Geldentwertung ist nicht mehr nur ein Thema für Wirtschafts-Wissenschaftler. Die Inflation zieht an und Sparer sollten ihr Kapital sinnvoll positionieren. Geldsparen rät: Bleiben Sie nachhaltig flexibel.
Die ruhigen Zeiten an der Geldentwertungsfront sind wohl vorbei. Nach ersten Schätzungen war das Leben im Juni 2011 um 2,3 Prozent teurer als im Vorjahr. Die allgemeine Geldentwertung scheint sich über dem Stabilitätsziel der Europäischen Zentralbank einzupendeln. Die angestrebten Werte von unter zwei Prozent werden wohl länger nicht mehr erreicht werden und manche Volkswirte rechnen noch in diesem Jahr mit einer drei vor dem Komma. Als Verbraucher spüren wir die Teuerung ja schon länger an der Supermarktkasse oder Tankstelle und können uns kaum dagegen wehren. Sparer haben hier mehr Möglichkeiten und sollten jetzt ihre Anlagepolitik genau überdenken. Denn übersteigt die Inflationsrate den Zins, wird das Geld realistisch betrachtet auf dem Konto weniger wert und das muss nicht sein.
In so einer Situation gehört Bargeld weder in den Sparstrumpf noch unter das Kopfkissen sondern in eine werstabile Anlageform. Denn ohne Verzinsung schlägt die Inflation auf jeden Fall voll durch und Sie können sich für die Scheine und Münzen immer weniger kaufen. Allenfalls müssten Sie Gold, Heizöl oder Lebensmittel horten, denn die behalten in der Regel Ihren Wert relativ unabhängig von der Inflation. Da diese Anlagen aber auch keine Zinsen abwerfen und oft noch hohe Kosten für sichere Lagerung verursachen oder schlicht verderben, ist das nur etwas für den absoluten Ernstfall einer Hyperinflation. Bei den immer noch eher moderaten erwarteten Inflationsraten können Sparanlagen eine viel vernünftigere Alternative sein, allerdings nur die Besten.
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21.12.2010 13:25 Uhr
Rita Bock: Immobilienfonds
@Dominik
Und wenn die nächste Blase platzt, ist das Geld weg. Das ist wohl nur eine Anlageform für Leute, die zu viel Geld haben.
22.04.2010 11:34 Uhr
Redaktion: Hinweis der Redaktion
Natürlich gibt es auch noch andere Anlageformen, die sich in Zeiten von Inflation bewähren können. Dazu gehören sicher unter anderem Aktien, Immobilien und natürlich auch Gold. Allerdings sollten Anleger hier immer auch die grundsätzlichen Risiken kennen. Zum Beispiel bei den von Ihnen erwähnten Immobilienfonds kamen und kommen gerade in jüngster Zeit manche Anteilseigner monatelang nicht an ihr Kapital und müssen wahrscheinlich mit deftigen Verlusten leben. Andere Fonds haben sich dagegen durchaus auch in der Krise bewährt und werden das wahrscheinlich auch bei einer anziehenden Inflation wiederholen können. Die richtige Auswahl erfodert viel Information, Erfahrung und oft auch eine Portion Glück. Das ist nicht unbedingt für jeden etwas. Im Vergleich dazu ist eine Bankanlage eine relativ gut kalkulierbare Möglichkeit, die sich auch für unerfahrene Investoren eignet, die Risiken eher scheuen und trotzdem auf eine mögliche Geldentwertung reagieren wollen.
21.04.2010 20:16 Uhr
Dominik: Warum immer nur Bankanlagen?
Ich frage mich gerade, was eine ganz normale Bankanlage für einen Schutz vor der Inflation sein soll? Wenn ich über Geldanlagen in Verbindung mit Inflation rede, dann sollten Anlageformen wie Immobilienfonds genannt werden, und nicht eine Bankanlage
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