Bahn
Sparpreis auch in der 1. Klasse
05.12.2011
Von Sandra Petrowitz
Wo Sparpreis draufsteht, ist Sparpreis drin: Die Deutsche Bahn bereinigt zum Jahresende ihre verwirrende "Sparpreis"-Vielfalt. Was viele Bahnkunden nach wie vor nicht wissen: Sind die günstigen Fahrscheine in der 2. Klasse ausgebucht, kann sich ein Blick in die 1. Klasse lohnen – dort gibt es den Sparpreis nämlich auch.

Lange existierte der "Sparpreis" (das alte "Dauer-Spezial") parallel zu zwei weiteren Sparpreisen ("Sparpreis 25" und "Sparpreis 50", jeweils mit Hin- und Rückfahrt und Wochenendbindung). Doch nun hat auch die Bahn erkannt, dass dies mehr Verwirrung als Klarheit stiftet – und stellt den "Sparpreis 25" und den "Sparpreis 50" zum Ende des Jahres 2011 ein. Offizielle Begründung: zu wenig Nachfrage.
Nutznießer ist der "Sparpreis": Das Schnäppchenticket gibt es in der 2. Klasse auch nach der Fahrplanumstellung am 11. Dezember unverändert ab 29 Euro für die einfache Strecke innerhalb Deutschlands (19 Euro bei Strecken bis 250 km). Sind die billigsten Tickets weg, geht es in Zehn-Euro-Schritten hinauf bis auf 89 Euro. Und genau da kommt der "Sparpreis" 1. Klasse ins Spiel, der unter Umständen günstiger sein kann als eine Fahrt in der 2. Klasse.
49 Euro pro Fahrt
Den "Sparpreis" 1. Klasse gibt es ab 49 Euro je einfache Fahrt. Daher kann sich ein Blick in die 1. Klasse rentieren, wenn man in der 2. Klasse kein günstiges Ticket mehr bekommt: Wer zum Beispiel von Hamburg nach München fährt und nicht auf den 2.-Klasse-Sparpreis zugreifen kann, spart immer noch Geld, wenn er einen günstigen 1.-Klasse-Sparpreis nimmt. Denn der Normalpreis für die Strecke in der 2. Klasse liegt neuerdings bei 135 Euro – und damit höher als der Preis von mehreren Sparpreis-Kategorien in der 1. Klasse (ab 49 Euro). Wichtig: Die Sparpreis-Konditionen wie Zugbindung und Vorkaufsfrist gelten auch bei 1.-Klasse-Tickets. Bis zu vier Mitfahrer sind zu Preisen ab je 20 Euro unterwegs, und wer eine Bahncard 25 hat, bekommt auf den Sparpreis 25 Prozent Rabatt.
Auch sonst gelten die gleichen Bedingungen wie in der 2. Klasse: Die Fahrkarten sind an einen festen Zug gebunden, müssen spätestens drei Tage vor dem Reisetag gebucht werden und sind erhältlich, solange der Vorrat reicht. In geringer ausgelasteten Zügen sind mehr Tickets verfügbar als beispielsweise zu den Hauptreisezeiten am Freitag oder am Sonntag. Und wer für den Fahrkartenkauf Personal in Anspruch nimmt, zahlt fünf Euro Aufpreis.