Schufa und Co.
Datensammler durchschauen
10.11.2011
Von Florian Junker
Es kann sich lohnen die bei Auskunfteien wie Schufa und Co. gespeicherten Daten zu kontrollieren, gerade wenn man sich Geld leihen möchte. Geldsparen erklärt, wie sich die persönliche Bonität kostenlos überprüfen und eventuell verbessern lässt.

Mit welcher Wahrscheinlichkeit bekomme ich mein Geld? Diese Frage stellt sich jedes Unternehmen, das Kredite vergibt, seine Waren auf Rechnung versendet oder mit einem Service wie Telefonieren in Vorleistung tritt. Eine Antwort darauf geben ihnen Auskunfteien wie Schufa, Creditreform oder Bürgel, die fast von jedem Bundesbürger ein Profil seiner wirtschaftlichen Verlässlichkeit gespeichert haben. Oft hängt es von diesen Daten ab, ob es bei der Bank einen günstigen Kredit oder sogar einen saftigen Zinsaufschlag gibt.
Wer der Weitergabe seiner Daten widerspricht, tut sich meist schwer, auch nur ein normales Girokonto mit EC-Karte zu bekommen. Und auf die Auskunfteien ganz zu verzichten kann sogar für Verbraucher gefährlich sein: „Fallen Sie nicht auf Kredithaie herein, die Ihnen Geld ohne Schufa-Abfrage in Zeitungsanzeigen oder im Internet anbieten“, rät nicht nur die Verbrauchzentrale Bremen und urteilt klar: „Das ist garantiert unseriös und viel zu teuer.“
Trotzdem sind die gespeicherten Profile mit Vorsicht zu genießen, denn nicht selten sind die Daten veraltet oder schlicht falsch. Und das kann für Sie bei den Verhandlungen über vorteilhafte Kreditkonditionen zum kostenintensiven Problem werden. Deshalb macht es Sinn gerade vor einem geplanten Kreditgespräch mit der Bank für Hausbau, Umschuldung oder auch einem normalen Ratenkredit, seine gespeicherten Informationen ab und an selbst zu überprüfen.
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