Jeder zehnte deutsche Internet-Nutzer geht inzwischen per Handy online. Das ergab eine Marktforschung des Branchenverbandes Bitkom. Demnach wurden 2010 rund 8,2 Millionen Smartphones in Deutschland verkauft. Damit die frischgebackenen Smartphone-Eigentümer nicht in die Kostenfalle tappen, „sollten sie unbedingt eine Datenflatrate abschließen", rät Annika Voß, Telekommunikations-Expertin der Verbraucherzentrale Hamburg. „Smartphones sind eher Computer als Handys und wählen sich für Updates und andere Services häufig automatisch ins Internet ein“.
Bevor man sich für einen Vertrag entscheidet, sollte man aber das eigene Nutzungsverhalten genau analysieren und danach den passenden Tarif aussuchen. Ebenso wichtig ist die Frage, ob man ein subventioniertes Handy mit Zwei-Jahres-Vertrag aussucht, oder das Gerät lieber auf einen Schlag selbst bezahlt. Zumal die Preise für die mobile Datennutzung ständig fallen.
Vertragsbindung:
Die meisten Zusatzoptionen und sehr gut ausgebaute Netze bieten die Netzbetreiber T-Mobile und Vodafone mit ihren Smartphone-Tarifen. Die Netzbetreiber eignen sich deshalb vor allem für Kunden mit speziellen Tarif-Ansprüchen. So bieten sie spezielle Auslandsoptionen und Tarife für die Nutzung des Handys als Modem an. Dafür gehen gerade die Flatrates ganz schön ins Geld. Knapp 90 Euro müssen T-Mobile und Vodafone-Kunden pro Monat für eine Sprach- und Datenflatrate innerhalb Deutschlands hinlegen.
Tarife mit Kostenlimit
Wesentlich günstiger geht das Dauertelefonieren bei Deutschlandsim. Gesprächsminute und SMS kosten neun Cent, für die mobile Datennutzung fallen 24 Cent pro Megabyte an. Es gibt weder einen Mindestumsatz noch eine Grundgebühr. Das Besondere: Ab einem innerdeutschen Verbrauch von 35 Euro monatlich wirkt ein Kostenstopp und es fallen keine weiteren Kosten mehr an. Werden die 35 Euro nicht erreicht, zahlt der Kunde nur, was er auch verbraucht hat. Der Tarif läuft über das gut ausgebaute O2-Netz.
Wer weniger als fünf Stunden pro Monat telefoniert, muss nicht über einen Flatrate-Tarif nachdenken. Günstige Discounter bieten Minutenpreise von acht bis neun Cent pro Minute – bezahlt wird nur, was auch „vertelefoniert“ wird. Hauptsache der Discounter bietet eine Datenflatrate oder zumindest ein großes Datenpaket an. Gesprächsminute und SMS in alle deutschen Netze kosten bei
Simyo und
Blau in den Einheitstarifen jeweils neun Cent. Ein Gigabyte an Daten lässt sich für monatlich 9,90 Euro dazubuchen. Nachteil: Die beiden Anbieter laufen über das E-Plus-Netz, das im Datenbereich schlechter als die Konkurrenz ausgebaut ist. Beiden Anbieter haben ebenfalls eine Kostenbremse eingebaut, hier gilt der Kostenschutz jeweils ab 39 Euro. Vorteil: Beiden Anbieter haben zusätzliche Datenptionen für Vielsurfer im Programm.
Anrufe ins Ausland:
Der Tarif von
Fonic ist für alle diejenigen geeignet, die mit dem Handy auch ins Ausland telefonieren. Denn der Preis von neun Cent pro Minute bezieht sich auch auf die Anrufe in die Festnetze von 50 Ländern. Anrufe in die entsprechenden Handy-Netze kosten lediglich 29 Cent pro Minute. Fonic bietet eine Daten-Surf-Flat für 9,95 Euro pro Monat.