Die Deutsche Bahn bietet treuen Kunden ein Bonusprogramm an. Jeder kann daran teilnehmen, beim Kauf von Fahrkarten oder dem Erwerb einer Bahncard Punkte sammeln und diese später gegen Prämien eintauschen. Darunter sind kostenlose Fahrkarten ebenso wie Gutscheine für die Bordrestaurants.
Das Programm nennt sich
bahn.bonus und gilt für alle Bahnfahrer – neuerdings sogar für jene, die keine Bahncard haben (was früher Voraussetzung für eine Teilnahme war). Nun berechtigt auch die kostenlose "bahn.bonus Card" zum Punktesammeln. Wer diese Karte online beantragt, bekommt schon die ersten 150 Punkte. Und wer damit einverstanden ist, von der Bahn Werbe-E-Mails zu erhalten, kassiert bereits bei der Anmeldung weitere 250 Punkte – was einiges über den Wert der eigenen E-Mail-Adresse aussagt.
Ansonsten funktioniert das Punktehamstern so: Bei jedem Kauf von Fahrkarten (Fahrkartenwert: mindestens 5 Euro) und beim Kauf einer Bahncard gibt es für jeden Euro Umsatz einen Punkt. Das bedeutet: Eine Fahrkarte für 35 Euro bringt 35 Punkte. Das ist mager, weswegen sich das Sammelprogramm allenfalls für Bahn-Vielfahrer lohnen dürfte. Immerhin gibt es Sonderaktionen, bei denen sich zusätzlich Punkte kassieren lassen. Auch bei einigen Hotels und Autovermietungen sowie bei "call a bike" oder im Bahnshop ist Punktesammeln möglich.
Bonus-Bahnfahrer müssen einschließlich der geschenkten 150 Punkte zu Beginn der Sammelei mindestens 500 Punkte zusammengetragen haben, um sie gegen eine Prämie eintauschen zu können. Sie können aber auch für eine größere Prämie weitersammeln. Die Prämien sind je nach Punktezahl verschieden. So gibt es für 500 Punkte einen 5-Euro-Gutschein für die Bordgastronomie oder einen Gutschein für sieben Ausgaben der "FAZ". Für 750 Punkte bekommt man ein Call-a-Bike-Guthaben in Höhe von 9 Euro, für 1.000 Punkte ein Länder-Ticket oder eine kostenloses Upgrade in die 1. Klasse (einfache Fahrt). 1.500 Punkte – das entspricht einem Umsatz von 1.500 Euro – muss man für eine Freifahrt in der 2. Klasse (einfache Fahrt) oder ein Schönes-Wochenende-Ticket gesammelt haben, bei 2.000 Punkten (= 2.000 Euro Umsatz) gibt’s Hin- und Rückfahrt in der 2. Klasse umsonst.
Apropos 2.000: Wer so viele Punkte in einem Jahr gesammelt hat, bekommt den "bahn.bonus comfort"-Status mit Zugang zur DB-Lounge in den Bahnhöfen und einigen anderen Annehmlichkeiten. Allerdings verfallen die Statuspunkte nach zwölf Monaten. Prämienpunkte hingegen sind ab dem Sammeldatum drei Jahre gültig, was Wenigfahrern entgegenkommt. Ihren Punktestand können Bahnpunkte-Sammler im Internet abfragen. Nachträglich kann man die Punkte nicht gutschreiben lassen, deshalb immer gleich beim Fahrkartenkauf darauf achten. Anders ist es bei Punkten, die man bei Bahn-Partnern wie Hotels oder Autovermietungen sammelt: Dort ist eine nachträgliche Gutschrift binnen sechs Monaten möglich.