorhanden. Auch Flugzeugflotte und Auslastung wirken sich auf die Berechnung aus – und schließlich spielt auch eine Rolle, wie hoch der Wert ist, der für die Kompensation von einem Kilogramm oder einer Tonne CO2 angesetzt wird. Bei Prima Klima Weltweit ist es einfach: Der Ausgleich von einer Tonne Kohlendioxid-Ausstoß kostet zehn Euro. Bei Atmosfair sind es 23 Euro pro Tonne, bei Climate Friendly 16,53 Euro.