Ethische Banken
Garantiert gutes Gewissen?
15.11.2010
Von Florian Junker
Die Idee klingt gut: Mit Geldgeschäften über eine moralische Bank das eigene Kapital für etwas Sinnvolles arbeiten lassen. Geldsparen erklärt, wann sich ein Kontowechsel sowohl moralisch als auch finanziell lohnt und worauf man achten sollte, um wirklich nachhaltig ein besseres Gewissen zu haben.

Immer mehr Firmen werben für Ihre Produkte und Dienstleistungen mit einem nachhaltigen Image. Die Kunden können durch den Kauf das Klima, den Regenwald oder Kinder in Afrika retten. Eine ähnliche Idee macht sich jetzt auch im Bankensektor breit und so kann man seine Geldgeschäfte über ein Institut mit moralischen Grundsätzen abwickeln.
Versprochen wird, dass Kundengelder und Gewinne nur für "gute" Sachen eingesetzt werden. Was "gut" genau bedeutet, ist unterschiedlich und reicht von sozial- und umweltverträglichen Investitionen bis zu christlichen Missionsprojekten. In vielen Fällen ist es für Kunden eine sehr charmante Idee, sein Geld auf diese Weise für einen "guten" Zweck arbeiten zu lassen. Manchmal ist das aber auch teuer und der moralische Nutzen zweifelhaft.
Schon länger im Geschäft mit dem guten Gewissen sind zum Beispiel die ökologische Umweltbank, die sozial engagierte GLS Bank oder die christlich orientierten Institute wie KD-Bank, Ordensbank oder Steyler Bank. Relativ neu ist zum Beispiel die Triodos Bank. Was kostet aber ein ganz normales Konto bei einer solchen Bank im Vergleich zu einem "normalen" Institut und bringt das wirklich was?
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