2,6 Prozent an Kaufkraft verloren nicht angelegte Euro im September. Geldsparen erklärt, was tapfere Sparer tun können, um sich vor der Inflation zu schützen.
Im September legte die Inflation in Deutschland mit 2,6 Prozent so stark zu wie seit rund drei Jahren nicht mehr. Das Gespenst der Geldentwertung will einfach nicht verschwinden und manche Ökonomen glauben sogar eher früher als später an Inflationsraten jenseits von vier Prozent.
Noch ist das aber alles kein Grund zur Panik, denn Sparer müssen nur wissen wie sie richtig reagieren: Bringt ihre Anlage nicht mindestens Zinsen auf dem Niveau der Inflationsrate, sollten sie möglichst den Parkplatz des Kapitals wechseln, sonst winken statt echten Zinserträgen unter dem Strich nur reale Verluste.
Konkret heißt das zum Beispiel, bei einer Inflationsrate von fünf Prozent, dass 100 Euro nach sechs Jahren rund ein Viertel weniger wert wären. Umgerechnet bekäme man dann nur noch Waren im heutigen Gegenwert von rund 73,50 Euro. Allerdings gilt das nur, wenn man sie unverzinst unter dem Kopfkissen liegen ließe. Was Anleger jetzt richtig machen können, um sich davor zu schützen:
Start nicht verpassen
Bargeld muss auf jeden Fall raus aus dem Sparstrumpf. Sparer müssen in Inflationszeiten ihr Kapital mitwachsen lassen, um Verluste zu vermeiden. Mutige Anleger investieren dazu an der Börse, denn Aktien und Co. gelten in der Theorie als gute Geldanlage bei Geldentwertung und die Kurse steigen oft schneller als das Geld an Wert verliert. Aber ohne Risiko ist das nicht, denn auch Unternehmen können unter Inflation leiden und da verschätzen sich auch oft die besten Experten. Für sicherheitsbewusste Sparer bleiben deswegen Tages- und Festgelder eine gute Option, allerdings nur bei erhöhter Flexibilität. Da die es aller Wahrscheinlichkeit nach bei einer anziehenden Inflation auch mit den Zinsen weiter nach oben gehen wird, macht es momentan eher keinen Sinn sich lange festzulegen. Derzeit gilt die Devise bei Guthaben: Eher kürzere Zinsbindung wählen und öfter mal zu einem besseren Anbieter wechseln.
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