Jetzt eine Solaranlage auf das Dach zu bauen, wärmt nicht nur das Herz von Öko-Freaks, sondern auch das von kühlen Rechnern. Geldsparen zeigt, wie sich die sonnigen Anlagen rentieren, warum sich in diesem Sommer bauen lohnt und wie sie auch weiterhin nachhaltig finanziert werden können.
Sind die sonnigen Zeiten vorbei, in denen Solaranlagen Traumrenditen abwarfen? Nein, wohl eher nicht, denn trotz der beschlossenen
Kürzung der Förderung für Strom aus Sonnenlicht, rentiert sich eine Fotovoltaikanlage für einen Privathaushalt wohl noch immer unter dem Strich. Stiftung Warentest rechnet derzeit noch mit einer durchschnittlichen Rendite von 6,5 bis 7,3 Prozent. Wer sich noch richtig beeilt und das Solar-E-Werk vor Oktober auf das Dach bringt, muss auch nur mit 13 Prozent weniger Preisgarantie rechnen. Aber selbst danach errichtete Anlagen, die nochmal drei Prozent weniger Einspeisungsvergütung bekommen, werden ein gutes Geschäft sein. Denn auch wenn das Geld hier für Jahrzehnte fest liegt, bringt es eine so gute Verzinsung wie derzeit kaum eine ähnlich sichere Anlageform. Für umweltgerechte Heizungsanlagen, die zum Beispiel Warmwasser mit Sonnenlicht CO2-sparend aufheizen,
gibt es seit 12. Juli 2010 auch wieder staatliche Unterstützung.
Nicht umsonst glänzt das Silizium und blitzen Kollektoren heutzutage von unzähligen Scheunen und Dächern, unabhängig von der politischen und ökologischen Motivation der Eigentümer. Aber viele, die die Kraft der Sonne nutzen möchten, haben nicht nur Zahlen im Kopf, sie wollen auch Ihre persönliche Umweltbilanz verbessern. Geldsparen zeigt, wie Sie Ihr grünes Gewissen entlasten, saubere Rendite einfahren und das auch noch nachhaltig finanzieren:
Selbst die besten Anbieter liegen bei langen Laufzeiten über zehn Jahre deutlich über sechs Prozent. Bevor Sie zur Bank gehen, sollten Sie also unbedingt sämtliche Förderungsmöglichkeiten kennen. Besonders die staatliche
KfW Bankengruppe hat für den Bau von Solaranlagen oder energetische Sanierungen attraktive Angebote, die man auf jeden Fall kennen sollte. Aber gerade für Fotovoltaikanlagen haben auch private Banken interessante Finanzierungsangebote, die sich bei wahrscheinlichen Renditen von bis zu acht Prozent selbst ohne Eigenkapital rentieren.
So bietet etwa die
GLS eine Finanzierung ab 3,8 Prozent und verlangt als Sicherheit nur die Abtretung der garantierten Einspeisevergütung. Bei einer zehnjährigen Zinsbindung liegt der Effektiv-Zins in diesem Zeitraum bei 4,39 Prozent. Ähnliche Konditionen gibt es auch für Heizungserneuerungen zum Beispiel mit einer Solarthermieanlage. Die
Umweltbank finanziert auch ab 3,8 Prozent das heimische Sonnen-E-Werk auf dem Dach, allerdings ist hier das Mindestkreditvolumen 15.000 Euro und bei zehnjähriger Zinsbindung ist dafür der Effektiv-Zins bei 4,26 Prozent etwas günstiger. Neben den beiden „grünen“ Banken haben auch normale Anbieter das gute Geschäft mit den erneuerbaren Energien im Visier, so finanziert zum Beispiel die
DKB Investitionen in die Sonnen- und Alternativenergie ab 3,72 Prozent. Der Effektivzins für zehn Jahre Konditionsfestschreibung kommt allerdings auf relativ hohe 4,99 Prozent. Baut man die Anlage nicht zu klein bzw. zu teuer und geht von einer Lebendsdauer von über 20 Jahren aus, lohnt sich das wahrscheinlich finanziell trotzdem und dem grünen Gewissen dient es auf jeden Fall nachhaltig.