Kreditkarte sofort und ohne Schufa-Auskunft? Mit einer Guthaben-Variante von Visa und Co. kein Problem. Prepaidkarten haben zusätzlich Sicherheitsvorteile beim Internetshopping und können auch Jugendlichen auf Reisen kostbare Dienste leisten. Worauf man achten muss, um am Ende nicht drauf zu zahlen.
Das bargeldlose Bezahlen hat so seine Tücken - gerade im Internet und auf Urlaubsreisen sollte man auf sein Plastikgeld besonders achtgeben. Denn mit etwas krimineller Energie und den kostbaren Kartendaten, kann es im schlechtesten Fall für den Inhaber schnell verdammt teuer werden, wenn Verbrecher das Plastik bis zum Limit ausreizen.
Deswegen empfehlen Verbraucherschützer für den Netzeinkauf statt einer normalen Kreditkarte besser eine Guthabenkarte zu verwenden. Denn wird diese mißbraucht, kann nur der vorher aufgeladene Betrag geklaut werden. Allerdings ist diese Sicherheit nicht immer günstig - zum Teil werden satte Jahresgebühren von fast 80 Euro verlangt. Teilweise werden sogar noch zusätzlich beim Kauf Kosten fällig, was das Plastik im ersten Jahr über 200 Euro teuer machen kann. Wer clever vergleicht, kommt aber schon ab 20 Euro im Jahr oder sogar ganz kostenlos in den Genuss des bargeldlosen Zahlens.
So sieht sie aus
Prepaid-Kreditkarten sind „echte“ Kreditkarten, haben aber in der Regel eine glatte Oberfläche. Bei Stellen, die noch das althergebrachte „Ritsch-Ratsch“-Gerät benutzen, wird sie deswegen nicht akzeptiert, denn das Gerät braucht die hervorstehenden Buchstaben, sonst kann es die Karte nicht lesen. Auch einige Autovermieter bestehen auf eine „klassische“ Kreditkarte zur Zahlungsgarantie. Im Normalfall lässt sich aber auch eine glatte Karte an Millionen von Akzeptanzstellen und Geldautomaten weltweit wie ein gewohntes Stück riffiliges Plastik einsetzen.
Ein Vorteil dieser Kartenvariante ist, dass sie praktisch jeder bekommen kann. Egal ob Jugendliche, Selbstständige oder Menschen in schwierigen Finanzsituationen – eine Prepaid-Karte kriegen sie alle in der Regel, wenn sie bei der Post einen Ausweis vorlegen können und ein deutsches Girokonto haben - auch bei noch so negativen Schufa-Einträgen.
Im Prinzip funktioniert sie wie eine Prepaid-Karte im Handy. Wer etwas ausgeben möchte, muss vorher Geld auf die Karte laden. Das geht relativ einfach per Überweisung und der Guthabenstand kann per Internet, Telefon oder zum Teil auch SMS abgefragt werden. Manche Anbieter verlangen dafür Gebühren, die Onlineabfrage ist aber in der Regel kostenfrei. Bezahlen lassen sich manche auch das Abheben am Geldautomaten oder den Einsatz in Fremdwährungen.