Kurzfristig geborgtes Geld kann auf dem Girokonto richtig teuer werden, denn viele Banken verlangen horrende Dispozinsen. Geldsparen zeigt, wie das günstiger geht.
Bei Dispozinsen gibt es geradezu unglaubliche Unterschiede: Die günstigsten Anbieter liegen derzeit bei unter sechs Prozent, die teuersten über 14 Prozent. Wird der vereinbarte Disporahmen überzogen verlangt manches Institute sogar bis zu 20 Prozent Leihgebühr. Gegen die hohen Zinsen hilft nur eines: aktiv werden und übergangsweise einen Kredit zur Tilgung des Kontochaos abschließen. Schon bei kleinen Kreditsummen können so oft Hunderte von Euro im Jahr gespart werden - wenn man auf die günstigsten Anbieter setzt.
Abhilfe: Abrufkredit
Wer immer einmal wieder spontan Geld braucht, das in der Regel aber auch schnell wieder zurückgezahlt wird, hat eine gute Alternative zum Dispoausreizen. "Ein Rahmenkredit mit festem Zinssatz kann eine billigere Alternative sein", rät hier die Verbraucherzentrale. Mit einigen Banken kann bei guter Bonität ein sogenannter Abrufkredit vereinbart werden. Der ist im Vergleich zum Dispo oft zinsgünstiger und kann jederzeit getilgt werden.
Auch die Stiftung Warentest hält Abrufkredite für eine sinnvolle Alternative zum Dispo, warnt aber zu Recht vor zu hohen Belastungen: "Der Konsum auf Pump kann der Einstieg in die Schuldenfalle sein, insbesondere, wenn Sie den Abrufkredit zusätzlich zu bereits laufenden Krediten aufnehmen. Prüfen Sie immer zuerst, ob Sie Rücklagen auflösen können."
Vorsorge: Vergleichen
Wer öfter einmal im Dispobereich oder auch darüber hinaus Geld leiht und langfristig sparen will, ist gut beraten sich das Kleingedruckte seiner Bank vorzunehmen – und die Angebote der Konkurrenz. Der Aufwand lohnt sich, denn ob man für 1.000 geschuldete Euro sechs oder 20 Prozent zahlt, macht im Jahr allein schon einen Unterschied von stattlichen 140 Euro aus. Aber nicht nur die Zinsen sprechen oft für einen Wechsel. Wer seine Kontoauszüge nach hohen Gebühren, aberwitzigen Versandpauschalen und niedrigen Guthabenzinsen durchforstet, spart oft mit einem Girowechsel noch deutlich mehr. Mit dem Geldsparen-Girokontenrechner ist die Suche nach einem günstigeren Anbieter dann eine Sache von Minuten, die sich langfristig lohnen wird.
Wie viel Sie durch einen Anbieterwechsel im Jahr sparen können, lässt sich individuell und kostenlos hier ausrechnen: