Falschgeld kann auch ahnungslose Besitzer teuer zu stehen kommen – und unwissentlich zu Straftaten führen. Worauf Sie im Umgang mit Geld achten sollten, erklärt geldsparen.de.
„Wer Falschgeld annimmt und zu spät erkennt, ist gleich in mehrfacher Hinsicht geschädigt: Er muss es bei der zuständigen Behörde abliefern und erhält keine Entschädigung“, informiert das Landeskriminalamt Berlin und warnt: „Gibt er es weiter, macht er sich strafbar.“ Und die Gefahr lauert nicht etwa in der Ferne sondern direkt vor der eigenen Haustür.
Falscher Fünfziger
Im ersten Halbjahr 2011 Deutschland tauchten laut Bundebank-Statistik 18.852 Blüten auf. Am beliebtesten war hierzulande die 50 Euro-Note (45 Prozent), gefolgt von 20 Euro (31 Prozent) und 100 Euro (16 Prozent). 5 und 10 Euro-Scheine wurden dagegen kaum gefälscht und es wurden davon nur ein paar hundert sichergestellt.
Viel häufiger kommen einem dagegen falsche Münzen unter. So wurden über 20.000 - der laut Statistik zu 77 Prozent bei weitem am häufigsten gefälschten - 2 Euro-Münzen enttarnt und immerhin noch fast 5.000 1-Euro. Dabei fallen die nachgemachten Prägungen oft durch Unschärfen auf, gerade der bei echten Münzen mitgeprägte äußere Rand wird bei der Fälschung oft vernachlässigt.
Es lohnt sich also, einen genauen Blick in die Geldbörse zu werfen, ob nicht doch eine Blüte zwischen den echten Scheinen steckt. So schützen Sie sich:
Fühlen – Sehen – Kippen!
Die Bundesbank rät bei allen Banknoten deshalb zum „Fühlen-Sehen-Kippen“-Test:
- Fühlen
Die Abkürzung der Europäischen Zentralbank (BCE ECB EZB EKT EKP), die Wertzahlen und die Abbildungen der Fenster bzw. Tore heben sich bei nicht zu abgenutzten Scheinen spürbar von der Oberfläche ab.
- Sehen
Im Gegenlicht ist im unbedruckten Bereich das Wasserzeichen sichtbar.
- Kippen
Als Hologramm erscheint beim Kippen auf der Vorderseite der Banknoten das Euro-Symbol und die Wertbezeichnung im Folienstreifen (Zwanziger und kleiner) bzw. das Architekturmotiv und die Wertbezeichnung im Folienelement (Fünfziger und größer). Auf der Rückseite wird der Glanzeffekt des aufgebrachten Streifens sichtbar bzw. die optisch variable Farbe bei größeren Banknoten.