Warmes Wasser dank Solarthermie
Sie bauen gerade ein neues Haus? Oder ist bei Ihrer Immobilie gerade eine Sanierung der Heizung fällig? Auch wenn Sie einfach Ihre persönliche CO2-Bilanz möglichst effektiv verbessern wollen, sollten Sie darüber nachdenken, ob Wärmegewinnung aus Sonne (Solarthermie) nicht etwas für Sie wäre. Das Prinzip funktioniert einfach: Bei einer Solarthermieanlage werden dunkle Kollektoren auf dem Dach des Gebäudes angebracht, durch die Wasser fließt. Wie in einem Gartenschlauch im Sommer erwärmt sich die Flüssigkeit darin durch die Kraft der Sonne – das Ergebnis ist natürlich hergestelltes Warmwasser - zum Duschen, Baden etc. Bei modernen Anlagen wird auch das Wasser für Heizkörper, Waschmaschine und Co. solar zumindest vorgewärmt, was auch in den Wintermonaten für eine verbesserte Energiebilanz sorgt.
Wem es vor allem um einen persönlich besonders umweltfreundlichen Fußabdruck geht, der ist mit Solarthermie auf der richtigen Seite. Schon nach ein bis zwei Jahren Betrieb ist die CO2-Bilanz der Anlage in der Regel positiv, das heißt ab dann spart sie effektiv schädliches Klimagas. Bei einer zu erwartenden Lebensdauer von 30 Jahren und mehr, sind das wirklich sonnige Aussichten aus Umweltsicht.
Am Anfang kostet es
Allerdings erfordert die Sache aus finanzieller Perspektive eine nicht ganz unerhebliche Anfangsinvestition: Ein Vier-Personen-Haushalt muss zwischen 4.000 bis 6.000 Euro für so eine Anlage auf dem Dach und die nötigsten Umbaumaßnahmen rechnen. Wird die Heizung gleich mit erneuert, liegen die Kosten auch mal beim Doppelten. Damit sparen Sie dann künftig je nach Anlagengröße und energetischem Hauskonzept rund ein Fünftel an Brennstoffen wie Öl oder Gas ein. Bis die Anlage so ihren Preis wieder reingeholt hat, kann es auf heutigem Preisniveau für Erdöl und Erdgas mehrere Jahrzehnte dauern, meinen Kritiker. Die Befürworter rechnen eher mit explodierenden Energiepreisen und beziehen die gute Ökobilanz der Anlagen ins Kalkül mit ein.
Insgesamt ist Solarthermie das perfekte Modell für Leute, die etwas fürs grüne Gewissen tun möchten und sich unabhängiger von den schrumpfenden Erdöl- und Erdgasreserven machen wollen. Idealerweise kombinieren diese das gleich mit einem neuen energetischen Gesamtkonzept (Dämmung, Niedrigtemperaturheizung, etc.) und sparen so mehrere Tonnen CO2 im Jahr. Finanziell gesehen gibt es aber noch besser kalkulierbare Lösungen.
Solaranlagen
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