Wie viel kostet Ihr Giro? Praktisch nichts, denken Sie? Da könnte sich so mancher Bankkunde ordentlich täuschen, denn für ein ganz gewöhnliches Girokonto verlangen manche Institute unter dem Strich oft über hundert Euro im Jahr. So entlarven Sie Kostenfallen:
1. Überziehungszins
Viele Hausbanken verlangen für das Girokonto auf den ersten Blick niedrige Pauschalen oder sogar gar keine Gebühren. Allerdings schlagen dafür nicht die wenigsten bei den Dispozinsen richtig zu und das kann unterm Strich ordentlich Geld kosten. Wer an durchschnittlich zehn Tagen des Monats zum Beispiel mit 900 Euro im roten Bereich ist, zahlt dafür im Moment bei einer ganzen Reihe von Anbietern um die 40 Euro und mehr jährlich.
Bei den günstigsten Banken aus dem
Geldsparen-Vergleich kostet Sie der gleiche Sachverhalt nur 18 Euro und weniger. Top-Anbieter bieten das schnelle Geld bereits um sechs Prozent an und das kann sich rechnen: Fällt zum Beispiel Ihre Gehaltsgutschrift immer in die Mitte des Monats, die Miete wird jedoch bereits am Monatsanfang abgebucht und kommt es so regelmäßig zu finanziellen Engpässen kann sich ein Bankenwechsel besonders lohnen. Erfragen Sie doch mal den Zinssatz für geduldete Überziehungen (Dispozins) bei Ihrem Geldinstitut. Liegt der deutlich über zehn Prozent, sollten Sie wahrscheinlich wechseln – und Sie sparen Monat für Monat bares Geld.
2. Guthabenvergütung
Umso deftiger manche Banken bei kurzfristigen Kreditzinsen zuschlagen, desto knausriger sind sie in der Regel bei der Honorierung von Guthabenbeständen auf dem Girokonto. Sehr oft gibt es gar nichts, manchmal gerade einmal ein mickriges halbes Prozent. Aktive Kunden überweisen deswegen ihr Plus regelmäßig auf
besser verzinste Tagesgeldkonten und kassieren dort derzeit bis zu drei Prozent im Jahr. Bei einem durchschnittlichen Guthaben von 2.500 Euro an 20 Tagen im Monat erwirtschaftet das Geld so bei Top-Anbietern über 42 Euro im Jahr. Wer nicht ständig hin und her überweisen möchte, kann zum Beispiel bei der
Netbank mit einem Gehaltskonto auf seine Kosten kommen. Ohne Aufwand kassiert man bei gleichem Guthaben hier 27,50 Euro im Jahr.
3. Automatengebühren
Auch wenn Ihr Giro Topkonditionen bei Kontoführung und Dispo bietet, kann es dennoch zur Kostenfalle werden. Dann nämlich, wenn Sie mitunter gerne bei den Automaten fremder Geldinstitute abheben. Denn hier langen viele Banken noch einmal extra zu. Mitunter kann das selbst innerhalb Deutschlands auch mal gerne für 50 Euro Bargeld, die Sie von Ihrem Konto abheben möchten, zusätzlich fünf Euro Gebühren bedeuten, wie die Leseraktion des Finanzportals biallo.de herausfand. Im Ausland verlangen die Geldautomaten-Betreiber ein paar Prozent des Abhebebetrags und das kann schon bei mittleren Summen schnell noch teurer werden. Dabei bieten bereits einige Banken ihren Kunden Modelle an, um auf der ganzen Welt kostenlos mit der Kreditkarte abzuheben. Zumindest innerhalb Deutschlands ist das auch bei vielen Instituten an mehreren tausend Automaten mit der EC/Girocard bei Betreiberverbünden wie CashGroup oder CashPool möglich.
Im Zweifelsfall lohnt sich ein Blick auf den Geldsparen-Girokontenvergleich, um die besten Bargeldadressen für sich heraus zu finden: