Angebote richtig vergleichen
Die fehlerfreie Bestimmung des Goldgehalts ist ein relativ kompliziertes Verfahren, die selbst ein Juwelier nicht mal schnell nebenbei machen kann. Deshalb ist in seinem Preis in aller Regel ein hoher Sicherheitszuschlag enthalten, falls er sich auf die Schnelle verschätzen sollte. Auch im Bahnhofsviertel beim Express-Goldankauf werden Sie in aller Regel nicht annähernd das Geld bekommen, das ihr gutes Stück wert ist. Am Ende bekommt man oftmals selbst bei seriösen Juwelieren nur bescheidene zehn bis 15 Euro pro Gramm ausbezahlt. „Ahnungslose Verkäufer werden unter Umständen mit einem Bruchteil des Bestpreises abgespeist. Vorsicht ist sowohl bei sehr niedrigen, wie bei sehr hohen Ankaufspreisen für Altgold geboten“, rät auch Edelmetallexperte Klapp.
Beliebt ist bei schwarzen Schafen nämlich der Trick, zwar einen hohen Grammpreis für Gold zu nennen, aber dafür den Goldanteil in Ihrem Stück (zu) niedrig zu schätzen. Beim Goldspezialisten in der lokalen Videothek werden gerne auch Märchen erzählt, wie zum Beispiel das Münzgold generell weniger wert wäre oder Schmuck sich derzeit fast nicht verkaufen ließe. Auch bei den ganz „unkomplizierten“ Angeboten aus der Fernsehwerbung, bei denen man sein Gold per Brief einfach hinschickt und dann dafür Geld bekommt, liegt der letzten Endes bezahlte Preis selten auf dem eigentlichen Goldniveau. Bei Juwelieren: Lassen Sie sich lieber von mehreren Schmuckhändlern kostenlose Angebote machen. Sie werden von den Preisunterschieden oft überrascht werden.
Auf festen Ankaufpreis achten
Skeptisch sollte man vor allem werden, wenn gar kein fester Ankaufpreis für Feingold angegeben wird oder der deutlich unter oder über dem marktüblichen liegt. Momentan wären um die 40 Euro pro Gramm reinem Gold sehr gut. Wollen Sie mehr als nur ein paar Gramm Gold verkaufen, kann es ansonsten wesentlich mehr bringen, auf gelbeseiten.de nach einer Scheideanstalt in Ihrer Nähe zu suchen. Die Profiunternehmen schmelzen Metall und bestimmen den Gehalt an Edelmetallen mit speziellen Analyseverfahren. Achten Sie aber vorher darauf, ob und welche Kosten Sie für die Analyse tragen müssen, denn gerade bei kleineren Mengen kann das die Sache oft unrentabel machen.
Dabei wird allerdings auch geprüft, ob andere kostbare Stoffe, wie Silber, Platin oder Palladium in der Legierung verwendet wurden. Zum Beispiel in gelbem Zahngold können auch mal zehn Prozent Platin oder 30 Prozent Silber stecken. Zum Goldwert kommt dann sogar noch etwas hinzu und eine seriöse Scheideanstalt macht Ihnen auch dafür entsprechende Abnahmeangebote, was den Goldverkauf noch rentabler macht. Gold steckt übrigens nicht nur in Schmuck! Recycle-Profis wie zum Beispiel scheideanstalt.de schaffen es sogar, Gold aus alten Leiterplatinen zum Funkeln zu bringen und bieten deswegen auch für größere Mengen Elektroschrott Geld für das darin enthaltene Gold.
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