Check-in im Internet
Schnell und bequem zum Flieger
27.12.2011
Von Sandra Petrowitz
Sitzplatz aussuchen, Bordkarte ausdrucken, fertig: Immer mehr Fluggesellschaften setzen auf das Einchecken im Internet statt auf den Check-in am Schalter oder Automaten.
Denn damit kommen Passagiere schneller und bequemer zum Flieger – und verursachen den Airlines weniger Arbeit. Ein Vorteil für alle Beteiligten – doch es gibt auch Grenzen und Stolpersteine beim Online-Check-in.
Wer hat nicht schon mal in einer dieser langen Schlangen vor den Abfertigungsschaltern am Flughafen gestanden, den Koffer oder die Reisetasche im Minutenabstand einen Meter weiter befördert und sich gewünscht, das Einchecken schnell und bequem hinter sich zu bringen? Abhilfe schafft bei immer mehr Fluggesellschaften der Check-in via Internet. Das Grundprinzip: Dabei suchen sich die Fluggäste ihren Sitzplatz im weltweiten Datennetz selbst aus und drucken ihre Bordkarte anschließend auch selbst aus.
Die Airlines beteiligen die Passagiere an der Arbeit
Früher war die Abfertigung der Fluggäste ein langwieriges Prozedere. Und auch heute noch kommt man nicht drumherum. Denn wenn jemand ein Flugticket kauft, heißt das noch lange nicht, dass er den Flug auch antritt. Zur Feststellung der Anwesenheit und zur Ermittlung der Gepäckmenge ist die Abfertigung nötig, der Check-in. Der Passagier weist sein Ticket vor, bekommt einen Platz im Flugzeug, gibt sein Gepäck auf und erhält die Bordkarte sowie gegebenenfalls einen Gepäcknachweis. Das ist viel Arbeit – und deshalb haben die Airlines durchaus Interesse daran, ihrem Passagier zumindest einen Teil davon aufzubürden.
Das kann man kritisieren; es ist aber nicht nur nachteilig. Wer selbst via Internet eincheckt, erspart sich Schlangestehen und Wartezeiten, kann sich seinen Sitzplatz selbst aussuchen und hat – vor allem wenn er ohne aufzugebendes Gepäck unterwegs ist – darüber hinaus den Vorteil, dass er sich buchstäblich in letzter Minute zum Gate begeben kann: Er ist bereits eingecheckt und muss entweder gar kein Gepäck aufgeben oder kann es an einem speziellen Schalter einfach abliefern, ohne sich in die Abfertigungsschlange einzureihen. Außerdem hat derjenige, der sich bereits 24 Stunden vor dem Abflug für das Einchecken entscheidet, mit Sicherheit die größere Auswahl bei den Sitzplätzen als derjenige, der eine Stunde vor Abflug zum Schalter wetzt – und kann je nach persönlichen Präferenzen einen Gangplatz wählen oder bekommt sogar einen der Sitze mit größerer Beinfreiheit an den Notausgängen.
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