Bahn
Sparpreis auch in der 1. Klasse
Neuer Name, altbekanntes Produkt: Das Dauer-Spezial der Deutschen Bahn heißt neuerdings "Sparpreis". Was viele Bahnkunden nicht wissen: Sind die günstigen Fahrscheine in der 2. Klasse ausgebucht, kann sich ein Blick in die 1. Klasse lohnen – dort gibt es den Sparpreis nämlich auch.
Ob die Deutsche Bahn bei der Namenswahl ein glückliches Händchen hatte, sei mal dahingestellt. Vermutlich dürfte die Verwirrung eher größer geworden sein, denn neben dem neuen "Sparpreis" (dem alten "Dauer-Spezial") existieren noch zwei weitere "Sparpreise" (Sparpreis 25 und Sparpreis 50).
Doch wie auch immer: Das Schnäppchenticket gibt es in der 2. Klasse ab 29 Euro für die einfache Strecke innerhalb Deutschlands (19 Euro bei Strecken bis 250 km). Sind die billigsten Tickets weg, geht es in Zehn-Euro-Schritten hinauf bis auf 89 Euro. Und genau da kommt der "Sparpreis" 1. Klasse ins Spiel, der unter Umständen sogar günstiger sein kann als eine Fahrt in der 2. Klasse.
49 Euro pro Fahrt
Den "Sparpreis" 1. Klasse gibt es ab 49 Euro je einfache Fahrt. Daher kann sich ein Blick in die 1. Klasse rentieren, wenn man in der 2. Klasse kein günstiges Ticket mehr bekommt: Wer zum Beispiel von Hamburg nach München fährt und nicht auf den 2.-Klasse-Sparpreis zugreifen kann, spart immer noch Geld, wenn er einen günstigen 1.-Klasse-Sparpreis nimmt. Denn der Normalpreis für die Strecke in der 2. Klasse liegt bei 129 Euro – und damit höher als der Preis von vier Sparpreis-Kategorien in der 1. Klasse (49, 69, 89 und 109 Euro). Wichtig: Die Sparpreis-Konditionen wie Zugbindung und Vorkaufsfrist gelten auch bei 1.-Klasse-Tickets.
Die Bedingungen sind die gleichen wie für das Dauer-Spezial 2. Klasse: Die Fahrkarten sind an einen festen Zug gebunden, müssen spätestens drei Tage vor dem Reisetag gebucht werden und sind erhältlich, solange der Vorrat reicht. In geringer ausgelasteten Zügen sind mehr Tickets verfügbar als beispielsweise zu den Hauptreisezeiten am Freitag oder am Sonntag. Und wer für den Fahrkartenkauf Personal in Anspruch nimmt, zahlt fünf Euro Aufpreis.