Online-Banking ist praktisch - aber leider auch nicht ganz ungefährlich. Fast jedes zweite Konto wird schon über das Internet geführt, aber leider nehmen auch die Betrugsfälle zu. Wie sich Kunden schützen können.
Mit Kontonummer und Onlinebanking-PIN einloggen. Überweisung ausfüllen, TAN 27 eintippen und abschicken. So einfach funktioniert das Bankengeschäft im World Wide Web. Keine Anfahrt zur Bankfiliale, kein Warten am Schalter und in der Regel keine oder zumindest kaum Gebühren. 45,1 Millionen deutsche Bankkonten werden laut Bundesbank online geführt. Im letzten Jahr erledigten 44 Prozent der Deutschen Ihre Bankgeschäfte online. Leider steigt damit auch das Interesse von Kriminellen am Onlinebanking.
Das Bundeskriminalamt (BKA) registrierte für das Jahr 2010 5.300 Fälle und damit eine Zunahme des virtuellen Bankraubs um 82 Prozent. Dabei fangen Internetverbrecher in der Regel eine Transaktionsnummer (TAN) ab und können so Geld auf ein beliebiges Konto überweisen. Im Schnitt lag die Schadenssumme je Betrug bei rund 4.000 Euro. "Verschiedene Trojaner sind speziell auf den deutschen Bankenmarkt ausgerichtet und verfügen über das technische Potenzial, das
iTAN-Verfahren erfolgreich anzugreifen", warnte
BKA-Präsident Jörg Ziercke. Aber wie kann man sich dagegen schützen?
Nummer sicher?
Das heute noch oft verwendete verbesserte TAN-Verfahren "iTAN", bei dem eine zufällig bestimmte TAN eingegeben werden muss, bieten leider keine absolute Sicherheit. Internetkriminelle schalten sich etwa mit einem Phishing-Angriff zum Beispiel mit einer gefälschten Internetseite und vorher eingeschleusten Schadprogrammen sozusagen zwischen Kunden und Bank. Die abgefangene iTAN wird sofort für eine Überweisung durch die Verbrecher genutzt, der Kunde merkt dies oft erst auf dem Kontoauszug. Beschwert er sich sofort bei seiner Bank, bekommt er allerdings oft noch sein Geld zurück, allerdings nicht auf jeden Fall.