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Fondsanlage

Vorsicht Fallen

18.01.2012
Von Florian Junker
Fonds bringen nicht nur Geld, sie können auch einiges kosten. Auf was Anleger achten müssen, damit am Ende nicht Gebühren und Co. die Fonds-Gewinn-Suppe versalzen.
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Durchschnittsrenditen von acht Prozent und mehr pro Jahr, steil ansteigende Kurs-Kurven und eine zielgerichtete Investition in Zukunftsthemen, das macht Anlegern Appetit und so wollen viele Fondsanbieter in der Werbung ihre Produkte schmackhaft machen. Leider sieht die Realität oft viel karger aus.

Die besten Tipps, um als Kunde dennoch Gewinn zu erzielen:
Ausgabeaufschlag und Depotgebühren sparen

Oft wird schon beim Fondskauf ein falsches Rezept verwendet und viel Geld verschenkt. Denn wer einfach blind der Empfehlung der Hausbank folgt, zahlt für seinen Anteilskauf gut und gerne fünf oder sogar sechs Prozent drauf. Der sogenannte Ausgabeaufschlag ist allerdings alles andere als in Stein gemeißelt und über Fondsvermittler oder Direktbanken im Internet kann man die gleichen Produkte oft günstiger oder sogar kostenfrei erwerben.  
 
Undurchsichtige Rezepte und Gesamtkosten entlarven

Egal wie sympathisch Ihr persönlicher Bankberater auch ist oder wie schlüssig die Kurzvorstellung auf der Internetseite der Gesellschaft wirkt, auf einen genauen Blick in das Fonds-Prospekt sollten Sie auf keinen Fall verzichten. Hier erfahren Sie, welche Bedingungen für Ihre Investition wirklich gelten. Es ist zum Beispiel keine Seltenheit, dass ein Fonds, der auf deutsche Aktien spezialisiert ist, auch große Anteile an Optionspapieren oder ausländischen Unternehmen hat. Das muss zwar unter dem Strich nichts Schlechtes sein, entspricht aber vielleicht nicht Ihrem persönlichen Risikogeschmack.

Aus dem Prospekt erfahren Sie außerdem, welche Gebühren die Gesellschaft für die Verwaltung erhebt. Die sogenannte Gesamtkostenquote verrät Ihnen, was Sie auf jeden Fall jährlich allein dafür investieren müssen, um Ihr Geld in diesem Fonds anzulegen. Ein bis zwei Prozent können das gerne mal sein. Soviel Gewinn sollte der gekaufte Fonds also mindestens machen, sonst wird Ihr Geld immer weniger. Was darüber hinaus geht, ist dann aber wirklich Ihr Plus? Leider nicht immer, denn oft bekommt das Management noch eine Erfolgsprämie („Performance Fee“), wenn die Anteile mehr wert werden. Das wird also auch nochmal von Ihrem Gewinn abgezogen. Verluste tragen Sie dagegen praktisch immer allein.

Wesentlich kostengünstiger sind hier in der Regel sogenannte Indexfonds (ETFs). Diese Fondsvariante verzichtet auf ein teures Management und Ausgabeaufschläge indem einfach kostengünstig die bestehende Struktur eines Börsenbarometers à la DAX oder Dow Jones abgebildet wird. Dabei schneiden sie nur selten schlechter ab als die Produkte der teuren aktiven Expertenkonkurrenz. Achten Sie aber auch hier genau auf die Bedingungen im Fondsprospekt, denn auch da gibt es Anbieter mit niedrigen und solche mit weniger günstigen Gebühren. Und gerade bei sehr speziellen ETFs werden Sie oft überrascht sein, welche Papiere tatsächlich im Fonds gesammelt werden. Lassen Sie sich auf keinen Fall nur von steilen Kurven blenden.
 
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