Trick für ein günstiges Gewissen
Die meisten ethischen Banken pflegen eine sehr offene Informationspolitik. Über ausführliche Geschäftsberichte oder Listen der finanzierten Projekte wird dokumentiert, dass auch wirklich das Kundengeld für die vorher versprochenen Dinge eingesetzt wird. Insgesamt kann man bei den etablierten Anbietern auch davon ausgehen, dass gemacht wird, was in den Ethikrichtlinien versprochen wurde. Je dünner die Informationen sind, desto wahrscheinlicher ist allerdings auch eine schwammige Interpretation der auferlegten Regeln. Insbesondere in diesem Fall könnte eine andere Strategie moralisch und finanziell viel effektiver sein.
Wer sein Konto bei einem "normalen" Topanbieter aus unserem Vergleich führt, hat über das Jahr gesehen rund 50 bis über 100 Euro mehr Geld zur Verfügung. Damit könnten Sie gemeinnützige Projekte direkt unterstützen. Und wer vor der eigenen Haustür spendet, kann sich dabei noch zusätzlich selbst von der Sinnhaftigkeit seiner Investitionen überzeugen. Außerdem: Die Quittung kann in der Regel auch beim Finanzamt geltend gemacht werden und man spart so sogar noch Steuern.
Ethisch-ökologische Banken
Ethische Banken
Seite 3: Trick für ein günstiges Gewissen
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Leserkommentare
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09.12.2009 15:16 Uhr
Redaktion: Vielen Dank für den Hinweis
Grundsätzlich handelt es sich bei Cirrus laut Betreiber Mastercard um das Abwicklungssystem an Geldautomaten. Natürlich haben Sie Recht, dass es in der Praxis in den meisten deutschen Geschäften möglich ist auch damit direkt zu bezahlen. Im Ausland kann das auch öfter nicht klappen.
09.12.2009 08:03 Uhr
FrankP: Cirrus-Karte ist keine Abhebekarte
Schön, dass Sie meinen Hinweis auf die KD-Bank eingepflegt haben! Was Sie dabei über die Cirrus-Karte sagen, stimmt allerdings nicht ganz: Die Karte kann man in Deutschland wie die Maestro-Karte einsetzen und also auch bargeldlos zahlen. Ich habe damit als KD-Bank-Kunde und notorischer Kartenzahler bisher in keinem Geschäft Probleme gehabt. Lediglich im Ausland könnte es damit Probleme geben. Aber dort ist in der Regel ohnehin die Kreditkarte die bessere Alternative.
15.09.2009 13:42 Uhr
Redaktion: KD-Bank
Vielen Dank für den Hinweis auf das Angebot der KD-Bank. Die Konditionen für Privatkunden sind wirklich günstig und werden gleich in den Text mitaufgenommen. Wer sein Geld für kirchliche, soziale und nachhaltige Projekte bereitstellen möchte, ist hier sicher nicht schlecht aufgehoben. Auch das ethische Banken in Sachen Transparenz in der Regel eher vorbildlich sind, will niemand bestreiten. Ob und inwieweit allerdings die veröffentlichten geförderten Projekte im Sinne eines Kunden moralisch sinnvoll sind, bleibt trotzdem Vertrauenssache. Ihr Beispiel der katholischen Pax-Bank, die in Verhütungsmittelhersteller sowie Tabak- und Rüstungskonzerne investierte, gilt sicher nicht generell für alle anderen ethischen Banken, zeigt aber das grundsätzliche Problem.
14.09.2009 18:44 Uhr
FrankP: Irrtum
Die genannten ethischen Banken setzen auch hinsichtlich der Transparenz ihrer Anlagestrategien Maßstäbe. Kunden können also sehr genau überprüfen, wofür die Banken das ihnen anvertraute Geld investieren. Die von PvC kritisierten "Schau-Projekte" wird man darunter kaum finden, selbst wenn jüngst die Pax-Bank als Kirchenbank mit einem peinlichen Anlagefehler für Negativschlagzeilen sorgte. Apropos Kirchenbank: Die KD-Bank eG setzt als erste evangelische Kirchenbank einen Nachhaltigkeitsfilter ein - und bei ihr gibt's das Girokonto gratis, nur die ec-Karte schlägt mit 5 EUR pro Jahr zu Buche. Und der Dispozins liegt derzeit 7,5 %.
Foto: colourbox.com ID:2294